Bundesliga ist auch, wenn neben dem Platz mehr als auf dem Platz passiert

Schalke, Köln, Gladbach und Co. beschäftigen sich mehr mit sich selbst als mit ihren Gegnern...

FC Bayern München

Rückschau: Ein mageres 1:0 steht am Ende der Partie des FC Bayern gegen die Berliner Hertha auf dem Spielbericht. Im Endeffekt sind es wieder drei Punkte, der Abstand zum zweiten bleibt gleich und am Ende sind es eben diese Spiele, die eine Meisterschaft entscheiden. Man sollte es allerdings vermeiden, in der 88. Minute beim Stand von 1:0 noch einen Konter, wie den von Matheus Cunha, zu kassieren. Ein entschlossenerer Abschluss und man hätte sich gar nicht ausmalen wollen, wie schlecht König Rummenigges Laune dann am Flughafen gewesen wäre.

Ungewöhnlich war auch, dass Robert Lewandowski nicht nur nicht trifft, sondern sogar einen Elfmeter verschießt. Kingsley Coman war der Torschütze des Tages, wenngleich mit sehr viel Abpraller Glück. Thomas Müller lieferte den Assist und stellt somit eine beeindruckende Statistik auf

News der Woche: Die völlig überzogene Reaktion der bayerischen Obrigkeit über die Verspätung des Fluges der Mannschaft von Berlin scheint ein gezieltes Ablenkungsmanöver gewesen zu sein.

Nun galt das Gros der Kritik eher den Bossen denn dem viel umstrittenen Reiseziel. Der Weltpokal, oder wie sein verschandelter Name nun lautet, die Club WM findet nämlich mal wieder in Katar statt. Leider liebäugelt der Verein nur allzu gerne mit dem arabischen Emirat, sei es das Trainingslager oder Werbung auf Banden und Trikots.

Vor allem die aktive Fanszene kritisiert diese Umstände hart, auch jetzt hätte es mit Sicherheit das eine oder andere Spruchband in der Südkurve gegeben. Eine Stellungnahme der aktiven Fanvereinigung Club Nr. 12 erschien diesen Montag.

Vorschau: Aufgrund des oben erwähnten Weltpokals, in dem der FCB das Finale am Donnerstag den 11.02. bestreitet, wird die Bundesligapartie gegen die Arminia aus Bielefeld erst am Montag den 15.02. stattfinden.

Die Bielefelder rangieren mit einem Spiel weniger auf dem Relegationsplatz 16, könnten mit einem Punkt im Nachholspiel gegen Bremen allerdings die Abstiegsränge verlassen.

Nun wartet in München vielleicht nicht der Gegner, von dem man sich unbedingt Punkte erwartet, allerdings hofft man sicher auf müde Bayern und vielleicht einen Fluglotsen in Katar, der die Münchner Maschine noch ein wenig länger am Boden hält.

Für die Bayern sind drei Punkte natürlich Pflicht und man sollte vielleicht in Anbetracht der kommenden Champions League Wochen versuchen, bei Spielen eher den Deckel drauf zu machen.


Borussia Dortmund

Rückschau: Eine weitere Serie ist gerissen: Nun gewinnt sogar Freiburg wieder gegen den BVB. Das 2:1 im heimischen Dreisamstadion war Christian Streichs erster Streich überhaupt gegen Dortmund. Mats Hummels fand das schwarz-gelbe Spiel im Interview danach gar nicht soo schlecht. Statistisch gesehen kann man das nachvollziehen – 16:6 Torschüsse gab's für die Borussia und eigentlich keine große Torchance für den SCF.

Dafür trafen die Gastgeber einfach mit Weitschüssen, ermöglicht durch Zuspiele über die Flügel. Keins von beidem konnte die schwarz-gelbe Defensive verhindern. Bei Jonathan Schmids zweitem Treffer sah BVB-Keeper Marwin Hitz unglücklich aus, so dass auch die Torwart-Diskussion nicht verstummen wird. Offensiv musste für einen Torerfolg erst Youssoufa Moukoko als zweiter Stürmer kommen. Angesichts der Formschwäche von Julian Brandt oder Marco Reus eine interessante taktische Variante.

News der Woche: Eine Alternative zu Brandt, Reus oder dem ebenfalls gerade kriselnden Giovanni Reyna könnte im offensiven Mittelfeld bald wieder Thorgan Hazard sein. Der Belgier ist nach seiner erneuten Muskelverletzung von Dezember nun wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Vielleicht eine Option fürs Revierderby am 20. Februar?

Am Sonntag war Pokal-Auslosung – und Segler Boris Herrmann bescherte den Schwarz-Gelben ein weiteres Borussen-Duell. Am 2. oder 3. März muss der BVB erneut in den Borussia-Park. Das ist sicher kein Wunschlos, aber es sind auch nicht die Bayern. Etwas übertrieben ist es also schon, sich solche Sorgen zu machen wie man es hier und da in den sozialen Medien lesen kann. Da wirkt wohl das letzte Duell noch etwas nach.

Vorschau: Am Samstag um 15.30 Uhr ist die TSG Hoffenheim zu Gast im Westfalenstadion – rein sportlich eine meist unangenehme Begegnung. In den letzten sechs Partien gegen die TSG gelang der Borussia nur ein Sieg: der aus der Hinserie dieser Saison (0:1). Besonders unschön war dagegen das letzte Aufeinandertreffen in Dortmund, das die Schwarz-Gelben 0:4 abschenkten.

Damals ging es um nicht mehr viel. Ein ähnliches Ergebnis am Samstag würde aber wohl endgültig zu Alarmstufe Rot in Dortmund führen. Unter Sebastian Hoeneß schlägt sich die TSG allerdings mehr schlecht als recht durch die Saison. 22 Punkte aus 20 Spielen – fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16. Natürlich ragt das 4:1 gegen die Bayern am 2. Spieltag aus der dürftigen Bilanz hinaus. Am 15. Spieltag gab es dafür eine 0:4-Pleite in Gelsenkirchen. Spieler der Saison ist mit Sicherheit Stürmer Andrej Krmaric, der bei 18 Treffern, davon 13 in der Liga und fünf in den letzten vier Partien, steht.


RB Leipzig

Rückschau: Dass Schalke in einem Heimspiel gegen Leipzig nur 36 Prozent Ballbesitz hat, ist kaum noch der Rede wert (unter Tedesco gewann man damit mal 2:0 gegen RB). Eine ebenso schlechte Zweikampfquote ist dagegen schon ein deutlicher Fingerzeig für die aktuelle Verfassung des Tabellenletzten. Bereits in der 1. Halbzeit überzeugte RB mit aggressivem (Gegen)Pressing, aus dem viele Balleroberungen resultierten. Torchancen waren dagegen bis auf einen Schuss von Olmo in der 13. Minute Mangelware. Bis zur 3. Minute der Nachspielzeit, als sich Mukiele nach einer Ecke per Kopf das 1:0 erzielte. Der Treffer war das 300. Bundesligator für RB in bislang 156 Spielen.

