Von kleinen und großen Querelen

Der Rückblick auf die vergangene Woche, die Vorschau auf die nächste und ein Überblick über alles Wichtige der Bundesliga!

FC Bayern München

Die Bayern sind nächste Woche wieder am Start.


RB Leipzig

Rückschau: Die Samstagnachmittagskonferenz des 5. Spieltags dürfte mit dem 7:0-Massaker in München und der Magerkost auf den anderen drei Plätzen wenig unterhaltsam für den ominösen „neutralen Fußballfan“ gewesen sein. Ganz anders das Abendspiel von RB beim 1. FC Köln. Vier durch den VAR zu Recht aberkannten Toren folgte ein erst abgepfiffenes und dann nach VAR-Intervention durch Schiedsrichter Brych doch gegebenes Tor zur Kölner Führung. Dazu 14:19 Torschüsse, zwei Pfostentreffer, der Ausgleich durch Haidara (71.) und jede Menge Tempo, Torraumszenen und Zweikämpfe bis in die Schlussphase, in der beide Teams durch Szoboszlai (90.) und Duda (93.) noch die Chance zum 2:1-Siegtreffer hatten.

Unter RB-Fans und Journalisten fiel nach dem Unentschieden die Antwort auf die Frage nach dem Füllstand des Champagnerglases sehr unterschiedlich aus. Die einen betonten die Verbesserung im Vergleich zu den Klatschen gegen Bayern (1:4) und Manchester City (3:6), die konzentrierte Anfangsphase von RB, die Druckphase nach dem Rückstand und die Vielzahl herausgespielter Chancen. Die anderen sahen einfach nur ein vogelwildes Auf und Ab mit null Spielkontrolle und einer teilweise atemberaubend schlechten Restfeldverteidigung, das den Ansprüchen des aktuellen Vizemeisters in keiner Weise genüge. Exemplarisch dafür der verkappte Blogbeitrag in Form von 20 Tweets des Rotebrausebloggers und das Pro & Contra beim Portal RBLive.

Die Diskussionen um den schlechten Saisonstart von RB, die (fehlenden) Fähigkeiten von Trainer Marsch und die schmerzlich vermisste Kompetenz in Person eines Sportdirektors dürften in den kommenden Wochen – abhängig nach den kommenden Ergebnissen – jedenfalls nicht so schnell verstummen.

News der Woche: Am Donnerstag (21 Uhr) zeigt Sky auf dem Kanal Sky Sport Bundesliga 1 HD eine halbstündige Dokumentation über das Frauenteam von RB Leipzig. Das Team von Trainerin Katja Greulich gilt in seiner zweiten Zweitligasaison als Mitfavorit auf den Aufstieg. Nach vier Spieltagen liegen die RB-Frauen hinter Absteiger SV Meppen auf Platz zwei. Da der Verein bislang noch keinen eigenen Twitter-Account für seine Frauenelf betreibt, informiert der von Fans betriebene Kanal RB Leipzig Frauen über das Team.  

Vorschau: Für das Bundesliga-Herrenteam von RB stehen mit den drei Heimspielen gegen Hertha, Brügge und Bochum sowas wie englische Wochen der Wahrheit an, in denen RB am besten dreimal dreifach punktet, um nach dem verkorksten Saisonstart endlich in die Spur und in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Zum Start kommt am Samstag (15.30 Uhr) mit den Berlinern ein Team, dass sich nach einer unbefriedigenden Transferperiode und zwei Niederlagen zuletzt mit Siegen gegen Bochum und Fürth wieder gefangen hat, aber einige verletzungsbedingte Ausfälle zu verzeichnen hat.  

Auf Seiten von RB könnten Lukas Klostermann und Amadou Haidara trotz kleinerer muskulärer Läsuren aus dem Köln-Spiel zur Verfügung stehen. Unklar ist noch der Status von Josko Gvardiol, der am Dienstag aufgrund ebenfalls von muskulären Problemen das Training vorzeitig abbrechen musste. Spannend wird auch zu sehen sein, ob Jesse Marsch jetzt verstärkt auf erfahrene Spieler wie Poulsen und Forsberg setzen wird und ob er an seinem vielfach kritisierten Ein-Stürmer-System sowie der bislang wenig überzeugenden Viererkette festhalten wird. Unter der Woche wurde jedenfalls schon mal der Spielaufbau aus einer Dreier-Abwehrreihe heraus trainiert…


Borussia Dortmund

Rückschau: Es bleibt dabei: Zuhause läuft es gegen Union. 4:2 für den BVB – fast schon ein Standardergebnis in 2021/22. In der ersten Hälfte überzeugten die Schwarz-Gelben zeitweise mit sehenswerten Kombinationen, der FCU blieb bis auf ein frühes Abseitstor ungefährlich. Ein Traumtor von Rapha Guerreiro, erneut ein Kopfballtreffer von Haaland und dann auch noch ein Eigentor der Gäste kurz nach der Pause – was konnte da noch schiefgehen? Nun, der BVB agierte in der Folge etwas weniger „scharf“, wie es Mats Hummels nannte. Und so kam Union doch noch ran, überraschenderweise dank zweier Standards – ein berechtigter Elfer, eine schlecht verteidigte Ecke.

Was die Borussia in dieser Saison aber auszeichnet: Sie können positiv reagieren – wenn nötig, auch schnell. Ein weiter Pass, ein perfekter Lupfer von Haaland, gewagt, aber eben auch gekonnt, 4:2. Und das ohne Chancen en masse, mit einem (dank Elfer) niedrigeren Expected Goals-Wert als die Gäste. Dafür mit ein paar Spielern, die aus wenig sehr viel machen können.

