2G / 3G / 4G / LTE / 5G? Die aktuelle Bundesliga-Woche im Überblick!

FC Bayern München

Rückschau: Aus Münchner Sicht kann man äußerst zufrieden auf die vergangene Woche zurückblicken. Am Samstag konnte man mit Leipzig einen der Meisterschaftskonkurrenten ohne größere Probleme mit 1:4 in die Schranken weisen. In der Champions League gelang dann dasselbe mit dem FC Barcelona drei Tage später mit 0:3.

Zwei eindrucksvolle Siege, in denen vor allem wieder ein stabileres Mannschaftsgefüge auffiel als noch gegen Ende der letzten Saison. Eine in großen Teilen stabile Abwehr und eine immer noch gierige Offensive, so kann es aus Fansicht gerne weitergehen.

Vor allem Alphonso Davies und Jamal Musiala fielen gegen Leipzig positiv auf. Einen Lewandowski oder Kimmich hier Woche für Woche zu erwähnen, gliche einer Sisyphusarbeit.

Davies hatte mit Sane, der in beiden Spielen auch recht ordentlich auftrat die meisten erfolgreichen Dribblings der Partie und hatte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe auf bayrischer Seite. In Koproduktion erzielten Davies (A) und Musiala (T) schließlich das wichtige 0:2 kurz nach der Pause.

News der Woche: Erfreulich anzumerken ist die Rückkehr von Benjamin Pavard und Lucas Hernandez in die Startelf, somit ist stehen außer Corentin Tolisso aktuell alle Spieler aus dem Kader zur Verfügung, möge das auch so bleiben.

Auch die Damen Mannschaft ist sehr gut in die neue Saison gestartet, 3 Siege aus 3 Spielen und 15:0 Tore lassen hier wohl keine zwei Meinungen zu.

Auch die UWCL Gruppen wurden ausgelost und mit Olympique Lyon treffen die Bayern Frauen auf die beste Mannschaft der letzten Jahre. Des Weiteren muss man sich noch mit der BK Häcken und Benfica Lissabon, ebenso wie die Männer, messen.

Vorschau: Am kommenden Samstag, dem 18.09 treffen die zwei Meister der beiden höchsten deutschen Spielklassen aufeinander.

Der letzte Sieg der Bochumer stammt aus der Saison 03/04, seitdem konnten die Bayern außer zwei Unentschieden 11 Partien für sich entscheiden. Bei den Bochumern erinnert man sich jedoch sicher noch recht positiv an das letzte Aufeinandertreffen im Pokal, indem man sich dem FCB als ebenbürtiger Gegner erst in Unterzahl in der 90. Minute geschlagen geben musste.

Man kann sich sicher sein, dass man in Bochum nichts geschenkt bekommt und die Konzentration hochhalten, um die englische Woche endgültig ohne Einbußen zu überstehen.

Für Leon Goretzka wird es sicher ein besonderes Spiel, als gebürtiger Bochumer spielte er vor seinem Wechsel zu Schalke 04 12 Jahre für den VFL.


RB Leipzig

Rückschau: Mit der 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern am Samstagabend ist der Fehlstart von RB in die neue Saison perfekt. Bereits drei Niederlagen in den ersten vier Partien sind der schlechteste Saisonstart der Leipziger in der Bundesliga. Noch mehr zu denken, gibt allerdings die Art und Weise der Niederlage. 0 zu 7 Großchancen (0,35 zu 4,3 xGoals) sprechen eine deutliche Sprache. Bis auf den Sonntagsschuss von Laimer zum zwischenzeitlichen 1:3, einem Abseitstor und einer verpassten Hereingabe durch Silvia brachte RB aus dem Ballbesitz von 53 Prozent offensiv nichts wenig zustande. Defensiv ließ sich die sehr hochstehende Viererkette ein ums andere Mal vom starken Flügelspiel der Münchner überlaufen. Und im Gegensatz zu den Upamecano und Konate fehlt einem Orban die Geschwindigkeit, um gefährliche Situationen in der Restfeldverteidigung per Laufduell zu entschärfen. Seit der 0:3-Klatsche beim ersten Aufeinandertreffen im Dezember 2016, als RB als Tabellenführer nach München reiste, war wohl keine der bisherigen Partien zwischen beiden Vereinen eine so eindeutige Angelegenheit.

News der Woche: In den vergangenen Tagen irritierte RB-Coach Marsch Teile der Fans und Experten mit einigen Aussagen. So sah er sein Team direkt nach dem Spiel am aktuellen Limit agieren, sah es noch „nicht bereit für solch große Herausforderungen“ und äußerte in einem Kicker-Interview, man könne „die RB-DNA und den Stil von Julian nicht einfach mischen“.  Vor allem letzteres sorgt für ungute Vorahnungen für den weiteren Verlauf der Saison. Denn zum einen besteht das Team mittlerweile auf wichtigen Positionen aus „Nagelsmann-Spielern“ (Olmo, Nkunku, Angelinio).

Zum anderen zeigen wirkliche Spitzenklubs wie die Bayern oder ManCity, dass es auf Toplevel genau darum geht, ausgefeilte Ballbesitzstrukturen, Gegenpressing und offensives Umschalten miteinander zu vereinen. Etwas, woran Leipzig unter Ex-Trainer Nagelsmann ebenfalls zwei Jahre arbeitete und was in guten Phasen auch durchaus beeindruckend gelang. Dass dieser Anspruch jetzt anscheinend aufgegeben wird, gibt im Hinblick auf die weitere kurz- und mittelfristige Entwicklung von RB durchaus zu denken.

Vorschau: Apropos Manchester City: Am heutigen Abend (21 Uhr, DAZN) droht im ersten CL-Gruppenspiel auswärts die nächste Niederlage für RB. Alles andere wäre jedenfalls angesichts der aktuellen Kräfteverhältnisse eine faustdicke Überraschung. Denn das Team von Pep Guardiola ist in der Champions League zu Hause seit 14 Spielen ungeschlagen und mit drei Siegen in vier Spielen gut in die Premier League-Saison gestartet.