Nach der Pause erhöhte RB weiter den Druck und kam zu einer Reihe hochkarätiger Chancen, von denen allerdings viele erneut liegengelassen wurden. Erst in der Schlussphase schossen Marcel Sabitzer (73. Min) und Willi Orban (87. Min.) das zweite und dritte Tor für RB. Am Ende standen 26 zu 3 Torschüssen in der Spielstatistik.  Zu den herausragenden Akteuren auf Leipziger Seite gehörten neben Mukiele und Sabitzer auch Dauerläufer Angelinio mit zwei Torvorlagen und Christopher Nkunku, der neben der Vorlage zum 1:0 noch weitere 8 (!) key passes spielte, die zu Torabschlüssen führten.

News der Woche: Weil Einreisen aus dem Corona-Risikogebiet England verboten sind, darf Liverpool am 16.2. nicht zum CL-Achtelfinal-Spiel nach Leipzig einreisen. Stattdessen fliegen jetzt beide Teams ins Corona-Risikogebiet Budapest, wo RB sein „Heimspiel“ austrägt. Kann man so machen, muss man aber nicht verstehen. Da wird der beliebte Kurvensong „Vorwärts Rasenball, Leipzig überall!“ endlich mal Wirklichkeit und niemand ist im Stadion, der ihn singen kann. Danke Corona.

Im Viertelfinale des DFB-Pokals geht es dagegen zu Hause am 3. März (20:45 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg. Das sage und schreibe fünfte(!) Aufeinandertreffen beider Teams im Pokal seit 2012. Damals besiegte der Viertligist RB Leipzig in der 1. Runde den haushohen Favoriten spektakulär mit 3:2 und machte erstmals sportlich auf nationaler Bühne auf sich aufmerksam. 

Aktuell sind die formstarken Wolfsburger wohl nicht nur tabellarisch das schwerste Los, dass Leipzig zugelost bekommen konnte. Erst vor drei Wochen trennten sich RB und der VfL in der Bundesliga 2:2. Ein ähnliches enges Spiel könnte es auch im Duell um den Halbfinaleinzug werden.

Vorschau: Am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffnet RB den 21. Bundesligaspieltag mit einem Auswärtsspiel in Augsburg. Kurz vor Weihnachten gewann man dort in der 2. Pokalrunde überzeugend mit 3:0 in einem Spiel, in dem der FCA viel von seiner gewohnten Zweikampfhärte und Galligkeit vermissen ließ. Seitdem holte Augsburg nur sechs Punkte aus sieben Bundesligapartien und steht aktuell nur vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Entsprechend lauter werden die Gerüchte um eine Entlassung von FCA-Trainer Heiko Herrlich. Für RB ist die Zielstellung klar: Weitere drei Punkte einfahren und so Leverkusen, Wolfsburg und Frankfurt auf Distanz halten. Interessant wird sein, in welchem Maß Nagelsmann im Hinblick auf das anstehende Liverpool-Spiel rotiert und ob die Mannschaft trotz dieses sportlichen Highlights zuvor die Spannung im Freitagabendspiel hochhalten kann.


Borussia Mönchengladbach

Rückschau: Wenn man es sich mit den Fans eines Clubs verscherzen will, dann vermittelt man den Eindruck, dass einem die Derby-Partie gegen den Erzrivalen nicht ganz so wichtig ist. Wenn man dann auch noch verliert, kocht die Fanseele. So zu beobachten nach der 1:2-Heimniederlage am Samstagabend gegen den 1. FC Köln, die Trainer Marco Rose – so scheint es – nachhaltig Sympathien bei vielen Fans gekostet hat. Das Fanprojekt tadelte “Mit dem Derby spielt man nicht”, auch von vielen allen Seiten hagelte es Kritik an der Herangehensweise des Trainerteams.

Der "Pfostenbruch"-Fan-Podcast arbeitet das Derby kritisch auf

Was auch immer er mit der großen Rotation in der Startelf dieses speziellen Spiels bezweckt hat – einen vernünftigen Plan sollte man ihm durchaus zubilligen – es funktionierte nicht. Borussia geriet schon nach 3 Minuten durch einen schwach verteidigten Kölner Konter in Rückstand, glich zwar vor der Halbzeit aus, aber nur, um den Gästen kurz nach dem Pausentee durch einen krassen Fehlpass von Stefan Lainer die erneute Führung zu schenken. Davon erholte sich der seltsam pomadige, leicht ausrechenbare und ineffektive VfL an diesem Tag nicht mehr.

Daran änderte weder die erste Elf noch die zunächst geschonten und dann eiligst eingewechselten Stars Kramer, Plea, Thuram, Hofmann und Bensebaini noch etwas. Das brachte wiederum den Trainer in die Kritik, der offensichtlich (zu) viel Personalrotation gewagt hatte - obwohl es ja die Spieler gewesen waren, die nicht das auf den Platz brachten, was man zuletzt von Gladbach an Offensivpower gewohnt war. Und auch nicht den für ein Derby typischen fighting spirit, mit dem man notfalls einen Erfolg auch erzwingen kann.

News der Woche: Damit beherrscht also wieder Marco Rose die Schlagzeilen, auch abseits des Platzes. Weiterhin gibt es keine klaren Ansagen über seine Zukunft, er wirkt bei Nachfragen über einen möglichen Wechsel zu Dortmund zunehmend genervt, schafft aber auch keine Klarheit. Dass alle im Verein und unter den Fans davon angefressen sind, ist sicher auch ein Grund, warum ihm von den Fans die Derbyniederlage mit dieser Vehemenz angelastet wird. Daraus könnte sich ein toxisches Dauerthema entwickeln, das den Zusammenhalt gefährdet. Diese Gefahr sieht wohl auch Co-Trainer Alexander Zickler so, der sich bislang als einziger Offizieller mit einer Bitte an die schmollenden Fans richtete.

Daneben werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus, wenn auch keine schönen. Weil englische Teams nicht nach Deutschland einreisen dürfen, musste Borussia auf Geheiß der Uefa einen anderen Spielort für das Champions-League-Heimspiel am 14. Februar gegen Manchester City organisieren. Erst peilte man Dänemark an, nun fiel die Entscheidung jedoch auf Budapest, wo auch Leipzig gegen Liverpool antreten wird. Die englische Mannschaft aus einem Corona-Risikogebiet spielt also in einem von Deutschland ebenfalls als Risikogebiet eingestuften Land gegen Borussia, die dann drei Tage später wieder in der Bundesliga gegen Leipzig antritt. Das ist angesichts der Pandemie-Lage nicht nur absurd. Der von der ganzen Borussia-Familie so herbeigesehnte Achtelfinalkracher wird so auch von der emotionalen Seite her immer wertloser. City hatte sich im übrigen einem Tausch des Heimrechts verweigert.

Ach ja, es gibt dann doch noch eine Abgang (auf Zeit): Verteidiger Andreas Poulsen wird bis zum Sommer an Austria Wien ausgeliehen. Dort stehen die Chancen auf Spielpraxis für ihn derzeit deutlich besser als bei Borussia.

Vorschau: Eine bewegte lange Woche wird es, bis Gladbach zu einer weiteren ungeliebten Auswärtsfahrt antritt. Beim VfL Wolfsburg gelangen den Fohlen erst drei Siege in 20 Partien, der letzte datiert aus 2003. Die Mannschaft dürfte wissen, dass von ihr Wiedergutmachung erwartet wird. Doch der Gegner ist in dieser Saison ein harter Brocken und ein ernsthafter Anwärter auf einen Champions-League-Platz.