News der Woche: Der schwarz-gelbe Aufreger der letzten Wochen war „Trikotgate“ - das neue Champions League- oder Cup-Leiberl von Puma, sein Entstehungsprozess und die Proteste dagegen. Kurz gesagt hatte der bayerische Sportartikelhersteller für eine Reihe von ihm ausgerüsteter Clubs ein Trikot im gleichen Design entworfen, das sich nur durch Farben und Schriftzug voneinander unterschied. Die vorab geleakte BVB-Fassung erinnerte an wenig gelungene Trainingsbekleidung. Außerdem fehlte das Vereinsemblem, wogegen das Wappentier des Herstellers prominent mittig platziert war.

Lange beschwichtigte der Verein, es sei ja nicht die endgültige Version. Die war nun aber beim Champions League-Spiel in Istanbul zu besichtigen. Die Unterschiede: marginal. Ein gelbes Emblem auf gelbem Hintergrund – kaum zu sehen im Fernsehen. Erneute Proteste folgten und richteten sich, ob zu Recht oder nicht, hauptsächlich gegen Marketing-Chef Carsten Cramer. Inzwischen hat sich Puma bei den Fans entschuldigt und für künftige Trikots die Berücksichtigung der Kritik angekündigt.

Vorschau: „Ich weiß, dass da eine gewisse Brisanz drinsteckt. Aber ich kann nichts Unangenehmes über den Verein sagen.“ - Sagt BVB-Trainer Marco Rose über den Besuch seines neuen Vereins bei seinem alten, Borussia Mönchengladbach, am Samstag um 18.30 Uhr. Was soll er auch sonst sagen? Rose ist nicht der einzige Rückkehrer: Marco Reus und Mo Dahoud spielten schon für die andere Borussia. Und nicht zuletzt auch Thorgan Hazard, der rechtzeitig zum brisanten Duell wieder fit ist. Es würde nicht verwundern, wenn er in dieser Partie eine Rolle zu spielen hätte.

Die Gladbacher und ihr neuer Trainer Adi Hütter stehen nach fünf Spieltagen mit vier Punkten auf dem Relegationsplatz. Das Auftaktprogramm war nicht einfach, doch vor allem die jüngste Niederlage in Augsburg dürfte schmerzen. Die Offensive um Lars Stindl, Breel Embolo und Alassane Plea kann sich absolut sehen lassen, verbreitet aber in dieser Spielzeit noch keinen großen Schrecken. Kollege Marcus Thuram ist noch verletzt.


VfL Wolfsburg

Rückschau: Bei der Rückkehr von Ex-Trainer Oliver Glasner musste sich der VfL Wolfsburg im Spätspiel am Sonntag mit einem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt begnügen. Die Wölfe hatten die Partie weitestgehend im Griff, ließen aber vor allem in Hälfte eins durch Mbabu, Weghorst und Lukebakio beste Chancen zur Führung liegen. Die Strafe: mit dem mehr oder weniger ersten gefährlichen Angriff erzielte Frankfurt das 1:0 zur Pause. Der VfL zeigte aber bis auf die Chancenverwertung, dass er im Moment zurecht in der Spitzengruppe der Bundesliga zuhause ist: 14:5 Torschüsse, 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe, deutlich mehr Ballbesitz - der Lohn: das Abstaubertor von Weghorst zum 1:1 nach Vorarbeit vom starken Mbabu und Neuzugang Waldschmidt. Da auch weitere hochkarätige Chancen nicht genutzt wurden, musste der VfL in dieser Saison erstmals Punkte abgeben und Bayern München aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbeiziehen lassen.

News der Woche: In Wolfsburg war die Stimmung unter der Woche ruhig und konzentriert. Im Mittelpunkt standen die angeschlagenen Spieler Waldschmidt, Lacroix und Guilavogui. Von der bisherigen Saisonleistung zeigte sich Trainer Mark van Bommel aber positiv überzeugt und zufrieden. Thema war unter anderem auch die Rotations-Politik des Trainers. Anders als noch unter seinem Vorgänger wechselt van Bommel öfter die Formation. Erster Gewinner: Sebastian Bournauw, der nach seinen Einsätzen gegen Fürth, Lille und Frankfurt nun Startelf-Kandidat ist und vielleicht sogar Jay Brooks auf die Bank verdrängt. Grund zu Feiern gab es außerdem: VfL-Legende Roy Präger feierte am Mittwoch seinen 50. Geburtstag.

Vorschau: In Sinsheim tritt der VfL am Samstag um 15.30 Uhr gegen die TSG Hoffenheim an. Die Kraichgauer sind im Moment das personifizierte Mittelmaß der Liga und entsprechend schwer auszurechnen. Spiele in Hoffenheim waren in der Vergangenheit aber häufig spektakulär mit zahlreichen Toren, deswegen werden die Wolfsburger den Gegner nicht unterschätzen. Die gute Defensive des VfL hat in dieser Saison außerdem schon gezeigt, dass hier wenig Gegentore zugelassen werden (2 bislang). Personell wird interessant sein, ob die kommende Champions League-Woche gegen Sevilla schon eine Rolle bei der Aufstellung spielen wird. Wahrscheinlich ist aber, dass nach dem guten Auftritt gegen Frankfurt Bournauw und Lukebakio in der Startelf bleiben könnten.


Eintracht Frankfurt

Rückschau: Gleiche Aufstellung, gleiches Ergebnis hieß es bei Eintracht Frankfurt in der vergangenen Woche. Gegen Fenerbahce Istanbul in der Europa League sowie beim VfL Wolfsburg in der Bundesliga kamen die Hessen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.

Auffällig war, dass in beiden Partien, trotz der englischen Woche, die gleiche Startelf auf dem Platz stand. Auch die Wechsel kamen spät. Besonders gegen Wolfsburg wirkte das Team ab Mitte der zweiten Halbzeit zunehmend müde, fing sich in der 70. Minute nach starker Druckphase der Gastgeber den Ausgleichstreffer durch Weghorst nach hervorragender Vorarbeit von Mbabu. Erst nach dem Gegentor brache Oliver Glasner frische Kräfte auf den Platz – obwohl sich der Treffer lange angekündigt hatte.