Noch wichtiger für die Stimmung wird aber das nächste Bundesligaspiel auswärts beim 1. FC Köln (Samstag, 18.30 Uhr) werden. Gelingt dort gegen ein laufstarkes und unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart wiedererstarktes Team (7 Punkte aus den ersten 4 Spielen) kein Auswärtssieg, dürfte die Diskussionen um RB-Trainer Jesse Marsch weiter zunehmen.


Borussia Dortmund

Rückschau: Es war ein Fest, was Leverkusen und der BVB am Samstag zur besten Fußball-Zeit zelebrierten. Dass zu dem über weite Strecken atemlos machenden Spektakel auch Fehler auf beiden Seiten beitrugen, ist normal. Dass die Schwarz-Gelben die Partie nach dem 3:4-Auswärtssieg am meisten zu schätzen wissen, ebenso. Die Gäste kamen nach drei Rückständen zurück und setzten durch den berechtigten Elfmeter von Erling Haaland den Schlusspunkt. Klar, bei den Gegentreffern spielten fehlende Abstimmung, Julian Brandts Ballverlust und Jude Bellinghams Zögerlichkeit eine Rolle. Aber alle Beteiligten machten ihre Fehler wieder wett. Unverdient war der Sieg der Borussia nicht: Gerade in der ersten Halbzeit lag sie bei der Qualität der Chancen vorn. Der Endstand bei den Expected Goals: 0,86:2,33 (inkl. 0,79 für den Elfmeter).

Am Mittwochabend startete der BVB erfolgreich in die Champions League, siegte 1:2 bei Besiktas in Istanbul dank der Männer der Stunde, Bellingham und Haaland. Nicht ohne es nach einigen Wechseln und verpassten Chancen gegen Ende nochmal unnötig spannend zu machen.

News der Woche: Das Thema Stadionauslastung wird derzeit in den Fanszenen vieler Vereine diskutiert. Zum Leverkusen-Spiel hatte sich das Bündnis Südtribüne Dortmund hierzu nochmals geäußert, hatte Perspektiven für eine Rückkehr zur Normalität gefordert und die derzeitige 2G-Regelung des BVB in Frage gestellt. In dem Text werden nachvollziehbare Fragen gestellt, aber vollends übereinstimmen muss man mit ihm nicht. In einem Kommentar fragt sich Christopher Giogios vom Fanzine Schwatzgelb.de etwa, warum sich „die Südtribüne“ nicht deutlich für den einfachsten Weg ausspricht und die Fans zur Impfung auffordert.

Medienberichten zufolge hätte Borussia Dortmund im letzten Transferfenster gerne leihweise Flügelspieler Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea verpflichtet. Nun hat sich dessen Trainer Thomas Tuchel erstmals zu den Spekulationen geäußert und erklärt, warum er den Transfer nicht erlaubte: Er wolle keinen Spieler aus den „ersten 18, 19“ abgeben. Tatsächlich stand Hudson-Odoi am Wochenende in der Startelf.

Vorschau: Der BVB tritt erst am Sonntag um 17.30 Uhr zum Heimspiel gegen Union Berlin an. Die Köpenicker müssen schließlich am Donnerstagabend noch nach Prag. Vielleicht ein kleiner Vorteil für die Schwarz-Gelben, die es mit Union ja nicht immer ganz einfach hatten. In den beiden Bundesliga-Heimspielen blieb die Borussia allerdings ohne Gegentreffer bei sieben eigenen Toren. Die Gäste stehen derzeit drei Punkte hinter ihr auf Platz 8, haben allerdings noch keine Niederlage und erst vier Treffer kassiert.

Man könnte jetzt argumentieren, dass Union es auch noch nicht mit Erling Haaland zu tun hatte. Gästekeeper Andreas Luthe ist aber tatsächlich mit einer Kicker-Note von 2,63 in starker Frühform. Im Sturm der Unioner hat sich bisher Taiwo Awoniyi, Leihgabe vom FC Liverpool, treffsicherer gezeigt als Max Kruse. Verletzungssorgen hatten die Gäste, anders als der BVB, zuletzt nicht. Interessant wird bei Schwarz-Gelb vor allem, ob der gegen Leverkusen überzeugende Neuzugang Marin Pongracic nochmal anstelle des zuletzt angeschlagenen Mats Hummels in der Innenverteidigung beginnt.


VfL Wolfsburg

Rückschau: Ungefährdet hat der VfL Wolfsburg beim Spiel in Fürth seinen Platz an der Sonne verteidigt und mit dem 2:0-Sieg den nächsten Dreier eingefahren. Damit bleiben die Wölfe weiter ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Bundesliga. Lukas Nmecha brachte den VfL humorlos 1:0 mit einem trockenen Schuss nach Gestocher im 16er in Front. Danach zeigte Wolfsburg eine reife Leistung, tat nicht mehr als nötig und ließ wenig anbrennen, verpasste es aber gleichzeitig das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Das gelang erst in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter von Weghorst nach Foul an Waldschmidt. Das 2:0 war glanzlos, aber verdient. Herausragend: die Passquote von Maximilian Arnold von 100 Prozent.

News der Woche: Im Mittelpunkt stand in dieser Woche natürlich der Auftakt in der Champions League bei Lille. Mit einem wahren Kraftakt in einem umkämpften und wenig glanzvollen Spiel holten die Wölfe in Unterzahl (Gelb-Rot für Brooks) noch einen Punkt, der viel wert sein könnte. Zufrieden waren mit dem Auftritt vor allem in der Offensive (nur zwei Torschüsse) aber weder Mannschaft noch Fans. Dank Torhüter Koen Casteels fuhr der VfL aber wenigstens nicht mit leeren Händen wieder nach Wolfsburg. Jörg Schmadtke war am Sonntag noch zu Gast im Doppelpass und kommentierte gewohnt launig den Höhenflug des VfL zurzeit. Die gestiegene Aufmerksamkeit durch die sportliche Leistung wird in Wolfsburg wohlwollend und gern aufgenommen.