Es ist davon auszugehen, dass Marco Rose hier wieder mit voller Kapelle antreten lässt. Ein Fragezeichen steht noch hinter Denis Zakaria, der gegen Köln mit einer Blessur am Knie ausgewechselt werden musste. Alle anderen stehen Stand jetzt zur Verfügung, darunter in Valentino Lazaro auch wieder ein Flügelspieler, der eine etwas andere Spielanlage und gute Flanken mitbringt und das Spiel der Borussen etwas variabler machen könnte.


Bayer Leverkusen

Rückschau: Viel Spektakel gab es gegen den VfB Stuttgart, was sich nicht nur im Endergebnis von 5:2 zeigte. Leverkusen begann fulminant, kam sehr gut über die Außen und Demirbay traf doppelt zur 2:0 Pausenführung. Zu diesem Zeitpunkt wäre aber auch eine höhere Führung nicht unverdient gewesen. Spätestens in der zweiten Halbzeit mit dem Treffer von Kalajdžić wurde es dann zu einer offenen, zunehmend sogar strittigen Partie: Leverkusen ging 3:1 in Führung, kurz zuvor gab es aber ein Handspiel von Fosu-Mensah im Strafraum (nicht Tapsoba wie im Tweet). Wäre dies als strafbar bewertet worden, wäre der Treffer zurückgenommen worden und es hätte Strafstoß für den VfB gegeben, die damit zum 2:2 hätten ausgleichen können. Dazu kam es allerdings nicht, was sehr verwundert. Schiedsrichter Sven Jablonski sah sich die Szene nicht an. Dies war der Knackpunkt im Spiel. Es folgten zwar noch Tore, u.a. traf auch Neuzugang Gray, wirklich spannend war es aber nicht mehr. Ein grundsätzlich offenes Spiel war es aber auch aufgrund Bayers Grundformation mit drei Mittelfeldspielern. Demirbay und Wirtz agierten dabei sehr offensiv, sodass nur Aránguiz als tiefer stehender Spieler verblieb, der seine Rolle allerdings auch offensiv interpretierte. Ein klarer Unterscheid zur letzten Saison, wo mit zwei Sechsern gespielt wurde, sowie zur bisherigen Saison, wo Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld spielte.

News der Woche: Bayer Leverkusen ehrt einige Spieler, indem sie in den Rang eines Ehrenspielführers aufgenommen werden. Dafür muss ein Spieler mindestens zehn Jahre im Klub sein, mindestens 300 Pflichtspiele absolviert haben und eine „herausragende Persönlichkeit“ haben. Bisher wurden Ulf Kirsten, Bernd Schneider, Simon Rolfes, Stefan Kießling, Rüdiger Vollborn und Carsten Ramelow dieser Ehre zuteil. Letzterer outete sich in einem Interview nun als „Corona-Skeptiker“, wenngleich mit diesem Begriff keine skeptische Haltung beschrieben wird, sondern eine grob fahrlässige und unverantwortliche. Konkret sieht er den Lockdown als wirkungslos an, relativierte die Gefährlichkeit von Covid-19, warf Experten Panikmache vor und forderte das Recht ein, selbst entscheiden zu können, ob er andere Menschen schaden möchte, indem er keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen muss. Der Verein distanzierte sich von diesen Aussagen, die entscheidende Frage bleibt allerdings, ob Leverkusen möchte, dass sie von jemanden mit einer solchen Einstellung repräsentiert werden. Ich als Fan möchte das nicht. 

Vorschau: Am Samstagnachmittag empfängt die Werkself Mainz 05. Peter Bosz kann dabei wieder auf Nadiem Amiri zurückgreifen, der nach seiner COVID-19 Infektion wieder mit der Mannschaft trainierte. Allerdings dürfte Kerem Demirbay nach seinem überzeugenden Auftritt gegen Stuttgart zuerst den Vorzug erhalten.


TSG Hoffenheim

Rückschau: Vergangen Sonntag empfing die TSG um 15:30 Uhr die Eintracht aus Frankfurt. Während die Stadien in vielen Teilen Deutschlands zugeschneit und die Plätze teilweise unbespielbar waren, so konnte dieses Spiel ungefährdet stattfinden.

Die TSG startete ordentlich in die Partie, kam jedoch nicht zu Torchancen, was sich in Minute fünfzehn nach einem katastrophalen Stellungsfehler von Gacinovic rächte, der seinem Ex-Kollegen Kostic den Weg zum 0:1 freimachte. Die Hausherren wirkten kalt erwischt vom Führungstreffer der Gäste und kamen bis zur Pause nicht mehr vor das Frankfurter Gehäuse. In der Folge wechselte Hoeneß in der Halbzeit und brachte unter anderem den schnellen Bebou, der in der 47’ Minute nach schönem Solo zum 1:1 einschob. Dieses Ergebnis hatte allerdings nicht lange Bestand, da die Gäste das Spiel wenig später durch einen Doppelschlag durch N’Dicka (62’) und Silva (64’) entschieden. Das Spiel endete letztendlich auch hochverdient mit 1:3 aus Sicht der Hoffenheimer, da man einer starken Eintracht nichts entgegenzusetzen hatte.

News der Woche:  Zwei Tage vor dem Spiel gegen die Eintracht verlängerte die TSG den Vertrag mit Toptalent Marco John vorzeitig bis 2024. Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler war aufgrund der großen Verletztungssorgen auf der linken Außenbahn in die Startelf gerutscht und macht seine Sache seither souverän. Mit der frühzeitigen Verlängerung möchten die Verantwortlichen dem gebürtigen Bad Friedrichshaller sicherlich auch ihre Wertschätzung ausdrücken.

Am Montag verkündete die TSG auf ihren Kanälen, dass das geplante Auswärtsspiel in der Europa League am 18.02. nicht wie geplant in Molde (Norwegen) stattfinden kann. Aufgrund von strengen Einreisebestimmungen musste das Spiel nun nach Vila-real verlegt werden, was angesichts der aktuellen Situation nicht gerade gutzuheißen ist. Das Rückspiel am 25.02. wird wie geplant in Sinsheim stattfinden.

Vorschau: Weitschuss, Abstauber, Solotor, No-Look-Elfmeter, Viererpack. Was nach einem Eintrag aus dem Lehrbuch eines Stürmers klingt, ist die Bilanz von Andrej Kramaric aus seinem letzten Gastspiel in Dortmund. Am 34. Spieltag der vergangenen Saison schoss sich der Kroate mit seinem Viererpack in die Geschichtsbücher und die TSG in den Europapokal. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine (0:1 aus Sicht der TSG) verpasste Kramaric aufgrund einer Coronaerkrankung, nun soll er seine Mannschaft in Dortmund erneut zum Sieg und aus der kleinen Ergebniskrise schießen. 

Bei diesem Vorhaben werden den Kraichgauern neben Kapitän Hübner auch Abwehrspieler Bicakcic, sowie Stafylidis, Akpoguma, Geiger und Sessegnon fehlen. Einer erneuten One-Man-Show des Andrej Kramaric steht jedoch nichts im Wege.