News der Woche: Linksverteidiger Christopher Lenz laboriert weiter an einer Muskelverletzung im Oberschenkel und fehlt Eintracht Frankfurt voraussichtlich auch in den kommenden Partien. Sein Vertreter Erik Durm musste am Mittwoch das Training abbrechen und wurde am Knie behandelt.

Sollte er bis zum Wochenende nicht fit werden, wird es eng auf der linken Außenverteidigerposition. Denkbar wäre im Fall der Fälle angesichts des Personalmangels eine Rückkehr zur Dreierkette. In diesem Szenario würde Filip Kostić auf der linken Seite wieder in seine alte Schienenspieler-Rolle schlüpfen, die er in den letzten Jahren unter Hütter hervorragend bekleidete.

Auch Martin Hinteregger verletzte sich am Donnerstagabend gegen Fenerbahce Istanbul. Der Österreicher erlitt einen doppelten Bänderriss an der rechten Schulter, lief aber trotzdem gegen Wolfsburg auf und wird aller Voraussicht nach auch im nächsten Spiel gegen den FC Köln auf dem Platz stehen.

Vorschau: Am kommenden Spieltag empfängt Eintracht Frankfurt den 1. FC Köln. Die Kölner rangen zuletzt RB Leipzig einen Punkt ab und begeisterten unter Steffen Baumgart bisher mit mutigem Offensivfußball.

Eintracht Frankfurt hingegen fehlt weiterhin die nötige Konsequenz im letzten Drittel. Dennoch waren zuletzt Fortschritte zu sehen und auch das Duo Kostić-Lammers scheint sich in der Offensive schnell gefunden zu haben. Sturmneuzugang Lammers netzte sowohl gegen Fenerbahce als auch gegen Wolfsburg.

Schießt er Eintracht Frankfurt gegen Köln zum ersten Saisonsieg? Es wäre dringend nötig, denn die Hessen sind mit Ausnahme des Auftaktspiels zwar noch ungeschlagen, holten aber lediglich vier Punkte aus fünf Spielen.


Bayer Leverkusen

Rückschau: In der Fairnesstabelle nach dem fünften Spieltag liegt Bayer Leverkusen auf dem letzten Platz, nach dem Spiel am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart rutschte die Werkself noch die restlichen Plätze nach unten. Die vielen Karten sind Ausdruck einer gewollten aggressiven Spielweise, die abermals zu Beginn der Partie tadellos funktionierte. Nach einem frühen Treffer von Andrich in der zweiten Minute dominierte die Werkself die gesamten ersten 30 Minuten und erzielte in diesen auch das 2:0. Leverkusen war in dieser Phase erfolgreich, weil das dominante Pressing den Stuttgarter Spielaufbau erfolgreich störte und gleichzeitig die Mannschaft von Gerardo Seoane so immer wieder zu erfolgsversprechenden Ballgewinnen kam. Aber es ist ein schmaler Grad zwischen vertretbarer und übertriebener Härte, also Unsportlichkeiten.

Der weitere Spielverlauf ab der 30. Minute spricht dafür, dass dieser Balanceakt der Mannschaft noch nicht ganz gelingt. Andrich traf Coulibaly mit gestrecktem Bein am Knie, sah zunächst Gelb, was später richtigerweise auf rot korrigiert wurde. Damit änderte sich die gesamte Dynamik des Spiels, Leverkusen verlor ihre Überlegenheit und der VfB bekam mehrere gute Möglichkeiten für den Anschlusstreffer, der durch Mangala in der 38. dann auch gelang.

Doch die Stuttgarter müssen sich vorwerfen lassen, insgesamt dann nicht doch mehr aus der Überzahl gemacht zu haben, denn mit zunehmendem Spielverlauf bekam die Werkself wieder mehr Kontrolle. Der schlussendliche 3:1 Auswärtserfolg, Wirtz konnte in der 70. Minute nach einem Ballgewinn noch treffen, geht damit in Ordnung.

News der Woche: Das DFB-Sportgericht entschied, dass Andrich für drei Spiele gesperrt wird, dazu erhielt er eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Zuvor kam schon die Diagnose, dass Leverkusen in den nächsten Wochen auf Exequiel Palacios verzichten muss, der sich beim Europa-League-Spiel gegen Ferencváros Budapest einen Riss des Außenbandes im rechten Sprunggelenk zuzog. Die voraussichtliche Ausfallzeit beträgt vier Wochen. Damit entsteht vorübergehend eine sehr unangenehme Personalsituation im zentralen Mittelfeld, schließlich ist auch Julian Baumgartlinger noch schwer verletzt.

Gute Nachrichten gibt es hingegen in der Innenverteidigung, so stand am Dienstag erstmals Edmond Tapsoba nach seinem Syndesmosebandriss wieder auf den Rasen. Ab Mitte Oktober könnte der Abwehrspieler wieder zur Verfügung stehen.

Vorschau: Am Samstagnachmittag empfängt die Werkself Mainz 05, die mit zehn Punkten ebenso viele Zähler wie Leverkusen haben. Auch beim letzten Mal trennten sich beide Mannschaften Unentschieden, obwohl Leverkusen in der 88. Minute noch mit 2:0 in Führung lag. Neben der seit dem Trainerwechsel starken Mainzer Mannschaft, wird Leverkusen vor allem die oben beschriebene angespannte Personalsituation vor eine Herausforderung stellen. Bleibt Seoane seiner Formation treu, bleiben Aránguiz und Demirbay übrig, was eine gute Kombination wäre. Bei der hohen Intensität dieser Position und der Spielweise des Trainers ist es aber fraglich und diese Frage wird sich vermutlich erst über ein paar Spiele hinweg zeigen, wie nachhaltig dieses Mittelfeld ist und wie nötig Rotationen eigentlich wären. Amiri wäre hierfür noch eine Möglichkeit, der auch schon einmal tiefer eingesetzt wurde.