Vorschau: Am Sonntag im späten Spiel (19.30 Uhr) kehrt Ex-Trainer Oliver Glasner zurück nach Wolfsburg. Eintracht Frankfurt ist zu Gast und wird wahrscheinlich alles tun, um den verkorksten Saisonstart “ausgerechnet” in Wolfsburg vergessen zu machen. Spannend wird aber zu sehen sein, wie beide Mannschaften so früh in der Saison die Belastung Europapokal wegstecken. Immerhin hat Wolfsburg auch zwei Tage länger Zeit für die Regeneration. Wahrscheinlich ist, dass Mark van Bommel wieder rotieren lässt. Gerade Brooks bekam nach seinem Platzverweis vom Trainer noch eine öffentliche Watschn und könnte sich am Sonntag auf der Bank wiederfinden, da Bournauw sowohl in Fürth als auch in Lille gezeigt hat, dass er mehr als nur Ersatz in der Innenverteidigung ist. Zu rechnen ist außerdem mit Wechseln auf den offensiven Außen. Hier könnten Waldschmidt und Lukebakio wieder Kandidaten für die Startelf sein.


Eintracht Frankfurt

Rückschau: Auch am vergangenen Spieltag gelang es Eintracht Frankfurt nicht, den ersten Saisonsieg einzufahren. Gegen den VfB Stuttgart spielten die Frankfurter im heimischen Stadion 1:1.

Lange Zeit schaffte es die Eintracht mit einer konzentrierten Defensivleistung, die Gäste weitestgehend ungefährlich aussehen zu lassen. Selbst spielte sich das Team von Oliver Glasner häufig ins letzte Drittel, blieb aber im Torabschluss zu harmlos. Erst als Kostić eingewechselt wurde, klingelte es in der 79. Minute durch ebendiesen im Kasten von VfB-Schlussmann Müller. Als Waldemar Anton mit Gelb-Rot vom Platz flog, standen die Zeichen für die Frankfurter eigentlich gut. Doch nach einer misslungen Abwehraktion in der Schlussphase des Spiels konnte sich der auffälligste Stuttgarter Spieler, Marmoush, mit dem Ausgleich (88.) für seine starke Leistung belohnen.

News der Woche: Vor der Europa-League-Begegnung gegen Fenerbahce Istanbul hat Linksverteidiger Christopher Lenz am Mittwoch individuell trainiert. Er kämpft mit muskulären Problemen. Glasner deutete in der Pressekonferenz an, optional auf eine Dreierkette umstellen zu können.

Während Lenz noch fraglich ist, muss Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce aber sicher auf Oliver Glasner an der Seitenlinie verzichten. Der Trainer muss noch eine Strafe aus seiner Wolfsburger Zeit absitzen, die er bekam, weil sein Team im Europapokal nach der Halbzeitpause mehrfach verspätet auf dem Platz erschien. Co-Trainer Michael Angerschmidt wird Glasner vertreten.

Vorschau: Am Donnerstagabend um 21 Uhr rollt für die Eintracht in dieser Saison das erste Mal der Ball im Europapokal. Die Hessen empfangen mit Fenerbahce Istanbul einen erfahrenen Gegner, der in der heimischen Liga noch ungeschlagen ist und offensiven Fußball anbieten möchte. Die Vorzeichen versprechen jedenfalls eine interessante Flutlichtpartie.

Ohne große Pause geht es in der Bundesliga am darauffolgenden Sonntag direkt weiter: Ein Auswärtsspiel beim Spitzenreiter VfL Wolfsburg steht an. Das Ex-Team von Glasner überzeugt vor allem mit einer stabilen Hintermannschaft, die bisher nur ein einziges Tor kassierte. Die im Abschluss bisher eher unglückliche Eintracht muss sich also merklich steigern, um in der Autostadt erfolgreich zu sein.


Bayer Leverkusen

Rückschau: Es ist ein wenig schade, dass nach einem 3:4 zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sehr ausgiebig über das Schiedsrichtergespann um Daniel Siebert gesprochen wurde und weniger über die Partie selbst, die absolut sehenswert war. Aus der Luft gegriffen ist die Kritik dabei aber nicht, ihm fehlte eine einheitliche Linie, er musste vom Videoassistenten auf Fehler aufmerksam gemacht werden, es gab viele kritische Situationen. Aber die Elfmeterszenen, die vielfach im Zentrum dieser Diskussion stehen, sind vertretbar. Strittiger war, warum Meunier nach dem Disput mit Wirtz keine gelbe Karte bekam, es wäre seine Zweite gewesen. Florian Wirtz bekam eine Verwarnung hierfür und es ist nicht ersichtlich, dass er etwas tat, was Meunier nicht tat. Zu dem Zeitpunkt war Leverkusen noch in Führung, ein Platzverweis auf gegnerischer Seite wäre natürlich relevant gewesen. Relevanter ist aber die Frage, warum es nicht gelang, drei Führungen zu halten.

Insbesondere in der Anfangsphase war Leverkusen sehr überzeugend, weil viel Druck auf den Dortmunder Spielaufbau ausgeübt wurde. Es war wohl die intensivste und auch aggressivste Phase des Spiels und auch durch einen solchen Ballgewinn konnte das 1:0 erzielt werden. Es ist aber auch klar, dass dies nicht über neunzig Minuten durchgehalten werden kann, so verschiebte sich das Spiel zunehmend in die Leverkusener Hälfte. Das ist im Grundsatz auch gewollt und unproblematisch. Aber Leverkusen wurde dann zunehmend zu passiv, man kam nicht mehr in die benötigten Umschaltsituationen. Am Ende kam Dortmund dann auf die größeren Chancen, was die Leverkusener Niederlage nicht unverdient macht.

News der Woche: In einer sonst nachrichtenarmen Woche widersprach Rudi Völler einer Meldung der BILD-Zeitung, dass Florian Wirtz in seinem Vertrag eine 2023 greifende Ausstiegsklausel habe. Aller Voraussicht nach wird der deutsche Nationalspieler dem Verein also bis auf Weiteres erst noch erhalten bleiben.

Rudi Völler sprach sich ebenso klar dagegen aus, die WM alle zwei statt wie bisher alle vier Jahre auszutragen: „Das ist eine Schnapsidee von der FIFA“, so Leverkusens Geschäftsführer-Sport.