VfL Wolfsburg

Rückschau: Der VfL Wolfsburg hat weiter einen Lauf. Fast ungefährdet fuhren die Wölfe auch gegen Augsburg den nächsten Dreier ein und blieben zum fünften Mal zu Folge ohne Gegentor beim 2:0-Auswärtssieg (Tore Weghorst und Baku). Das bedeutet neuen Vereinsrekord für den VfL und zeigt, wie stabil die Mannschaft inzwischen unterwegs ist. Zählte die Defensive schon seit Saisonbeginn zu den besten der Liga, kommt der VfL auch offensiv immer auf Touren. Belohnung ist Platz 3 und weiter gute Chancen aufs internationale Geschäft, vielleicht sogar in der Champions League nächste Saison. Mit 82 Prozent Passquote hatte das Team auch in Augsburg endlich die Präzision und Sicherheit, die über weite Strecken der Saison immer auch mal fehlte. Der Konter zum 1:0 über drei Stationen vom eigenen Strafraum steht dafür sinnbildlich. 

News der Woche: Inzwischen entwickelt sich im Umfeld aufgrund der Teamleistung so ein bisschen mehr Euphorie. Die will die sportliche Leitung auch gar nicht bremsen, fordert aber von der Mannschaft, sich jetzt nicht in die Hängematte zu legen. Sowohl Trainer Oliver Glasner als auch Sportdirektor Marcel Schäfer pochen darauf, dass weiter hart gearbeitet wird auf dem Platz. Der Appell ist dabei auch notwendig: In der Vergangenheit hatte sich die Mannschaft immer mal gern in den Dienst nach Vorschrift zurückgezogen, wenn es mal anständig lief. Es folgten fast zwangsläufig Rückschläge. Dies ist bei der momentanen Einstellung von Weghorst, Schlager und Co. Aber wohl nicht zu erwarten im Moment. 

Vorschau: Nach den Pflichterfolgen gegen Schalke im Pokal und Augsburg wartet am Sonntag um 18 Uhr in der Volkswagen Arena das Duell mit dem Konkurrenten um die Champions League: Borussia Mönchengladbach. Sollte hier ein Dreier gelingen, dann würde der Traum von der Königsklasse deutlich noch mehr an Gestalt annehmen. Trainer Glasner kennt außerdem seinen Gegenpart Marco Rose aus der Zeit in Österreich aus dem FF. Schon die vorherigen Duelle zeigten, dass taktisch für den jeweils anderen Coach kaum Überraschungen möglich sind und meistens die individuelle Klasse und Tagesform entscheidet. Ein Plus für  VfL aus Wolfsburg: Zuhause ist man in dieser Saison eine Macht und noch ungeschlagen.


SC Freiburg

Rückschau: Auch in langjährigen Beziehungen gibt es immer noch Premieren zu feiern. So konnte Christian Streich mit dem SC Freiburg im 17. Spiel gegen Borussia Dortmund erstmals einen Sieg einfahren. Freiburg begann etwas überraschend mit Viererkette und zeigte eine konzentrierte Leistung, die den Dortmundern wenig Platz zum Spielen bot, ohne dass der SC aber selbst zu vielen Chancen kam. In der zweiten Halbzeit ging es dann plötzlich schnell. Der schon vorher sehr auffällige Jeong fasste sich aus 20 Metern ein Herz und schlug den Ball ins kurze Eck zur Freiburger Führung. Nur wenige Minuten später traf Schmid mit viel Effet vom Strafraumeck zum 2:0, nachdem sich Hitz völlig verschätzte und den Ball vom Pfosten ins eigene Tor lenkte. In der letzten halben Stunde begann dann doch noch ein Dortmunder Sturmlauf. Trotz einiger guten Chance traf jedoch nur Moukoko zum 2:1 Anschluss, Freiburgs Schlussmann Müller konnte anschließend den Premierensieg von Christian Streich festhalten.

News der Woche: Nils Petersen bestätigte am Wochenende, dem SC Freiburg auch noch nächstes Jahr erhalten zu bleiben. Wie üblich sind die Vertragsdetails unbekannt, der Verein hat selbst auch keine Verlängerung bekannt gegeben. Es könnte auch einfach eine automatische Verlängerung nach 20 Spielen o.ä. gegriffen haben. Für die Freiburger ist der beste Joker der Bundesligageschichte natürlich weiterhin enorm wertvoll, auch wenn ihm in der aktuellen Saison Ermedin Demirovic den Rang als Startspieler abgelaufen zu haben scheint. Petersen trifft immer noch alle 130 Minuten, hat sich längst als Rekordtorschütze des Sport-Clubs etabliert und brachte es in Freiburg zum Olympia-Vizesieger und Nationalspieler. Kaum zu glauben, was aus der einstigen Leihe von Werder Bremen in den letzten sechs Jahren geworden ist.

Vorschau: An der alten Wirkungsstätte wird Petersen hoffentlich auch nächstes Wochenende erfolgreich sein, denn der SC tritt am Samstag für das Spiel um 15:30 Uhr die weite Reise nach Bremen an. Auch dort spricht die Bilanz nicht unbedingt für den SC, da man aus den letzten neun Spielen nur einen Sieg holen konnte. Die Bremer hatten zudem eine Woche Pause, nachdem ihr Spiel gegen Bielefeld wetterbedingt ausfallen musste. Der Sport-Club sollte jedoch auf Platz 8 mit Tuchfühlung auf Europa mit breiter Brust anreisen können. Taktisch zeigte sich Christian Streich in den letzten Wochen flexibler, am wahrscheinlichsten scheint aber die Rückkehr zur gerade gegen spielerisch weniger aggressive Mannschaft sehr effektiven 3-4-3 Formation. Sollte man weiter auf Sallai verzichten müssen, könnten Höler oder Jeong die rechte Seite beackern. Vor allem Jeong dürfte sich durch seinen starken Auftritt weitere Spielzeit verdient haben.


Eintracht Frankfurt

Rückschau: Eintracht Frankfurt reitet weiterhin auf der Erfolgswelle. Auch am vergangenen Spieltag sicherten sich die Adlerträger drei Punkte gegen die TSG Hoffenheim. 

Wieder einmal zeigte die Eintracht eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Hausherren mussten sich der guten Form der SGE geschlagen geben. Auch wenn die Frankfurter zunächst eher ruhig in die Partie starteten, gelang es Kostic in der 15. Minute den Führungstreffer zu erzielen. Von Hoffenheim kam infolgedessen wenig.

Nach der Halbzeitpause fand die Eintracht nur behäbig zurück ins Spiel. Zunächst erzielte Bebou den Ausgleichstreffer und ließ das sonst stabile Frankfurter Abwehrbollwerk in dieser Szene schlecht aussehen. Der Gegentreffer schien die Gäste wachzurütteln. 15 Minuten später rissen sie das Spiel durch einen Kopfballtreffer von N’Dicka wieder an sich und gaben es auch nicht mehr aus der Hand. Zum 3:1 Endstand traf Tormaschine Silva. Beide Treffer bereitete Kostic vor - der Serbe befindet sich in bestechender Form. Zu meckern gibt es in Frankfurt derzeit wenig. 

News der Woche: Gegen Hoffenheim fiel Aymen Barkok aufgrund von Rückenproblemen kurzfristig aus. Von Vereinsseite sickerte seitdem nichts mehr über seinen Zustand durch. Es ist davon auszugehen, dass sich der Mittelfeldakteur bald zurückmeldet. 

Ansonsten ist es ruhig bei der Eintracht. Der sportliche Erfolg sorgt für Zufriedenheit bei Mannschaft und Umfeld.

Vorschau: Am Sonntagnachmittag um 15:30 Uhr empfängt die Eintracht den 1. FC Köln. Die Kölner konnten sich mit zwei Siegen gegen Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach zuletzt ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen - 4 Punkte trennen sie derzeit vom Relegationsplatz. 