Union Berlin

Rückschau: Bevor der 1. FC Union Berlin am Sonntag zum 5. Spieltag der Bundesliga bei der Borussia aus Dortmund im Westfalenstadion antreten musste, hatte Union drei Tage zuvor sein erstes internationales Gruppenspiel in der neu geschaffenen Europa Conference League nicht im Garten Eden – das wäre zu viel des Guten gewesen – aber im Stadion Eden bei Slavia Prag, einer Mannschaft mit mehr als 200 internationalen Spielen, u.a. auch in der Champions League. Begleitet wurde Union von ca. 4000 sangesfreudigen Fans, die den Auftritt ihrer Mannschaft gleich für einen Städtetrip in die Goldenen Stadt nutzen. Union versuchte alles, kämpfte und rannte und musste zudem ab der 40‘ mit einem Mann weniger auf dem Feld auskommen, da Paul Jaeckel früh die zweite Gelbe und somit in der Folge Rot gezeigt bekam. Absoluter Tiefpunkt dieser Partie war allerdings der Schiedsrichter aus Portugal, der weder eine Linie hinsichtlich einer Flut an gelben Karten erkennen ließ noch bei vielen Fouls auf der Höhe einer richtigen und ausgewogenen Entscheidung stand.

So bekam Unions Taiwo Awoniyi in der 15‘ eine Gelbe Karte für ein Foul, das er nicht begangen hatte, wie die Wiederholung am TV eindeutig zeigt – aber einen VAR gab es nicht. Am Ende verlor Union das erste Gruppenspiel mit 3:1 und hat gegen Maccabi Haifa die Gelegenheit hoffentlich zu punkten. Der Sonntag nach dem Spiel in Prag stand ganz im Zeichen der Bundesliga und die Köpenicker mussten in Dortmund um drei Leistungspunkte kämpfen. Bereits nach 30 Sekunden lag der Ball im Tor – vom BVB. Aber leider hatten sich die Eisernen zu früh gefreut, den der Linienrichter hob seine Fahne: Abseits. Wachgerüttelt vom Auftreten der Köpenicker, kam der BVB in Spiellaune und ließ den Ball schnell und direkt laufen. Union versuchte mit Leidenschaft und Laufbereitschaft gegenzuhalten, kam aber immer gefühlt einen Schritt zu spät, zudem hatte Haaland einen super Tag und am Ende kam auch noch Pech dazu, als Marvin Friedrich beim Klärungsversuch einer BVB-Chance den Ball ins eigene Tor bugsierte.

Mit 2 Toren von Kruse und Voglsammer hätten die Berliner in Dortmund eigentlich sehr zufrieden sein können – wenn nicht der BVB 4 Tore auf seiner Habenseite verbuchen konnte. Union bleibt auf dem 8. Tabellenplatz und empfängt am 6. Spieltag die Arminia aus Bielefeld im Stadion An der Alten Försterei. Ausführliche Spielzusammenfassungen findet ihr im Tagesspiegel zum Spiel gegen Slavia Prag und gegen Dortmund sowie im Berliner Kurier.

News der Woche: Der Berliner Senat hat nun auch endlich für Sportveranstaltungen die Möglichkeit der optionalen 2G-Regelung geschaffen. Somit haben Sportvereine die Möglichkeit, ihre Sportstätten mit bis zu 25.000 Menschen nach der 2G-Regel auch ohne Abstand und Maske wieder auszulasten. Da die Alte Försterei ein Fassungsvermögen von 22.012 Plätzen hat, könnte Union die Alte Försterei wieder bis auf den letzten Platz zu füllen, das dachten zumindest die meisten Unioner. Doch weit verfehlt. Im Vorfeld des nächsten BuLi-Spiels der Köpenicker gegen die Arminia hat und Union nun zumindest für das Spiel gegen Bielefeld klargestellt, bei 3G zu bleiben. Begründet hat Union das mit der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für 2G, die festlegt, dass in diesen Betriebs- und Veranstaltungsräumen sich nur Menschen aufhalten dürfen, die der 2G-Regel entsprechen. Mit anderen Worten die 2G-Regel gilt auch für das eingesetzte Personal alle Dienstleister, Behörden, Verbände und des Gastvereins am Spieltag. Union sieht sich nicht in der Lage, die 2G-Regel, die bisher nur Ausnahmen für unter 12-jährige vorsieht, unter diesen Umständen durchzusetzen. Die komplette Meldung zum Vorgehen von Union könnt ihr hier mit allen Details genau nachlesen.

Vorschau: Am 25. September begrüßt der 1. FC Union Berlin im Stadion An er Alten Försterei den Deutschen Sportclub Arminia Bielefeld e. V. Wenn man die Ergebnisse der beiden Spiele gegen die Bielefelder in der vergangenen Saison zugrunde liegt, dürfte eigentlich nichts gegen eine eindeutige Favoritenrolle von Union in diesem Spiel sprechen. Bisher trafen beide Mannschaften 20 Mal gegeneinander an, 18 davon in der 2. Liga. Von den 20 Spielen konnten die Köpenicker 7 für sich entscheiden und 3 gewann die Arminia. Zudem wechselte im Sommer Bielefelds Stürmer Andreas Voglsammer von der Alm an die Alte Försterei, der kurz zuvor ein Angebot der Arminia abgelehnt hatte. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in der Alten Försterei war eine klare Sache für Union. Mit 5:0 schickten die Köpenicker die Bielefelder wieder auf die Heimreise. Mit Sicherheit wünschen sich viele Unioner wieder ein ähnliches Torefestival. Dennoch sollten die Unioner gewarnt sein. Im letzten Punktspiel der Arminia gegen Hoppenheim am 5. Spieltag, trotzten sie der TSG ein Unentschieden ab. Ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel steht also vor der Haustür.