Vorschau: Am kommenden Sonntag gastiert Bayer Leverkusen um 15:30 Uhr beim VfB Stuttgart. Abgesehen von den Langzeitverletzten Edmond Tapsoba, Timothy Fosu-Mensah und Julian Baumgartlinger stehen alle Spieler wieder zur Verfügung, also auch wieder diejenigen, die zuletzt aufgrund ihrer Länderspiele in Südamerika fehlten und auch Robert Andrich, der gegen Dortmund einen Tritt aufs Knie bekam, weswegen hinter seinem Einsatz zuerst ein Fragezeichen stand. Vor dem Ausflug zum VfB empfängt die Werkself allerdings erst noch Ferencváros Budapest zum ersten Gruppenspiel in der Europa League.


Union Berlin

Rückschau: Der 19. September 2020 bzw. der 1. Spieltag der BuLi-Saison 20/21 markiert einen besonderen Tag in der noch kurzen Bundesliga Geschichte des 1. FC Union Berlin. An diesem Tag verloren die Köpenicker ihr letztes Pflichtspiel im Stadion An der Alten Försterei. Der Gegner damals: die Kicker aus der Fuggerstadt Augsburg. Seitdem sind die Eisernen Saison- und wettbewerbsübergreifend zu Heimspielen ungeschlagen. Fast ein Jahr später – am letzten 4. Spieltag - sind die bayrischen Schwaben aus Augsburg erneut im Stadion an der Alten Försterei zu Gast. Unions Aufstiegstorhüter Rafal Gikiewicz – seit letzter Saison in Augsburger Diensten – hat, so wird gemunkelt, einen Zettel an seinem Kühlschrank hängen, an dem er seine wichtigsten Ziele für die laufende BuLi-Saison schriftlich festgehalten hat: beide Spiele gegen die Unioner gewinnen zu wollen.

Bereits in den ersten Minuten des Spiels war zu erkennen, dass die Köpenicker etwas dagegen haben und die Punkte nicht freiwillig abschenken wollen. Union übernahm das Handlungszepter und versuchte wie auch in den vorangegangenen Spieltagen schnell für eine frühe Führung zu sorgen. Augsburgs Torhüter Gikiewicz hatte jedoch etwas dagegen und fischte alles weg, was sich gefährlich seinem Tor näherte. Und was Gikiewicz nicht erreichen konnte, erledigte der Pfosten oder die Latte seines Gehäuses. Auf der anderen Seite hatte Unions Schlussmann Andreas Luthe ebenfalls mehrfach eine Chance sich auszuzeichnen und zu bestätigen, dass er seinen Spitznamen „Octoluthe“ zu Recht tragen darf.

Auf beiden Seiten konnten sogenannte „100%ige“ nicht genutzt werden, sodass sich zwischen den Strafräumen ein munteres Spiel über zwei Halbzeiten abspielte, ohne das Spielgerät im jeweils anderen Tor unterzubringen. Insgesamt war Union in diesem Spiel optisch und chancentechnisch überlegen. Von Augsburg kam – bis auf einige schnelle Konter – nicht wirklich viel. Größte Aufreger des Spiels waren eher andere Beteiligte an diesem Nachmittag in der Alten Försterei: Zum einen Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart, der sichtlich ähnliches Zweikampfverhalten beider Vereine unterschiedlich bewertete und der Betrachter des Spiels das Gefühl hatte, dass die Augsburger nur dramatisch Fallen mussten, um einen Freistoß zu bekommen. Zum anderen, dass Rafal Gikiewicz nicht nur mit dem für einen verdienten Unioner zugestandenen „Fußball-Gott“ bedacht wurde, sondern auch mit Pfiffen scheinbar von Unionern, denen nicht bekannt ist, dass es heißt: Einmal Unioner, immer Unioner und die werden nicht ausgepfiffen. Punkt!!

Gikiewicz war einer der Hauptsäulen der Aufstiegssaison, der sich während seiner Zeit in Köpenick komplett mit dem Verein identifiziert hat. Sicherlich war seine öffentliche Ablehnung des Stimmungsboykotts im ersten BuLi-Spiel der Union-Geschichte gegen Markranstädt sehr unglücklich formuliert, was aber auf keinen Fall solche Reaktionen rechtfertigt. Hier sollten sich die pfeifenden Unioner einmal selbst hinterfragen. Das von ihm praktizierte Zeitspiel am Ende des Spiels steht jedoch auf einem anderen Blatt. Zusammenfassende Spielberichte gibt es von Kit Holden im Tagesspiegel oder im Berliner Kurier von Matthias Bunkus.

News der Woche: Leider gibt es immer wieder Ereignisse, die in ihrer Wichtigkeit und in ihren Ausmaßen jeglichen Gedanken an Fußball verdrängen. Der Union Fanclub Die Eisernen haben die Erkrankung des kleinen Finn bekannt gemacht, bei dem kurz vor der Einschulung in diesem Jahr Blutkrebs diagnostiziert wurde. Das Schicksal setzt hier sogar noch eins drauf: im März dieses Jahrs erkrank auch sein Vater an diesem Hurensohn Namens Krebs. Vater und Sohn kämpfen eisern gemeinsam gegen diese Krankheit. Aber wir alle können helfen und dafür sorgen, dass Finn und sein Vater den Kampf gegen diesen verdammten Krebs gewinnen können: Lasst euch bei der DKMS registrieren. Es ist ganz einfach: Mund auf, Stäbchen rein und mit viel Glück findet sich ein Spender, der dem kleinen Finn helfen kann, mit dem was er ganz dringend braucht: Stammzellen! Denkt immer daran: Krebs kennt keine Vereinsfarben und kann JEDEN erwischen! Bitte helft mit: Teilt diesen Aufruf des Fanclubs, registriert euch bei der DKMS oder unterstützt die DKMS mit einer Spende!  

Vorschau: Für den 1. FC Union Berlin folgenden in den nächsten Wochen einige sogenannte englische Wochen. Bevor die Köpenicker am Sonntag im Westfalenstadion gegen den Ballspielverein Borussia 09 e. V. antreten müssen, gastieren die Eisernen bei Slavia Prag zu ihrem ersten Gruppenspiel in der UEFA European Conference League. Obwohl die UEFA sich erst kurzfristig für den Ticketverkauf an Gästefans entschieden hat, werden sich dennoch ca. 3.000 Unioner auf den Weg nach Prag machen, um ihre Mannschaft auch auf ihrem Weg durch Europa zu unterstützen.