Eintracht Frankfurt befindet sich in einer deutlich angenehmeren Situation. Auf Platz 4 sitzen den Frankfurtern, die bisher 36 Punkte sammelten, derzeit noch die Leverkusener mit einem Punkt Abstand im Nacken. Auf Platz 6 folgt mit 32 Punkten der BVB. 

Adi Hütter kann beim Personal - bis auf Barkok, hinter dem noch ein Fragezeichen steht und Ache, der sich im Aufbautraining befindet - aus dem Vollen schöpfen. Wie die letzten Wochen gilt es, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, ohne den Gegner zu unterschätzen - schließlich stellte Köln vergangene Woche mit Borussia Mönchengladbach eine Mannschaft vor Probleme, die ähnlich offensiv ausgerichtet ist wie die Frankfurter.


Hertha BSC

Rückschau: Ohne die beiden Neuzugänge Nemanja Radonjic und Sami Khedira ging es bei Schneefall gegen den Tabellenführer aus München. Hertha begann, wie schon im ersten Spiel unter Pál Dárdai gegen Frankfurt, sehr mutig und hatte bereits in der dritten Minute durch Dodi Lukebakio die große Chance in Führung zu gehen. Leider geht dem Belgier aktuell jede Leichtigkeit ab und so verwunderte es nicht, dass Manuel Neuer im Duell siegreich blieb.

Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in welchem das seltene Ereignis eines verschossenen Elfmeters Robert Lewandowskis zu begutachten war. Das 1:0 für die Bayern fiel dann ähnlich unglücklich, wie sich auch das Endergebnis für Hertha BSC darstellt. Zwar hatte Bayern durchaus gute Chancen und Rune Jarstein durfte erneut seine Klasse zeigen, doch speziell die zweite Halbzeit, in der Hertha die Bayern über weite Strecken in die eigene Hälfte drängte und speziell durch den eingewechselten Radonjic für ordentlich Unruhe in Bayerns Defensive sorgte, war aus Hertha-Sicht durchaus imponierend und Mut machend. Leider verpasste man es, sich für diesen sehr couragierten Auftritt zu belohnen. Matheus Cunha lief in der 89. Minute alleine auf Manuel Neuer zu, doch anstatt den für die Gesamtkonstellation so wichtigen Ausgleichstreffer zu erzielen, chippte er den Ball rechts am Kasten von Manuel Neuer dabei. Eine sehr gute Leistung, die am Ende leider unbelohnt blieb.

News der Woche: Trotz zwei siegloser Partien zum Start in Pál Dárdais zweite Amtszeit ist die Stimmungslage nicht so schlecht, wie man angesichts der sportlichen Situation vermuten würde. Das Spiel gegen Bayern war die beste Mannschaftsleistung seit langem, kein Spieler fiel wirklich ab und speziell Neuzugang Nemanja Radonjic zeigte, dass er auf Herthas Schwachstelle, dem offensiven Flügel, für Belebung sorgen kann. Bei Neuzugang Sami Khedira ist indes unklar, wann er in die Startelf rückt. Das aktuelle Überangebot im zentralen Mittelfeld macht es auf der einen Seite nicht einfacher, bietet aber auch die Möglichkeit, dass Khedira über Einsätze bis maximal 45 Minuten ran geführt wird. Bei seinem Kurzeinsatz gegen die Bayern zeigte er, was zu erwarten war. Nicht den größten Bewegungsradius, sicherlich keine Explosivität, aber eine enorme Ruhe, Ausstrahlung, ordnende Hand und im richtigen Moment auch mal das Zeichen an den Schiedsrichter, dass man nicht alles mit sich machen lässt.

Ein Hinweis Abseits des Sportlichen: Zu Saisonbeginn nutzte Hertha die blanke Brust, um auf diverse soziale und gesellschaftliche Themen, wie die Einhaltung der “AHA-Regeln” oder die “Aktion Herthakneipe” hinzuweisen und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Aktuell läuft die Versteigerung der “für Pauline”-Trikots. Pauline ist eine junge Herthanerin, die im Alter von nur vier Monaten an Blutkrebs erkrankte. Die betreffenden Erlöse der “für Pauline” Trikots gehen zugunsten der DKMS. An dieser Stelle der Hinweis und die Aufforderung an alle, die noch keine typisierten Stammzellspender sind. Macht es!

Vorschau: Nach Spielen gegen die beiden aktuell vermutlich stärksten Teams der Bundesliga, steht nun mit dem Auswärtsspiel gegen den VfB eine knifflige, aber nicht unlösbare Aufgabe an. Der VfB, der sich im Verein absolut unnötigerweise eine enorme Unruhe geschaffen hat, verfügt über einen sehr interessanten Kader und spielte über weite Strecken der Hinrunde einen erfrischenden Fußball. In den letzten Wochen stimmten die Ergebnisse zwar nicht mehr so ganz, dennoch wird auch gegen die Stuttgarter ein Auftritt vonnöten sein, der vergleichbar mit dem Spiel gegen die Bayern ist. Personell ist nicht davon auszugehen, dass Pál Dárdai große Änderungen vornimmt. Lediglich Nemanja Radonjic wäre nach seinem starken Debüt eine Option gegenüber dem unglücklich agierenden Dodi Lukebakio. Denkbar aber auch, dass die neue „Blitzkugel“ mit seiner Frische und Schnelligkeit in der letzten halben Stunde den Unterschied machen soll. Klar ist, dass angesichts der Tabellensituation eine weitere gute Leistung nicht ausreicht, sondern dringend Punkte benötigt werden. “Richtungsweisend” ist ein Attribut, mit dem Fußballspiele mitunter inflationär versehen werden. Für die Partie am Samstag ist es definitiv zutreffend.


Union Berlin

Rückschau: Um es vorwegzunehmen: Am Schiedsrichter hat es nicht gelegen, dass das Auswärtsspiel vom 1. FC Union Berlin bei Mainz 05 am Sonnabend mit 1:0 verloren ging. Obwohl Schiedsrichter Stegemann mit 6 x Gelb und 1 x Gelb/Rot – davon lediglich 2 Gelbe für die 05er – eine nicht sehr konsequente Linie fuhr und man als Unioner das Gefühl hatte, dass gleichwertige Fouls auf beiden Seiten von ihm unterschiedlich ausgelegt worden.

Der Mainzer Trainer hatte seine Mannschaft sehr gut auf Union eingestellt und begegneten den Berlinern auf eine Art, die eigentlich eine typische Spielweise von Union ist: Sehr zeitiges Attackieren, den geordneten Spielaufbau verhindern und körperbetont in die Zweikämpfe zu gehen. Es schien so, als ob die Köpenicker von der sehr laufintensiven Spielweise der Mainzer komplett überrascht worden. Höhepunkte waren in Halbzeit 1 Mangelware. Ein Foul von Nico Schlotterbeck an einem Mainzer im Strafraum war die einzige wirkliche Strafraumszene, die auch gleichzeitig zum vorentscheidenden Elfmeter führte. Erst in der 2. Halbzeit, als die Mainzer hintereinander mehrere Unioner mit heftigen Fouls bedachten und Union durch ein zweites unstrittiges Foul von Nico Schlotterbeck mit Gelb/Rot bestraft wurde, besannen sich die Berliner wieder auf ihre Tugenden und erkämpften sich in Unterzahl mehrere Gelegenheiten, die durchaus zum Ausgleich hätten führen können. Mit der Einwechslung von Pohjanpalo und Musa in der 73‘ auf Berliner Seite wurde die Schlagzahl Richtung Tor der Mainzer noch einmal erhöht. Leider blieb es der knappen Führung der 05er und Union blieb im 4. Spiel in Folge sieglos.