Borussia Mönchengladbach

Rückschau: Augsburg. Der FCA ist wahrlich nicht der Lieblingsgegner der Borussen vom Niederrhein. Auswärts konnte man da bisher nur sehr wenige Punkte holen - und das sollte sich auch an diesem Spieltag nicht ändern. Auch wenn die Fohlenelf diesmal durchaus gute spielerische Ansätze zeigte, reichte es am Ende nicht und man verlor fast unglücklich 1:0. In weiten Teilen war Gladbach das bessere Team, konnte aber im letzten Drittel keine Lösung gegen die intensiv verteidigenden Augsburger finden.

News der Woche: Es wird die letzten Tage viel darüber geredet, ob Gladbach nun einen Fehlstart hingelegt hat. Zeigte man gegen die Bayern noch eine vielversprechende Leistung, konnte man dies bisher nicht bestätigen. Bayern, Leverkusen, Union und “Angstgegner” Augsburg sind natürlich auch nicht die einfachsten Gegner. Eine Vorbereitung war auch nie richtig möglich, da immer wieder Verletzungen auftreten.

Was schon vielen Trainern vor Hütter Kopfzerbrechen bereitete: Ständig muss die Abwehr neu sortiert werden - eben aufgrund der Verletzungsausfälle. Es gibt allerdings immer wieder Spielszenen, die Hoffnung aufkeimen lassen. Und nach und nach kehren nun auch die verletzten Spieler wieder zurück. Unter anderem Koné, der erstmals im Kader stand. Weitere News? Bensebaini ist wieder im Mannschaftstraining. Koné wird sicherlich wieder im Kader stehen und ggf. erste Bundesligaminuten sammeln.

Der 19 jährige Luiz Skraback ist von Borussia mit einem bis 2024 laufenden Profivertrag ausgestattet worden.

Vorschau: Und als wäre der Saisonstart nicht eh schon schwierig und schleppend genug, steht mit dem BVB der nächste starke Gegner vor der Tür. Am Samstagabend um 18:30 Uhr trifft die Borussia vom Niederrhein auf die andere Borussia - und den Ex-Trainer Rose. Fraglich ist, ob Bensebaini wieder fit sein wird und Scally damit auf die andere Seite rückt. Scally ist durchaus in der Lage, dem ein oder anderen Dortmunder Spieler den Abend etwas unangenehm zu gestalten. Ginter und Elvedi, eigentlich die personifizierte Zuverlässigkeit, gerieten zuletzt immer wieder ins Straucheln. Hier ist zu hoffen, dass die beiden am Samstagabend wieder zu alter Stärke zurückfinden. Und vorne? Herrmann zeigte gegen Augsburg einige gute Aktionen - persönlich hoffe ich, dass er wieder starten darf. Defensiv hat der BVB ja doch immer mal wieder Probleme gezeigt, weshalb man durchaus mutig anlaufen sollte - wie man es auch gegen die Bayern tat.


VfB Stuttgart

Rückschau: Der VfB Stuttgart verliert zuhause gegen Leverkusen mit 1:3. Wie zuletzt gegen Freiburg begann das Spiel für die Schwaben sehr unglücklich. Man lag bereits nach 2 Minuten durch ein Tor von Robert Andrich mit 0:1 zurück und auch wie gegen Freiburg folgte wenig später das 0:2 durch Florian Wirtz in der 19. Minute. Zwar gelang dem VfB durch Orel Mangala, der seinen Startelf-Comeback feierte, der Anschlusstreffer, doch war der Sieg für die Werkself nie in Gefahr. Auch der Umstand, dass man dank Robert Andrichs Platzverweis in der 30. Minute ein Mann mehr auf dem Platz war, brachte nicht den entscheidenen Vorteil.

News der Woche: Paukenschlag in der Mercedesstraße! Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger wird seinen Vertrag nicht verlängern und wird den VfB Stuttgart im Oktober 2022 verlassen. Für ihn sei seine Aufgabe beim VfB erfüllt und der Verein ist für die Zukunft bestens gewappnet außerdem möchte der 39 - jährige eine neue Herausforderung bestreiten. Er betonte ebenfalls, dass er VfB - Aufsichtsrat bei der Suche nach seinem/seiner Nachfolger*in unterstützen und sein Aufgabe als Vorstandsvorsitzender bis zum letzten Tag mit Herzblut erledigen werde.

Vorschau: Am Sonntag um 15:30 Uhr gehts für den VfB Tief in den Westen. Im Ruhrstadion treffen sie auf VfL Bochum. Die Aufsteiger hatten ebenfalls einen schwachen Saisonstart und stehen mit 1 Sieg und 4 Niederlagen auf Platz 17 auf der Tabelle. Auch für die Bochumer gilt es Wiedergutmachung zu leisten, nachdem sie in München mit 7:0 abgeschossen wurden. So könnte der verletzungsgeplagte Gast aus dem Schwabenland zur richtigen Zeit kommen. Wobei Pellegrino Matarazzo wieder auf Waldemar Anton (zuletzt gesperrt) zurückgreifen kann. Außerdem trainiert Neuzugang Chris Führich wieder mit der Mannschaft und könnte vielleicht am Wochenende seine ersten Minuten im Brustring bekommen.


SC Freiburg

Rückschau: Am vergangenen Samstag reiste der SC Freiburg zum FSV Mainz 05, wo man in der Liga mit nur einem Sieg aus den letzten 11 Auswärtsspielen und einigen bösen Niederlagen eher schlechte Erinnerungen vorzuweisen hat. Dementsprechend vorsichtig ging der SC das Spiel bei den formstarken Mainzern an und überraschte mit einem 3-4-1-2 ohne Grifo auf dem Feld. Dabei gelang den Freiburgern der deutlich bessere Start: Über Flanken und Standards von Günter hätten Sallai, Schlotterbeck und der zum ersten Mal von Beginn an spielende Kevin Schade für eine frühe Führung sorgen können. Anschließend presste Mainz jedoch deutlich effektiver und konnte sich in einem zähen Spiel mehr Chancen erarbeiten.