Im Spiel gegen den BVB am Sonntag wird Union wieder aus der Außenseiterrolle agieren können – eine Situation, die der Mannschaft liegen sollte. Die bisherige Bilanz der vier vorangegangenen BuLi-Spiele mit 2 Siegen für jede Mannschaft ist ziemlich ausgeglichen. Besonders sei hier an das erste Aufeinandertreffen in Unions Premierensaison 2019/20 erinnert, in dem die Köpenicker den BVB nahezu überrannten und mit 3 : 1 aus der Alten Försterei wieder nach Hause geschickt hat. Am kommenden Sonntag wird der BVB mit Sicherheit nicht den gleichen Fehler begehen und Union unterschätzen. An normalen Tagen sollte für die Köpenicker in Dortmund nichts zu holen sein. Aber vielleicht erwischen die Kicker aus Oberschöneweide genau an diesem Sonntag einen besonderen Tag. Alles ist möglich.


Borussia Mönchengladbach

Wir suchen eine:n Gladbach-Autor:in!


VfB Stuttgart

Rückschau: Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt teilen sich mit 1:1 die Punkte. In einer hitzigen Schlussphase gingen die Gastgeber durch Ex - VfB'ler Kostić in Führung. Es drohte der super GAU nachdem wenig später Waldemar Anton nach einer Notbremse mit Rot vom Platz gestellt wurde. Doch die Schwaben bewiesen einmal mehr Kämpfergeist und glichen kurz zuvor durch Neuzugang Omar Marmoush aus.

News der Woche: Waldemar Anton wurde vom DFB für ein Spiel gesperrt. Er wird somit gegen Leverkusen ausfallen.

Nach seiner überzeugenden Leistung gegen Frankfurt gibt es Überlegungen Omar Marmoush nach seiner Leihe fest zu verpflichten. Zurzeit ist der ägyptische Nationalspieler ohne Kaufoption ausgeliehen. Diesen Umstand möchte Sportdirektor Sven Mislintat im April neu diskutieren.

Vorschau: Am Sonntag Abend um 15:30 Uhr ist Bayer 04 Leverkusen zu Gast im Neckarstadion. Die Werkself musste sich letzte Woche gegen Borussia Dortmund trotz dreimaliger Führung mit 3:4 geschlagen geben. Trotz eher schwachen Saisonsstart reisen sie als Favorit nach Stuttgart. Dabei sollte die Stuttgarter Verteidigung auf EM Shootingstar Patrik Schick sowie den letztjährigen Neuzugang Paulinho achten. Beim VfB kann derweil Orel Mangala in die Startelf zurückkehren. Er bekam schon gegen Frankfurt erste Einsatzminuten, bei denen er allerdings eher unauffällig blieb.


SC Freiburg

Rückschau: Mit dem besten Saisonstart im Rücken empfing der SC Freiburg am letzten Samstag den 1. FC Köln, der ebenfalls einen guten Saisonbeginn vorweisen konnte. Die Anfangsphase gehörte auch direkt den Freiburgern, die druckvoll begannen und mehrfach knapp am Tor scheiterten. Anschließend übernahm jedoch Köln das Spiel, zogen klug die Freiburger Außenverteidiger nach innen und schafften sich so viel Platz auf dem Flügel. Nach einer der vielen dadurch ermöglichten Flanken traf dann auch folgerichtig Modeste zur Kölner Führung, die zur Halbzeit durchaus hätte höher ausfallen können.
In der zweiten Halbzeit begannen abermals die Breisgauer deutlich besser, nutzten jedoch ihre Chancen nicht und ließen die Druckphase verstreichen. Doch nach etwas harten gelb-roten Karte für den Kölner Kainz wurde die Partie wieder eng. Die eingewechselten Youngster Schade und Weißhaupt wirbelten ab dann auf der rechten Seite, was sich in der 89. Minute schließlich auszahlte. Weißhaupt brachte nach schönem Antritt eine harte Flanke in den Strafraum, wo Czichos den Fuß zum Eigentor dazwischenhielt. Kurz danach hätte der SC sogar noch gewinnen können, dies wäre nach dem Spielverlauf aber sehr glücklich gewesen. So blieb es nach einer schwachen ersten Hälfte am Ende bei einem nicht unverdienten Unentschieden gegen gut spielende Kölner.

News der Woche: Der Freiburger Nachwuchs hat wie so oft großen Anteil am jüngsten Erfolg. Kevin Schade kam nun schon zu seinem dritten Einsatz der Saison, wo er zwar noch sehr ungestüm, aber mit viel Tempo und Spielwitz auftritt und damit der Mannschaft eine zusätzliche Dimension verleiht. Noah Weißhaupt, dessen Vater einst beim SC spielte, war bei seinem ersten Einsatz direkt entscheidend für den Punktgewinn.


Yannick Keitel, der seit letzter Saison regelmäßig zu Einsätzen kommt, hat sich spätestens seit dem Abgang von Santamaria als Option auf der Sechs festgespielt. Und Nico Schlotterbeck ist in seiner ersten vollen Saison in der Freiburger Profimannschaft bisher eindeutig der beste Spieler auf dem Platz.
So ist es für Außenstehende vielleicht auch besser verständlich, wieso man sich in Freiburg wohl damit fühlte, mit nur einem externen Neuzugang (Maxi Eggestein) in die Saison zu starten.

Vorschau: „Auswärts in Mainz“ ist trotz eines legendären Pokalerfolgs 2013 und eines Auswärtssieges letztes Jahr angesichts der schlechten Ausbeute traditionell nichts, worauf man sich in Freiburg zu freuen pflegt. Am Samstag, 15:30 Uhr wird man versuchen wollen, zumindest wieder einen Punkt in Mainz mitzunehmen. Der zuletzt verletzte Höfler sollte wieder da sein, der an Corona erkrankte Schmid ist wohl noch eher keine Option. Taktisch pflegt Streich im Erfolgsfall keine größeren Umstellungen vorzunehmen. Am wahrscheinlichsten ist daher ein 4-4-2 oder ein 3-4-3 mit Höler als einzigem Mittelstürmer.