News der Woche: Vor 10 Jahren, am 5. Februar 2011 setzte Unions Freistoßgott Torsten Mattuschka unter dem Gesang des weit über die Berliner Grenzen hinaus bekannten Mattuschka-Liedes vor knapp 15.000 mitgereisten Unionern im Berliner Olympiastadium den Ball über die Mauer von Hertha BSC zum 1:2 Auswärtssieg und zur Stadtmeisterschaft ins Netz. Heute, 10 Jahre später, versteigert Unions Derbyheld Tusche ein absolutes Unikat, ein rotes Wende-Sakko, dessen Innenfutter aus dem aktuellen Union-Heimtrikot besteht und mit „Mattuschka“ und der Rückennummer 17 bedruckt ist, inkl. persönlicher Übergabe. Der Erlös daraus geht in voller Höhe an die Union-Stiftung „Union vereint – Schulter an Schulter“. Noch bis zum 14. Februar könnt ihr mitbieten. Dazu einfach auf das Bild klicken.

Vorschau: Wenn am 13. Februar um 18.30 Uhr in Oberschöneweide der 21. Spieltag zwischen dem 1. FC Union Berlin und Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V. angepfiffen wird, spielt dann die 2. gegen die 59. und wahrscheinlich vorerst letzte Bundesligasaison. Zwischen Union und Schalke liegen 21 Punkte oder anders ausgedrückt: Es spielt Platz 9 gegen Platz 18. Wie auch im Spiel gegen Mainz ist damit die Favoritenrolle mal wieder eindeutig auf der Seite von Union. Eine Situation, in der sich die Köpenicker ungern sehen. Allerdings sollte nach dem Spiel in Mainz auch den Unionern klar sein, dass man gerade gegen verunsicherte und vermeintlich weit abgeschlagene Gegner sich auf seine eigenen Stärken und Tugenden besinnen sollte. In den bisherigen 3 Pflichtspielbegegnungen konnte Schalke ein Spiel gewinnen und in drei Begegnungen trennte beide sich unentschieden. Im Prinzip ist alles bereit für den ersten Sieg gegen Schalke aber nur wenn die Berliner in der Lage sind, wieder mehr zu laufen als der Gegner. Union ist auch noch nach dem 4 Spiel ohne Sieg auf einem sensationellen 9. Platz. Es sind nur noch 11 Punkte bis zur Magischen 40 – dem Klassenerhalt und Jahr 3 in der Bundesliga.


Schalke 04

Rückschau: War was? Wenn ja, hab ich sicherlich nichts verpasst.

News der Woche: Schalke verpflichtet mit Daniela Ulbing eine neue Leiterin der Stabsstelle Kommunikation. Anfang Februar. Und kommuniziert dies nicht selber, sondern reagiert mal wieder nur auf einen entsprechenden Medienbericht. Wie so oft sind die meisten Probleme auf Schalke hausgemacht.

So vielleicht auch die Verletztensituation. Der Terminkalender ist dieses Jahr so dicht, wie nie zuvor, aber gleichzeitig ist der Kader so dünn, dass Schalke in der Liga noch nicht ein einziges mal fünffach gewechselt hat. Und wenn immer die selben Spieler auf dem Platz stehen, die langfristige Trainingssteuerung durch gleich drei Trainerwechsel torpediert wird und der Leiter Reha von Liverpool abgeworben wird, aber kein Ersatz geholt wird, dann deutet das eher auf mangelhafte Planung als bloßes Pech. Der im Sommer neu geholte Athletikstab steht übrigens gerade in der Kritik dafür. Ein Bauernopfer.

À propos Bauernopfer, der inzwischen fünf mal suspendierte Bentaleb bekommt nun doch überraschend eine fünfte zweite Chance. Er trainiert wieder mit der Mannschaft und könnte wohl schon am Wochenende im Kader stehen. Ein Zusammenhang mit der zeitnah verkündeten Oberschenkelverletzung Uths ist naheliegend.

Zumindest finden diese Woche die angekündigten digitalen Mitgliederfragerunden statt, das erste davon ist am heutigen Dienstag bereits gelaufen. Es lässt mich persönlich aber erschaudern, wenn ich dahingehend via social media keine Inhalte zu lesen bekomme, aber mehrfach, wer aus dem Vorstand die eigenen Antworten abgelesen hat und wer frei gesprochen. Style over Substance. Ich dachte eigentlich, wir wären schon weiter. Es bleibt nur die wage Hoffnung, dass es trotzdem auch inhaltliche Fortschritte gab.

Ach und dieses Fettnäpfchen will ich euch auch nicht vorenthalten:

Vorschau: Schalke bekommt es im Samstagabendspiel mit Union Berlin zu tun. Mit immer noch nur zehn Punkten mehr stünde man auf einem Nichtabstiegsplatz. Aber diese theoretische Möglichkeit auf einen Klassenerhalt ist momentan das einzig positive, was ich über meinen Verein zu schreiben weiß.


FSV Mainz 05

Rückschau: Am 20. Spieltag stand für Mainz 05 das Rückspiel gegen Union Berlin und der traditionelle Fastnachtsspieltag mit Sondertrikots in Fastnachtsfarben an, die auf der Rückseite Namen von Fans tragen, die dem Verein durch Spenden in der Corona-Pause der letzten Saison halfen. Allen voran Karim Onisiwo, Danny Latza und der für den verletzten Robin Quaison startende Adam Szalaí zeigten mit Einsatz, giftig geführten Zweikämpfen und unermüdlichem Anlaufen großen Kampfgeist. Die Mainzer kontrollierten über weite Teile der ersten Hälfte das Spiel, ohne sich aber gefährliche Chancen zu erarbeiten. So musste ein Elfmeter für den einzigen Treffer des Tages herhalten. Moussa Niakhaté schnappte Adam Szalaí, der 2013 den letzten Elfmeter der 05er verschossen hatte, vor der Nase weg und setzte den Schuss kompromisslos an den Innenpfosten. Damit bauten die Mainzer den eigenen Elfmeterrekord auf 30 am Stück verwandelte Elfmeter aus. In der zweiten Hälfte wurde Union dann besser, dieser Aufwärtsdrang wurde aber durch die Gelb-Rote Karte von Schlotterbeck, der zuvor schon den Elfmeter verschuldet hatte, zunichtegemacht und Mainz konnte sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern.

News der Woche:

Der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Detlev Höhne, gab in einem Interview bekannt, in der kommenden MV nicht mehr für den Aufsichtsrat zu kandidieren. Ab sofort übernimmt Volker Baas den Vorsitz im Aufsichtsrat. Mainz 05 wird derweil eine Satzungsänderung erarbeiten, über die in einer außerordentlichen MV in März/April zusammen mit einer neuen Wahlkommission abgestimmt wird. Diese wird dann über die Bewerber für Aufsichtsrat und Vereinsvorsitz entscheiden, die sich in der seit Oktober immer wieder verschobenen ordentlichen MV, die nach Ablauf der Saison stattfinden soll, zur Wahl stellen.