Nach der Halbzeit wurde das Spiel noch unansehnlicher. Kontrollierter Aufbau war Mangelware, Mainz hatte über lange Bälle und schnelles Umschalten die deutlich besseren Chancen. Nur der erneut hervorragende Mark Flekken verhinderte hier sehenswert den Rückstand.

In der Schlussminute hätte der eingewechselte Grifo das Spiel noch mit einem Schlenzer aufs lange Eck entscheiden können, dies wäre aber auch nicht verdient gewesen. So endete ein zähes Spiel mit wenig Torchancen, aber einem starken Torhüter nicht unverdient mit 0:0.

News der Woche: Der gerade so gelobte Mark Flekken hatte besonders gute Tage hinter sich. Erst vor zwei Wochen machte der niederländische Bondscoach Louis van Gaal damit Schlagzeilen, dass er in einer Pressekonferenz von einem „sehr guten Keeper“ sprach, der in Deutschland bei Freiburg spiele und von dem er vorher noch nie gehört hatte. Sobald die mittlerweile beachtlichen Highlight-Videos von Flekken dort ausgiebig begutachtet wurden, bekam dieser auch sofort seine Belohnung: beim nächsten Länderspieltrip ist Flekken für den vorläufigen Kader nominiert.

Mit der Parade gegen Mainz dürfte er Louis van Gaal einen weiteren Pluspunkt auf dem Bewerbungsschreiben hinterlassen haben.

Vorschau: Am Sonntag, den 26.09. empfängt der SC Freiburg um 17:30 Uhr im nun wirklich letzten Bundesliga-Heimspiel im Dreisamstadion den FC Augsburg. Ein wirklich würdiger Abschied wird im natürlich weiterhin nicht vollbesetzten Stadion kaum möglich sein, ein Sieg vor dem Umzug würde aber sicher manche schmerzende Fanseele trösten.
Dafür muss beim SC allerdings das Offensivspiel wieder besser funktionieren – auch wenn man mit Augsburg momentan den torärmsten Angriff der Liga erwarten darf. Gerade dieser Umstand erlaubt es aber dem Trainerteam hoffentlich, eine möglichst spielstarke Aufstellung zu wählen. Im Mittelfeld sollte Nicolas Höfler wieder einsatzbereit sein, auf den Flügeln oder neben Lucas Höler hat man mit Grifo, Jeong, Sallai und nun auch Schade eine Vielzahl von Möglichkeiten. An Hölers Stammplatz dürfte sich hingegen nichts ändern, denn der letzte Saison noch so starke Demirovic scheint nach wie vor seiner Form hinterher zu laufen. Vielleicht gelingt gegen Augsburg ja aber auch endlich der sprichwörtliche Dosenöffner.


TSG Hoffenheim

Rückschau: Harmlos, harmloser, Hoffenheim. Nein, das ist nicht etwa die Schlagzeile eines semi-seriösen Sportblattes, sondern die bittere Erkenntnis aus den letzten beiden Spielen der TSG. Gegen Mainz und Bielefeld brachte man von 25 Schüssen ganze drei auf den gegnerischen Kasten - ein armseliger Wert. Einzig Oliver Baumann ist es wohl zu verdanken, dass man trotz des starken Bielefelder Beginns beim Hoffenheimer Gastspiel auf der Alm vergangenen Samstag noch einen Punkt mit nach Hause nahm. Die defensive Abstimmung war in teilen gruselig, durchs Zentrum wurde es so gut wie kaum gefährlich und auch die 27 Flanken blieben, wie so oft, in weiten Teilen ungefährlich. Nach zwei enttäuschenden Resultaten in Folge muss der Mannschaft von Coach Sebastian Hoeneß nun endlich wieder ein Sieg gelingen - auch wenn der nächste Gegner VfL Wolfsburg heißt.

News der Woche: “Die TSG war und ist für mich der perfekte Verein mit dem richtigen Umfeld. Hier finde ich die besten Möglichkeiten für meine weitere Entwicklung”, sagte TSG-Eigengewächs Dennis Geiger unter der Woche zu seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2023. Der gebürtige Mosbacher, der inzwischen seit mehr als acht Jahren das Trikot der TSG trägt, war zuletzt immer wieder mit einem ablösefreien Abgang nach der Saison in Verbindung gebracht worden. Diesen Spekulationen setzte der 23-jährige Mittelfeldspieler nun zumindest vorerst ein Ende.

Vorschau: Am Samstag empfängt die TSG um 15:30 Uhr den VfL Wolfsburg in der heimischen PreZero-Arena. Gegen das Team von Trainer Mark van Bommel muss im Vergleich zu den letzten beiden Spielen eine deutliche Leistungssteigerung erfolgen, ansonsten droht man bereits nach dem sechsten Spieltag den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu verlieren. Die gegen Bielefeld fehlenden Sebastian Rudy (Rücken) und Munas Dabbur (Krankheit) dürften wieder in den Kader zurückkehren und bieten Sebastian Hoeneß damit weitere hochwertige Alternativen für die Startelf. Im dritten Heimspiel der Saison muss so langsam ein Sieg her, um die Stimmung im Hoffenheimer Umfeld nicht erneut kippen zu lassen. Sebastian Hoeneß sollte sich dessen sehr gut bewusst sein.