TSG Hoffenheim

Rückschau: Im Heimspiel gegen Mainz 05 offenbarten sich einmal mehr die Probleme der TSG gegen kompakt verteidigende und körperlich spielende Mannschaften. Dem aggressiven Mainzer Angriffspressing wusste die TSG nichts entgegenzusetzen und konnte sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Nach einem Fehlpass von Bruun Larsen netzte Burkardt nach 21 Minuten schließlich zur nicht unverdienten Mainzer Führung ein und ließ so das Spiel völlig auf die Seite der Gäste kippen. Nach der Halbzeitpause und den Einwechslungen von Baumgartner und Kaderabek wurden die Kraichgauer zwar stärker, feuerten im gesamten Spiel aber dennoch keinen einzigen Schuss aufs Tor ab. In der 77’ Minute sorgte Ingvartsen mit seinem Treffer zum 0:2 schließlich für den völlig verdienten Mainzer Auswärtssieg. Ein gebrauchter Tag für die TSG.

News der Woche: Nach der Niederlage gegen Mainz sorgte Mäzen Dietmar Hopp trotz des bescheidenen Spiels der TSG noch für gute Laune bei ca. 30-40 Anhänger:innen, als er sich auf dem Weg zum Parkplatz Zeit für Fotos und kurze Gespräche nahm. So endete der Stadionbesuch zumindest für mich und einen weiteren kleinen Teil der knapp 8000 Besucher:innen mit einem positiven Erlebnis.

Am Montag fand in Nyon die Gruppenauslosung der diesjährigen UEFA Women’s Champions League statt. Erstmalig war auch die TSG in einem der Töpfe vertreten und erwischte prompt eine äußersts interessante Gruppe: neben dem eher unbekannteren HB Køgeaus Dänemark finden sich mit den weiblichen Vertretungen des FC Arsenal und des FC Barcelona auch zwei international bekannte Clubs in Gruppe C. Sicher darf man sich auf spannende Champions-League-Nächte in Hoffenheim freuen!

Vorschau: Kommenden Samstag gastiert die TSG um 15:30 Uhr auf der Bielefelder Alm und trifft auf Ex-Interimscoach Frank Kramer. Gegen den Tabellenvierzehnten der Bundesliga muss sich die Mannschaft von Sebastian Hoeneß im Vergleich zum vergangenen Spieltag deutlich steigern, ansonsten droht eine weitere unnötige Niederlage. Weiter verzichten muss die TSG auf die Langzeitverletzten Hübner, Bicakcic und Nordtveit (alle Aufbautraining), ebenfalls fehlen wird Innenverteidiger Akpoguma, der sich derzeit von einer Corona-Erkrankung erholt. Trotz der äußerst ekligen Spielweise der Arminia wäre alles außer einem Auswärtssieg der Hoffenheimer eine erneute Enttäuschung.


FSV Mainz 05

Rückschau: Die 05er gingen fast mit der gleichen Startelf wie gegen Fürth in die Partie gegen Hoffenheim samstags um 15:30 Uhr. Lediglich Karim Onisiwo startete für Adam Szalai, der in der Länderspielpause zwei Spiele für der ungarischen Nationalelf bestritten hatte.

Mainz trat souverän und zielstrebig auf. Dem intensiven Pressing wusste Hoffenheim sich nur mit teils überharten Fouls zu erwehren und entnervte TSG-Neuzugang David Raum zwischenzeitlich so sehr, dass dieser den Ball ins Aus drosch, dabei aus Versehen die Mainzer Bank abschoss und für eine kurze Rudelbildung sorgte. In der 21. Minute erzielte U21-Nationalmannschafts-Kapitän Jonathan Burkardt schließlich das überfällige 1:0 zum eigenen Bundesligarekord – alle vier Bundesligatore erzielte er zum 1:0. Nach der Halbzeit und der Einwechslung von Hoffenheims Baumgartner, der nach der Länderspielpause zunächst geschont wurde, trat die TSG stärker auf, konnte sich aber nicht gegen die kompakte Defensive der Mainzer durchsetzen.

Wie auch im Spiel gegen Greuther Fürth bewies Svensson ein glückliches Händchen und wechselte mit Ingvartsen und Stach in der 75. Spielminute den Vorlagengeber und Torschützen zum 2:0 ein, das nur 78 Sekunden nach der Einwechslung erfolgte. Damit löste Ingvartsen Tim Hoogland ab, erzielte den schnellsten Debüttreffer in der Geschichte von Mainz 05 und feierte einen Einstand nach Maß.

News der Woche: Der Höhenflug der Mainzer sorgt nicht nur für einen gelungenen Saisonstart, sondern ist auch die Fortführung der historischen Rückrunde. Seit Rückrundenstart erzielten die Rheinhessen 1,95 Punkte im Schnitt, seitdem Bo Svensson Coach ist 1,8 Punkte. Mit Platz 4 in der Tabelle der letzten saisonübergreifenden 21. Spiele und dem aktuellen Tabellenplatz 4 mit 9 Punkten sind die Mainzer derzeit in überragender Form.

Aktuell finden wieder die „Mainzer Erinnerungswochen“ statt. Unter dem Motto „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ finden zwischen dem 7. und 29. September verschiedene Veranstaltungen und die Ausstellung „Verschweigen, Verurteilen – Verfolgung von Homosexuellen in Rheinland-Pfalz 1946–1973“ im Fanhaus Mainz statt.

Im Spiel gegen Hoffenheim musste Kapitän Moussa Niakhaté verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden. Er erlitt eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel und wird den 05ern vier bis sechs Wochen fehlen.

Vorschau: Am kommenden Samstag um 15.30 Uhr steigt in der Mainzer Mewa-Arena das Topspiel des Spieltags. Als Tabellenvierte treffen die Mainzer auf den Tabellenfünften, die Freiburger. Mit der herausragenden defensiven Stabilität der letzten Spiele haben die Mainzer die Chance, die makellose Heimbilanz dieser Saison weiter auszubauen. Wer dabei im Sturm von Beginn an agieren darf, ist allerdings noch nicht geklärt. Lediglich der sich in Hochform befindliche Burkardt dürfte gegen Freiburg gesetzt sein, doch wer neben ihm in der Startelf steht, ist noch offen. Durch den historischen Einstand von Marcus Ingvartsen entsteht im Mainzer Sturm ein Konkurrenzkampf, dessen Ausgang ungewiss ist.