Vorschau: Mainz 05 spielt am Samstag zur regulären Uhrzeit gegen Bayer Leverkusen. Gegen den Tabellenfünften will man an die erfolgreichen Spiele gegen Dortmund und Leipzig, in denen man bereits Vereine aus dem oberen Tabellendrittel ärgern konnte, ansetzen. Mainz wird, wie in den vergangenen Spielen, versuchen körperlich auf dem Platz präsent zu sein und gegen einen Gegner, der wesentlich mehr Ballbesitz hat, Nadelstiche im Offensivspiel zu setzen. Die defensive Struktur der Rheinhessen hat sich in den letzten Wochen merklich verbessert und wird weiterhin die Basis für ein erfolgreiches Spiel bilden. Der Neuzugang Robert Glatzel könnte dabei zu seinem Startelfdebüt für Mainz kommen, sollte Robin Quaison eine weitere Woche ausfallen.


1. FC Köln

Rückschau: Wow, was für eine wilde Woche liegt hinter dem 1. FC Köln. Die peinliche Posse um die Einstellung des einstigen Bild-Journalisten Fritz Esser als Medienchef, das ebenso peinliche Pokalaus in Regensburg und dann noch die unsägliche Kiste um eine Beleidigung von Dominick Drexler. Und aus diesen Tagen kommt der FC wie heraus? Genau, als Derbysieger. Beim rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach sichern sich die „Geißböcke“ einen überraschenden 2:1-Auswärtserfolg und schnappen dadurch im Abstiegskampf Morgenluft. Zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen – das Team von Trainer Markus Gisdol hat sich sichtlich stabilisiert und dadurch Kontakt zum unteren Tabellenmittelfeld hergestellt. Umjubelter Derbyheld übrigens: Wolfsburgs Leihgabe Elvis Rexhbecaj, der sich mit einem Doppelpack in eine Reihe mit Marcel Risse (Derbyheld 2016) und Milivoje Novakovic (Derbyheld 2008) ballerte.

News der Woche: Der 1. FC Köln setzt gemeinsam mit weiteren Bundesligisten ein Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus: Zusammen mit Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum übernehmen die „Geißböcke“ die Arbeitsdefinition der IHRA zur Bekämpfung von Antisemitismus. Das verkündeten die Clubs im Rahmen einer digitalen Veranstaltung mit Vertretern des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes. „Die Übernahme der IHRA-Definition durch diese Traditionsvereine soll auch als Vorbild betrachtet werden, um weitere Fußballvereine insbesondere aus dem Amateurbereich beim Kampf gegen Antisemitismus zu mobilisieren. Ziel ist es, über die verschiedenen Akteure im Fußballsport und dessen gesamtgesellschaftliche Wirkung die Antisemitismusprävention gemäß IHRA zu stärken“, heißt es in der Pressemitteilung zur Verkündung. Mehr Infos dazu gibt es im Text dazu auf effzeh.com!

Vorschau: Es geht am Sonntagabend nach Frankfurt zur formstarken Eintracht, die seit neun Bundesliga-Spielen ungeschlagen ist und sich allmählich als Kandidat für die Champions League in Stellung bringt. Doch der FC ist ebenso gut in Schuss, holte zuletzt drei Siege aus vier Partien. Es wird dennoch kein Duell auf Augenhöhe: Die Hessen verfügen über hervorragende Einzelkönner wie Filip Kostic, Andre Silva oder Amin Younes, ist dazu defensiv stabil wie lange nicht mehr. Das wird, bei allem Respekt vor den Kölner Derbyhelden, eine Herkulesaufgabe für die „Geißböcke“, die allerdings auswärts bei Topmannschaften stets gut aussahen: In Dortmund und in Mönchengladbach holte das Gisdol-Team Siege, den Leipziger Litfasssäulen trotzten sie ein 0:0 ab. Das macht Mut für einen anständigen Auftritt im Waldstadion – mehr Druck gibt es für den FC tabellarisch aktuell nicht, auch wenn jeder Punkt natürlich gut tun würde.


FC Augsburg

Rückschau: Der Vfl Wolfsburg erwies sich am 20. Spieltag als erwartet hohe Hürde. Eine Hürde, die der FC Augsburg nicht überwinden konnte.
Die Hausherren setzten dieses Mal nicht auf eine Fünferkette, sondern begannen im 4-2-3-1. Die Grundausrichtung blieb aber gewohnt defensiv mit Hauptaugenmerk darauf nichts zuzulassen. Auffällig war, dass die Fuggerstädter den Gegner deutlich früher anliefen als in den letzten Spielen. Die Spieleröffnung blieb in der Hauptsache leider wieder auf den unkreativen langen Ball beschränkt, es sei denn, dass den Hausherren ein schneller Umschaltmoment gelang. Und diese Umschaltmomente brachten dann auch wenige, aber dafür hochkarätige Szenen ein: sowohl Niederlechner als auch Caligiuri brachten sich in aussichtsreiche Positionen. Erster konnte sich allerdings im finalen Zweikampf nicht behaupten, letzterem fehlte es im Abschluss an Präzision.
Am Ende war es ausgerechnet ein Konter, der die Gäste in Front brachte. Weghorst wurde fein freigespielt und besorgte mit einem Lupfer die verdiente Führung.
Auch in der zweiten Hälfte gelang es den Hausherren nicht das Spiel an sich zu reißen. Stattdessen brachte Ridle Baku den Ball drei Mal im Tor der Augsburger unter, wobei das Schiri-Team zwei Treffern – richtigerweise – die Anerkennung verweigerte. So stand am Ende ein 2:0 für überlegene Wölfe gegen einen FC Augsburg, der zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Durchschlagskraft entwickeln konnte.

News der Woche: Thema der Woche war einmal die spielerische Schwäche der Augsburger. Ohne den starken Saisonstart stünde man längst mit beiden Beinen im Abstiegskampf. Eine Situation, die man in Augsburg durchaus gewohnt ist, doch das lethargische Auftreten der Mannschaft sorgt nicht gerade für Optimismus.
So ist es kein Wunder, dass die Trainer-Diskussion inzwischen auch im Zentrum der Berichterstattung steht. Heiko Herrlich selbst kann die Kritik zwar nachvollziehen, wirkt aber ratlos. Die Luft wird auch für Stefan Reuter dünn. Jahrelang zeichnete sich der Verein durch kontinuierliche und ruhige Arbeit aus, doch die jüngsten Trainerentscheidungen des Geschäftsführer Sport überzeugten nicht wirklich. Inzwischen kursieren auch die Namen alter Bekannter: so könnten entweder Manuel Baum oder Markus Weinzierl die Nachfolge im Folge einer Herrlich-Entlassung antreten. In Anbetracht der kommenden Spiele gegen Leipzig und Leverkusen ist ein Trainerwechsel inzwischen mehr als wahrscheinlich. Einige Fans fänden es gut.