FSV Mainz 05

Rückschau: Am vergangenen Samstag traten die Mainzer zu Hause gegen den SC Freiburg an. Die Startelf entsprach bis auf Adam Szalai, der für Onisowo spielte, dem Spiel gegen Greuther Fürth. In der ersten Halbzeit war das Spiel von vielen Fouls geprägt und wohl kaum das erhoffte “Spitzenspiel” des Spieltags. Weder Freiburg noch Mainz setzten in den ersten 45. Minuten Akzente. Bo Svensson reagierte in der Halbzeit und brachte Karim Onisiwo für Adam Szalai, was das Spiel der Mainzer sichtlich belebte. Burkardt lag in der 59. Minute das 1:0 für die Gastgeber auf dem Fuß, konnte sich aber gegen Mark Flekken, der überragend hielt, nicht durchsetzen. Nur eine Minute später wurde der Stürmer für Ingvartsen ausgewechselt. Auch Freiburg fand in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel und hatten mit Grifo in der 94. Minute ebenfalls das Siegtor auf dem Fuß, das von Robin Zentner pariert wurde. Mit vier weißen Westen ist Robin Zentner damit aktuell Bundesligaspitze.

News der Woche:

Im Spiel gegen Freiburg erlitt Adam Szalai eine Verletzung am Knie und wird den 05ern nach seiner erfolgreichen OP am Dienstag voraussichtlich mindestens sechs Wochen fehlen. Durch den Ausfall von Moussa Niakaté fehlen den Rheinhessen damit zwei Führungsspieler im Team. Interessant ist dabei nicht, wer die Spieler sportlich ersetzen wird, sondern wer im Team in die Führungsrolle hineinwächst. In der PK vor dem Spiel gegen Freiburg sah Bo Svensson noch Stefan Bell als Kapitän auf dem Platz. Dieser habe jedoch die Binde abgelehnt und darum gebeten sie einem Spieler zu geben, der den Push des Kapitänsamts gerade vertragen könne: Robin Zentner. Auch Burkardts Reaktion nach seiner Auswechslung am Samstag zeigt deutlich, dass er sich selbst in die Pflicht nimmt, um mit seiner Leistung aktiv am Erfolg der Mannschaft teil zu haben.

Vorschau: Am Samstag treffen die 05er auswärts um 15:30 Uhr auf Bayer Leverkusen. Die Spielanlage der Leverkusener liegt den Rheinhessen mehr, doch treffen die Mainzer auf eine starke Offensive, der Mainz nur mit einer starken Defensivleistung entgegenwirken muss. Außerdem kehren mit Dominik Kohr und Anderson Lucoqui zwei ehemalige Leverkusener zu ihrem Ausbildungsverein zurück. Damit wären zwei, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen wollen, wohl gefunden.


FC Augsburg

Rückschau: Nach zwei deutlichen Heimniederlagen, konnte der FC Augsburg im dritten Anlauf endlich den ersten Dreier der Saison einfahren. Gegen feldüberlegene, aber meist unkreative, Fohlen aus Mönchengladbach konnten die Fuggerstädter einen knappen 1:0 Sieg erringen.
Dabei nahm alles zunächst den erwarteten Verlauf. Der FCA überließ Gladbach Ball und Feld und zog sich zunächst einmal tief zurück. Weinzierls Fokus auf die Defensive – erneut mit 5er-Kette – konnte in Anbetracht von 8 Gegentoren aus den ersten beiden Heimauftritten kaum überraschen. So entwickelte sich zunächst ein Spiel ohne größere Höhepunkte. Auf Seiten der Gäste kamen Zakaria und Herrmann zu Abschlüssen, bei den Augsburgern verpasste Oxford kann, ehe Caligiuri einen Freistoß an den Pfosten setzte.
Das Bild änderte sich auch in der zweiten Hälfte kaum. Plea brachte den Ball zwar im Tor unter, stand aber hauchdünn im Abseits. Gegen den bissigen FCA taten sich die Fohlen aber weiter schwer. Der große Unterschied zur letzten Saison zeigte sich dann an den Wechseln von Markus Weinzierl. Der tauschte nämlich deutlich mutiger als sein Vorgänger und brachte nach einer guten Stunde Cordova und Niederlechner. Letzterer besorgte nach 80 Minuten die umjubelte Führung. Elvedi hatte nach einem langen Ball auf Vargas gepatzt. Dieser legte überlegt quer und Niederlechner vollendete trocken ins rechte Eck.

News der Woche: Was ist eigentlich mit Reece Oxford passiert? Der junge Engländer spielt bislang eine starke Saison, gekrönt von einem glänzenden Auftritt gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Dabei war Oxford, der auf eine durchwachsene Zeit in Augsburg zurück blickt, schon als Fehleinkauf abgestempelt.

Vorschau: Am Sonntag gastiert der FC Augsburg beim Sportclub Freiburg (17:30 Uhr). Gastspiele im Breisgau liegen dem FCA eher nicht. Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2011 konnte man lediglich ein einziges Spiel in Freiburg gewinnen. (22. April 2014 – Endstand 2:4)
Neben den Langzeitverletzten Strobl, Moravek und Finnbogason, muss Markus Weinzierl auch auf Michael Gregoritsch und Iago verzichten. Letzterer zog sich im Spiel gegen Mönchengladbach eine Schulterverletzung zu und wird länger fehlen. Für ihn wird voraussichtlich Pedersen in die Startelf rücken.


Hertha BSC

Die Hertha ist nächste Woche wieder am Start!


Arminia Bielefeld

Rückschau: Auch im dritten Heimspiel der Saison gegen die TSG aus Hoffenheim blieb Arminia ungeschlagen, zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor – aber auch zum zweiten Mal zu Hause ohne eigenes Tor. Dabei waren vor allem in der ersten Halbzeit einige gefährliche Torraumszenen vorhanden, um das zu ändern: Fabian Klos, Robin Hack, Patrick Wimmer – alle drei versuchten, dem ausverkauften Stadion einen Torerfolg zu schenken. Auch Hoffenheim versuchte sich an Toren, musste sich aber unter anderem einem starken Amos Pieper (6 Clearances) und einem, wie gewohnt, stabilen Stefan Ortega (4 Paraden, 100% Fanquote) geschlagen geben. Positiv im Gegensatz zur Niederlage in Gladabch, war unter anderem eine wachere Abwehr bei Kontern, als auch eine Passquote von über 80%, die  überdurchschnittlich hoch für diese Saison ausfiel. Im Endeffekt können die Bielefelder wohl mehr aus diesem Spiel mitnehmen als die Kraichgauer.