FC Augsburg

Rückschau: Der FC Augsburg bleibt auch nach dem 4. Spieltag sieglos. Bei den Eisernen aus Köpenick gab es am Ende ein leistungsgerechtes 0:0. Größte Änderung bei den Fuggerstädtern war die Umstellung auf eine 5er-Kette, die einen deutlichen Zugewinn an Stabilität brachte. Gerade der in der Vergangenheit häufig gescholtene Reece Oxford zeigte ein starkes Spiel. Auch Niklas Dorsch, der als alleiniger Sechser agierte, wirkte deutlich verbessert.
Während sich Union über die gesamte Spielzeit optisch überlegen zeigte, waren die Kräfteverhältnisse bei den Torchancen annähernd ausgeglichen. Da kein Team seine Hochkaräter nutzen konnte, trennte man sich am Ende torlos.

News der Woche: Hat man im Transferfenster alles getan, um die Bundesligatauglichkeit des FC Augsburg zu erhalten? Diese Frage beschäftigt das Umfeld seit Saisonbeginn. Gerade in der Offensive zeigte sich der FCA in dieser Saison noch sehr, sehr zurückhalten, wofür auch die magere Ausbeute von gerade Mal einem Tor spricht. Und das kam nur unter tatkräftiger Hilfe der Leverkusener Mannschaft zustande. Trotz des späten Transfers von Andi Zeqiri kehrt noch keine Ruhe ein.

Vorschau: Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) empfängt der FC Augsburg die Borussia aus Mönchengladbach. Nach der mageren Ausbeute von gerade einmal zwei Punkten aus den ersten vier Spielen. Besonders die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und Leverkusen waren bei einem Torverhältnis von 1:8 kein Augenschmaus für die Anhänger. Einfach wird das aber sicher nicht, da die Fohlen mit breiter Brust und einem 3:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld in die Fuggerstadt reisen.
Beim FCA werden weiterhin Strobl, Moravek und Finnbogason fehlen.


Hertha BSC

Hertha ist nächste Woche wieder am Start!


Arminia Bielefeld

Rückschau: Wenn dir alle auf die Schulter klopfen, du aber doch mit null Punkten im Gepäck die Heimreise antrittst, dann musst du wohl gerade 1:3 in Mönchengladbach verloren haben. Mutig war der DSC bei den Fohlen aufgaloppiert. Hatte Chance um Chance. Lag in Rückstand. Glich mit dem Halbzeitpfiff aus. Und wurde in der zweiten Hälfte - trotz bester Chancen - zweimal eiskalt erwischt und musste die erste Nullrunde der Saison verdauen.

Nun kann man diese vermeidbare Niederlage aus zwei Perspektiven deuten. Die eine ist die, dass da jemand seine Chancen einfach konsequenter nutzen muss, dann verliert man sicher nicht 1:3. Die zweite ist die, dass Fehler in der Bundesliga eben knallhart bestraft werden. Dass man immer clever sein muss, voraus denken sollte. Das haben die Arminen am Sonntag leider nicht 90 Minuten lang gemacht. Dann schlägt eine an dem Tag sicher nicht bessere, aber eben cleverere Borussia zu und holt den Sieg.

News der Woche: Geht er oder geht er auf keinen Fall? Dass der 1. FC Köln an Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi interessiert sein soll, ist länger bekannt. Laut Kölner Medien soll der Deal und damit der Wechsel Arabis zu seinem früheren Herzensklub Köln auch längst so gut wie sicher sein. Von Arabis Seite war dazu lange nichts zu hören.

Vor dem Spiel in Gladbach äußerte sich Arabi dann gegenüber DAZN nun aber direkt zu den Wechselgerüchten: „Im Fußball weiß man nie, was in einem halben oder einem Jahr ist. Ich bin jetzt fast elf Jahre da. Ich bin sehr glücklich in Bielefeld“. Klingt so, als ob Arabi in Bielefeld glücklich sei. Klingt aber auch so, als ob da was passieren könnte, was im Fußball eben manchmal passiert: Menschen wechseln die Klubs. Arminia ohne Arabi ist nach elf Jahren schwer vorstellbar. Noch ist das letzte Wort bei dieser Personalien auch sicher nicht gesprochen. Dennoch scheint ein Abgang des sportlichen Machers und Kader-Bauers sicher nicht gänzlich ausgeschlossen.

Vorschau: Nach der lange Zeit ansprechenden Leistung in Gladbach dürfen die Arminen am Samstag mit breiter Brust antreten - trotz der ersten Saisonniederlage. Spielerisch hat sich der DSC seit der vergangenen Saison bereits weiterentwickelt und hat mit den Neuzugängen Wimmer, Hack und Schöpf starke neue Optionen auf dem Platz. Und was dazu kommt: Mit dem Heimpublikum am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hoffenheim haben die Arminen Rückenwind. Schon nach dem 1:1 gegen Frankfurt hatte Rechtsverteidiger Cedric Brunner betont, dass das Publikum die Mannschaft zum Punktgewinn getragen habe und die Arminen vor einer Geisterkulisse wohl nicht mehr zum Ausgleich gekommen wären. Heißt: Gegen Hoffenheim ist absolut was drin für den DSC. Es könnte also zum ersten Dreier der Saison reichen, wenn, ja wenn die Arminen ihre Chancen dieses mal konsequenter nutzen als in Mönchengladbach.


1. FC Köln

Rückschau: Bis zur 89. Minute konnte der 1. FC Köln von einem seltenen Erfolgserlebnisse träumen, denn bis weit in die Schlussphase der Partie beim SC Freiburg lagen die “Geißböcke” im Dreisamstadion vorn. Die Führung durch das Kopfballtor von Anthony Modeste (35.) konnte allerdings nicht ins Ziel gerettet werden: Die Gastgeber, nach der Gelb-Roten Karte gegen FC-Mittelfeldmann Florian Kainz in der 74. Minute in Überzahl, kamen durch ein Eigentor von Rafael Czichos noch zum letztlich gerechten Ausgleich. In der Nachspielzeit musste die Mannschaft von Steffen Baumgart sogar noch um diesen einen Zähler zittern. Den hatten sich die Kölner allerdings redlich verdient, waren sie doch in der ersten Hälfte die klar bessere Mannschaft und hätten durch Mark Uth sowie Sebastian Andersson noch höher führen können. Nach dem Seitenwechsel drängte allerdings Freiburg - das 1:1 geht daher voll in Ordnung, wie auch Steffen Baumgart fand: “Es war das Spiel, was ich mir erhofft habe – sehr offensiv und offen. Die erste Hälfte geht an uns, in der zweiten Hälfte haben wir zu viel zugelassen. Dennoch gehe ich zufrieden nach Hause.”