Vorschau: Der nächste Gegner im Hammerprogramm lautet RB Leipzig. Am Freitag (12.02. – 20:30 Uhr) gastieren die Fuggerstädter zum Auftakt des 21. Spieltags in der Messestadt. Hoffnung auf Punkte ist zwar grundsätzlich vorhanden, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit ist überschaubar. Dazu sind die Rollen zu klar verteilt: die Gastgeber stehen in der KO-Runde der Champions League und mischen wie immer oben mit. Auf der anderen Seite kommt ein formschwacher Abstiegskandidat, der 5 der letzten 6 Spiele verloren hat. Hinzu kommt, dass nun auch noch Linksverteidiger Iago mehrere Wochen ausfallen wird. Ersatzmann Pedersen zeigte wechselnde Leistungen, offenbarte aber immer wieder defensive Schwächen. Auf eine stabile Defensive wird es aber ankommen, sonst droht eine deutliche Niederlage.


SV Werder Bremen

Rückschau: Aufgrund von massiven Wintereinbruch wurde das Spiel abgesagt und wird vermutlich im März nachgeholt.

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News der Woche: Nach der Rückkehr von Zetterer der nun als Backup für Pavlenka im Tor fungieren soll, ist die Diskussion über diese Position entfacht. Da der bisherige Ersatztorhüter Kapino “nur” für den Rest der Saison an den SV Sandhausen ausgeliehen wurde und auch die Ausleihe des verletzten Luca Plogmann an den SV Meppen auch vorzeitig beendet wurde, ist ein spannender Kampf um die Position hinter Pavlenka entstanden. Nach Christian Gross kehrt nun auch Niclas Füllkrug nach überstandener Verletzung zurück in den Kader.

Trotz Spielabsage gab es dann am Sonntag doch noch eine positive Nachricht. Werder wird am 2./3. März im Viertelfinale bei Jahn Regensburg antreten. Sicherlich wäre ein Heimspiel schöner gewesen, aber Jahn Regensburg, die sich im Mittelfeld der 2. Liga befinden, ist eine durchaus Lösbare Aufgabe.

Vorschau: Am Samstag empfängt Werder den SC Freiburg. Damit treffen die zwei Dienstältesten Bundesligatrainer aufeinander. Wobei Christian Streich vom SCF, weitaus länger Trainer bei Freiburg ist als Florian Kohfeldt bei Werder Bremen. Bisher gab es 43 Partien, wovon 24 Spiele für Werder gewann, 10 Siege an Freiburg gingen und 9 Mal teilte man sich die Punkte. Von den Letzten 10 Bundesligapartien gingen 4 an Werder, 2 an Freiburg und 4 Mal gab es keinen Sieger. Sicherlich ist jedes Spiel anders als das vorherige, aber die Statistik belegt, dass Werder durchaus Chancen hat, den ein oder anderen Punkt in Bremen zu belassen. Es bleibt abzuwarten, ob der Ex-Bremer Nils Petersen und Freiburg Joker wegen Werder wieder zuschlägt. Aber ohne Petersen hat der SCF mit Grifo und Sallai auch noch andere torgefährliche Spieler in Ihren Reihen. Bei Werder steht nach der Rückkehr von Selke vermutlich auch wieder Füllkrug zur Verfügung. Bei Füllkrug wird es aber vermutlich eher ein Kurzeinsatz sein. Wenn es das Wetter zulässt, darf eine Partie auf Augenhöhe erwartet werden.


Arminia Bielefeld

Rückschau: Der Gegner war am Ende einfach zu mächtig, so dass sich Arminia Bielefeld als auch Werder Bremen den Schneemassen geschlagen geben musste. Am Sonntagmittag wurde die Partie von der DFL abgesagt, weil der Platz aufgrund des massiven Schneefalls in Bielefeld nicht bespielbar war. Seitdem läuft das komplizierte Spiel der Terminfindung, denn der eng getaktete Spielplan und Bremens Einsatz im Pokal Anfang März machen die Suche nach einem neuen Spieltermin nicht einfach.

News der Woche: An ein reguläres Training ist in Bielefeld aktuell nicht zu denken. Schneemassen auf dem Trainingsgeländer machen normale Einheiten so gut wie unmöglich. Auch eine im vorletzten Sommer installierte Rasenheizung kann dem Eis und Schnee nur bedingt entgegen wirken. Heißt, dass der DSC vor dem Gastspiel beim Rekordmeister am kommenden Montag (20.30 Uhr) ein wenig improvisieren muss.

Vorschau: Ausgerechnet zum FC Bayern München führt den Aufsteiger die nächste Dienstreise nach einer Woche, in der in Ostwestfalen die Schneemassen runterkamen, die man sonst eigentlich in München und Umgebung erwartet. Dass eine Vorbereitung unter diesen erschwerten Bedingungen stattfindet, wird Trainer Uwe Neuhaus alles andere als glücklich machen. Allerdings: Die Punkte beim Tabellenführer hat der DSC sicherlich nicht fix eingeplant. Die Hoffnung des DSC muss es sein wehrhafter aufzutreten, als es im Hinspiel der Fall war. Mit 1:4 verloren die Arminen am vierten Spieltag, weil die Bayern dem Liganeuling wirklich in allen Belangen überlegen waren - das Ergebnis fiel deshalb am Ende fast noch gnädig aus.


VfB Stuttgart

Rückschau: Der VfB Stuttgart verliert gegen Bayer 04 Leverkusen mit 2:5. Nach einer schwachen ersten Halbzeit lag man bereits 0:2 nach einem Doppelpack von Demirbay hinten. Zwar kam der VfB in Hälfte zwei besser ins Spiel und zum Anschlusstreffer durch Kalajdzic, Leverkusen war aber effizienter beim Abschluss. Vor dem 3:1 für Leverkusen kam es zu einer strittigen Szene als ein Schuss von Kalajdzic von Fosu-Mensah im Strafraum mit der Hand abgewehrt wurde. Der anschließende Konter führte zum 3:1 und der VAR sowie Schiedsrichter Sven Jablonski griffen nicht ein.

Besonders bitter dürfte aber die Verletzung von Nicolas Gonzalez sein, der sich in der 20. Minute ein Muskelfaserriss zuzog und 5 bis 6 Wochen ausfallen wird.

News der Woche: Der Landesdatenschutzbeauftragte von. BaWü Dr. Brink veröffentlichte sein Bericht zum Datenskandal beim VfB. So kam es nachweislich zu erheblichen Datenschutzverstöße und es wird offiziell ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Wird die Mitgliederversammlung verschoben? Nach Berichten vom Kicker und SWR wird die Mitgliederversammlung um zwei Wochen verschoben. Statt am 18.3. soll sie Ende März stattfinden.

Im DFB Pokal schieden die Schwaben nach einer knappen 1:2 Niederlage gegen Gladbach aus. Zwar gelang es Silas Wamangituka durch einen sehenswerten Solo der Führungstreffer für Matarazzos Mannschaft, Gladbach glich kurz vor Halbzeit aus und konnte in der zweiten Halbzeit nach einem Patzer von Torwart Bredlow den 1:2 Endstand erzielen.

Vorschau: Am Samstag um 15:30 Uhr kommt es zum Besuch der alten Dame Hertha BSC Berlin. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit zwei alten Bekannten namens Sami Khedira und Santi Ascacibar. Die Berliner befinden sich im Abstiegskampf und verpflichteten vor Kurzem ihren neuen Trainer Pal Dardai. Das Hinspiel in Berlin gewannen die Schwaben mit 2:0. Wie bereits erwähnt wird Gonzalez fehlen aber auch Darko Churlinov zog sich im Training einen Nasenbeinbruch zu und wird gegen Berlin nicht zur Verfügung stehen.