News der Woche: Arminia Bielefeld darf im Heimspiel gegen Leverkusen die Auslastung erhöhen: Am 3. Oktober sind 16.250 Zuschauer:innen (statt bisher 13.750) auf der „Alm“ erlaubt, dabei ist eine 50%ige Ausfüllung des Stehplatzbereichs geplant.

Außerdem informierte Arminia vor dem Spiel gegen Hoffenheim über die „Sichere Burg“, eine Anlaufstelle für Betroffene von Belästigung, Gewalt oder Diskriminierung. Dabei soll nicht nur eine einmalige Intervention gewährleistet werden, sondern auch langfristig auf Prävention hingearbeitet werden.

Vorschau: Am Samstag geht es für den DSC zum Auswärtsspiel gegen Union Berlin an die Alte Försterei (Anpfiff 15:30). Dabei werden die Bielefelder in Begleitung ihrer Fans nicht nur versuchen, (endlich) den ersten Sieg der Saison einzufahren, sondern auch keine Wiederholung des letztjährigen Gastspiels zu erleben (Endstand 5:0). Historisch gesehen, konnte Bielefeld bisher noch nie in Köpenick gewinnen, dennoch sind die Vereine im Gegensatz zur letzten Saison sicherlich eher auf Augenhöhe. Beide Mannschaften haben einen Großteil ihrer Punkte bisher durch Unentschieden gesammelt (Union 3, Bielefeld 4), wobei Union bereits den ersten Dreier der Saison sammeln durfte – ausgerechnet gegen Borussia Mönchengladbach, also gegen die Mannschaft, gegen die Bielefeld saisonübergreifend zuletzt zweimal verlor.

Ein Wiedersehen wird es zwischen Andreas Voglsammer und seinen alten Teamkollegen geben, der im letzten Spiel ja seinen ersten Bundesligatreffer im neuen Trikot feiern durfte. Ob er gegen Bielefeld in der Startelf stehen wird, ist zu bezweifeln, dafür ist die Konkurrenz mit Kruse und Awoniyi doch zu stark – und Voglsammers bisherige Einsatzzeiten mit durchschnittlich unter 20 Minuten zu gering.

Frank Kramer könnte in der Theorie auf die gleiche Elf wie zuletzt gegen Hoffenheim zurückgreifen, vorausgesetzt er will offensiv nicht wechseln.


FC Köln

Der effzeh ist nächste Woche wieder dabei!


VfL Bochum 1848

  • von Moritz.

Rückschau: Es gibt Sachen, über die möchte man danach eigentlich gar nicht mehr reden/schreiben. Doof nur, wenn man dann gleich 2x noch damit konfrontiert wird. Der VfL Bochum kassierte in München die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte und wurde mit 7:0 wieder zurück ins Ruhrgebiet geschickt. Viel Positives gibt es nach so einem Spiel nicht zu sagen. Zwar kam man in den ersten 15 Minuten gut ins Spiel und es sah kurz so aus, als könnte man mit etwas Glück die großen Bayern ärgern, jedoch änderte sich dies ab dem Freistoß von Sane und es folgte Fehler nach Fehler in der Bochumer Mannschaft. Diese jetzt alle aufzuzählen, sprengt den Rahmen.

Immerhin der Ruhgebietstradition in München unterzugehen, blieb man treu.

Das einzig positive an diesem Spiel waren wohl die Fans. Am Ende waren es knapp 1.500 Bochumer:innen welche den VfL nach Bayern begleitet haben und diese machten sich auch in der Arena bemerkbar.

Nach Abpfiff blieb ihnen dann aber auch nichts anderes als Galgenhumor. Wo wir dann auch wieder bei der Ruhrgebietstradition wären.

News der Woche: 3 Spiele in Folge hat der VfL nun verloren. 4 Spiele insgesamt in dieser Saison. Für Thomas Reis ein Zeichen etwas am Training der Mannschaft zu ändern. So werden die VfL-Profis in den nächsten Tagen häufig 2x täglich trainieren, was Reis aber nicht als Strafe sieht. Vielmehr möchte er den Spielern die Möglichkeit geben sich individuell zu verbessern.

Eine kurzen Schockmoment gab es dann auch für alle VfL-Fans, als Manuel Riemann das Training abbrechen musste. Mittlerweile gab es aber glücklicherweise Entwarnung und der beste Bochumer in dieser Saison wird wohl gegen Stuttgart erneut zwischen den Pfosten stehen.

Vorschau: Am kommenden Sonntag um 15:30 empfängt der VfL im heimischen Ruhrstadion den VfB Stuttgart. Die Stuttgarter suchen, so scheint es, noch die Form der letzten Saison. Zwar konnte man mit einem fulminanten 5:1 gegen Aufsteiger Fürth in die Saison starten, wartet aber seitdem auf den nächsten Saisonsieg. Der VfL wiederum wird versuchen wollen eine Reaktion auf das 7:0 in München zu zeigen. Verzichten muss Thomas Reis dabei auf die langzeitverletzten Gamboa, Grave, Leitsch und den kürzlich dazu gekommenen Simon Zoller (Kreuzbandriss). Außerdem ist es wahrscheinlich, dass der VfL gegen Stuttgart mit einer anderen Startelf auflaufen wird.


SpVgg Greuther Fürth

  • von.

Ab nächster Woche gibt’s hier Kleeblatt-Content!


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