News der Woche: Der 1. FC Köln könnte bald wieder von stehenden Fans aus der Südkurve unterstützt werden. Im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth darf der Verein wieder Plätze auf dem dann unbestuhlten Unterrang anbieten, wie die “Geißböcke” in einer Infomail an die Dauerkarteninhaber zu Beginn der Woche ankündigte. An der Gesamtkapazität im Stadion wird das allerdings wohl nichts ändern, Träume von einem vollbesetzten Müngersdorfer Stadion werden vorerst genau das bleiben. Wie schon gegen Bochum oder am Wochenende gegen Leipzig werden lediglich 25.000 Zuschauer zugelassen sein.

Vorschau: Dass sich Fans wie Spieler darüber ärgern, nur einen Punkt aus Freiburg mitgenommen zu haben, zeigt sehr anschaulicht, wie gut es beim 1. FC Köln derzeit läuft. Auch bei der ungeliebten Reise in den Breisgau überzeugten die "Geißböcke" über weite Strecken. In Köln freut man sich seit Steffen Baumgart wieder auf Spiele mit FC-Beteiligung. Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen: Der FC hat einen ordentlichen bis guten Saisonstart hingelegt. Doch mehr als nur die nackten Ergebnissen überzeugen die Leistungen auf dem Platz. Selbst einen Anthony Modeste, eigentlich schon von allen abgeschrieben, hat Baumgart in die Spur gebracht. Es steht ein Team auf dem Platz, das weiß, was es tut. Der FC macht also wieder Bock - und ausgerechnet jetzt steht mit der deutschen Marketingabteilung eines Getränkeherstellers das wohl überflüssigste Heimspiel der Saison an. Auch der Ticketverkauf lief dementsprechend schleppend in Köln. So sehr sich alle über die wiedererstarkten "Geißböcke" freuen: Leipzig will offenbar kaum einer so wirklich sehen. Vielleicht macht einem wenigstens die Leistung der Kölner Mannschaft etwas Freude!


VfL Bochum 1848

  • von Moritz.

Rückschau: Eigentlich möchte man als VfL-Fan das Spiel gegen die Hertha schnell wieder vergessen. Es war, und da sind sich VfL- wie Hertha-Fans einig, eine unverdiente 1:3 Niederlage für Bochum.

Dabei ging eigentlich alles gut los. Der Plan Berlin nicht ins Spiel kommen zu lassen und früh Druck zu machen, ging auf und bis auf ein paar lange Bälle kam die alte Dame nicht in die Bochumer-Hälfte. Genauso wenig kam aber auch der VfL zu gefährlichen Abschlüssen. Auffallend dabei waren vor allem die schlechten Flanken, aber auch der fehlende letzte Pass, wie ihn z.B. ein Robert Zulj hätte spielen könne. Auch die Standards, von denen man sich deutlich mehr erhofft hat durch den Einsatz von Löwen, sorgten nicht für Gefahr.

Und dann kommt es wie es kommen muss in so einem Spiel und Hertha geht durch 2 Fehler der Bochumer mit 0:2 in Führung. In Halbzeit 2 zeigte sich dann ein selbes Bild. Der VfL macht Druck, aber wirklich gefährlich vor es Tor kommt man nicht. Erst durch eine geniale Einzelaktion durch Gerrit Holtmann konnte Simon Zoller den Anschlusstreffer markieren. Kurz darauf viel aber leider erneut durch einen Fehler in der Bochumer Hintermannschaft der Treffer zum 1:3 und der Zahn war, wie man es so schön sagt, gezogen. Insgesamt kam der VfL in diesem Spiel auf 18 Torschüsse, 3 Stück waren innerhalb des Sechzehners.

News der Woche: Durch das Spiel gegen Hertha wurden erneut Stimmen nach einem kreativen Mittelfeldspieler laut. Schon vor Saisonbeginn hat Einsachtvieracht in einem Artikel mögliche Alternativen für den nach Dubai abgewanderten Robert Zulj genannt.

https://einsachtvieracht.de/2021/07/06/das-einsachtvieracht-scouting-spezial-wer-ersetzt-robert-zulj/

Wenn der VfL noch häufiger so Auftritte wie zuletzt zeigt sollte Sebastian Schindzielorz eventuell nochmal einen Blick in eben jenen Bericht werfen.

Vorschau: Wie Bene schon zu Beginn des Newsletters geschrieben hat steht am kommenden Samstag um 15:30 das Duell der Meister an. So ausgeglichen dieser Titel für das Spiel klingt, so sollte jedem klar sein dass der große FC Bayern, vor allem in seiner aktuellen Form, wohl nur an einem sehr schlechten Tag für den VfL zu schlagen. Nichtsdestotrotz werden etwas mehr als 1.250 Bochumer:innen den VfL nach München begleiten. Das letzte Spiel in der Bundesliga verloren die Bochumer 2010 mit 3:1, kurz darauf folgte der Abstieg in Liga 2 und später im DFB-Pokal 3 weitere aufeinandertreffen, bei welchen sich der VfL stets als eine kleine oder größere Hürde für den Rekordmeister präsentierte, was sich viele Fans auch am Samstag wieder erhoffen. Trotz der Unterschiede bietet das Spiel dennoch ein paar Highlights. Zum einen trifft Leon Goretzka zum 1x in der Bundesliga auf seinen Jugend- und Herzensverein & zum anderen verbindet die beiden Clubs eine langjährige Fanfreundschaft.


SpVgg Greuther Fürth

  • von.

Wir suchen eine:n Kleeblatt-Autor:in!


Zu unseren Autor:innen