Von Trainer- und Spielerkarussellen

Für diejenigen, die den Newsletter am Freitag nicht bekommen haben:

FC Bayern München

Rückschau: Das einzig Gute am Spiel des FC Bayern gegen Mainz war, dass sich Alexander Hack dazu entschied, Lewandowski vielleicht doch noch die Chance auf eine 40 Tore Saison zu ermöglichen. Ergebnistechnisch machte das 2:1 aus Mainzer Sicht allerdings keinen Unterschied. Auch muss man gestehen, dass zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer Niederlage für sie drohte, gerade einmal drei Bälle musste Robin Zentner in der Partie halten.  

Hatten die Bayern noch im Hinspiel ein 2:0 zur Pause in ein 2:5 gedreht war dieses Mal nicht einmal der Versuch eines Aufbäumens in Sicht. Man spielte solange quer bis sich Jerome Boateng jedes Mal gezwungen sah den Ball nach vorne zu prügeln. Spielkultur Fehlanzeige, Flügelspiel ebenso. Nicht mal die sonst immer zuverlässigen Neuer und Goretzka hatten einen guten Tag erwischt. Soll es auch geben. Nun heißt es Fokus auf Gladbach und zuhause die Meisterschaft einfahren.

News der Woche: Wie mittlerweile jeder mitbekommen hat, wird der FC Bayern nächstes Jahr von Julian Nagelsmann trainiert werden. Mindestens 15 Millionen Euro wechseln dafür im Gegenzug nach Leipzig. Angenehm ist vor allem die schnelle Einigung zwischen Clubs und Trainer anzumerken. Er ist im Gegensatz zu Flick damals die 1A Lösung und soll die Zukunft des FCB bestimmen.

Die restliche Profifußballabteilung des FC Bayern könnte ambivalenter nicht sein. Während die Damen im Champions League Halbfinale den FC Chelsea mit 2:1 schlagen konnten sind die Amateure nur noch einen Schritt von der Regionalliga entfernt, traurigerweise nicht mal unverdient.

Vorschau: Da der FC Bayern (Männermannschaft) es weder ins Champions League noch ins DFB-Pokal Halbfinale geschafft hat haben die Spieler, gefühlt das erste mal diese Saison, kein Spiel in den kommenden zwei Wochen.

Die Damen spielen jedoch am Sonntag dem 02.05. um 13:30 das Rückspiel im CL Halbfinale und werden dort hoffentlich nicht auf das trügerische 2:1 bauen, sondern es den Männern letztes Jahr nachmachen.

Die Amateure müssen am 05.05. gegen den MSV Duisburg nochmal alles, aber auch wirklich alles reinwerfen, um zu gewinnen und die Chance auf den Nichtabstieg wahren. Eine Niederlage wäre vermutlich, wenn auch nicht rechnerisch, der Knockout.


Borussia Dortmund

Rückschau: Hat der BVB noch rechtzeitig zum Endspurt angesetzt? In Wolfsburg, bei einem der Lieblingsgegner der letzten Jahre, reichte es für die Schwarz-Gelben sogar zu zehnt zu einem 0:2-Sieg. Das lag, da hat Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner schon Recht, zu einem guten Teil an Superstürmer Erling Haaland. Der nutzte früh einen schlimmen Rückpass von Baku zum ersten Treffer und später einen brillanten langen Ball von Dahoud zum zweiten – dabei spielte die Borussia bereits in Unterzahl.

Der BVB trat streckenweise zu passiv auf – wie häufiger gegen starke Teams. Allerdings wirkten die Borussen nach der vertretbaren Gelb-Roten Karte gegen Jude Bellingham souveräner als in der ersten Hälfte. Den Eindruck untermauern auch die Zahlen: So liegt der „Expected Goals (xG)“-Wert für die zweite Halbzeit bei 1,05 gegenüber 0,51 bei den Wölfen – trotz einer halben Stunde in Unterzahl (insgesamt 1,42 zu 1,23 pro BVB). Die Gäste gewannen also nicht nur dank Haaland, sondern konnten sogar ohne Mats Hummels die Abwehr stabilisieren.

News der Woche: Die vielen offenen oder fraglichen Trainerposten in der Bundesliga befeuern die mediale Debatte, ob Edin Terzic in der kommenden Spielzeit tatsächlich als Co-Trainer von Marco Rose in Dortmund auf der Bank sitzen wird. Der BVB und Terzic äußern bisher allerdings keinerlei Diskussionsbedarf. Der Trainer sagte zum vermeintlichen Wolfsburger Interesse: „Ich möchte dieses Spiel nicht mitspielen. Wir haben uns klar geäußert, wie meine Zukunft aussehen wird.“

Eine weitere für viele Fans spannende Frage, die sich regelmäßig im Frühjahr stellt: Wie sieht das neue BVB-Trikot aus? Inoffiziellen Informationen und Fotos zufolge wird es Streifen auf den Ärmeln haben – von „Zebra-Optik“ ist die Rede. Auf den ersten Blick: schick!

Vorschau: Das Schöne ist ja: Der BVB kann diese Saison in den nächsten Wochen noch komplett ins Positive drehen. Der erste und bei allem Respekt zu erwartende Schritt: Am Samstagabend gegen Holstein Kiel das Pokalfinale erreichen. Die Gäste mussten wegen Covid 19-Infektionen mehrere Spiele verschieben, die jetzt in kurzer Zeit nachzuholen sind. Und trotzdem haben sie gute Chancen, noch am schwächelnden HSV vorbei in die Aufstiegsrelegation einzuziehen. Im Pokal spricht dagegen alles für die Borussia – außer dass sich der FC Bayern vor seinem Aus gegen die „Störche“ bestimmt auch sehr sicher fühlte.

Beim BVB dürfte Mats Hummels nach Gelbsperre in die Startelf zurückkehren, während der Vorlagengeber vom Samstag, Mo Dahoud, wegen einer solchen Sperre nun fehlen wird.


RB Leipzig

Rückschau: Nach drei sieglosen Spielen gewann RB Leipzigam Sonntag wieder ein Heimspiel gegen ersatzgeschwächte Stuttgarter. Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich bereits in der 13. Minute als Schiedsrichter Aytekin nach einem groben Foul von Ahamada an Haidara zuerst Gelb und dann – nach Intervention des VAR – zu Recht Rot für den Stuttgarter zeigte. Danach verlegte sich der VfB nachvollziehbarer Weise komplett aufs Verteidigen und Umschalten, letzteres gelang allerdings kaum. Kein Torschuss und 0,13 xGoals standen nach 90 Minuten für den Aufsteiger zu Buche. Dagegen erspielte sich Leipzig zahlreiche Torchancen- 25 Torschüsse wie schon gegen Köln – die bis zur Halbzeit allerdings alle vergeben bzw. durch den hervorragend haltenden Gregor Kobel im Stuttgarter Tor verhindert wurden.

Nur 23 Sekunden nach Wiederanpfiff köpfte Haidara nach schöner Flanke von Olmo zum 1:0 für die Hausherren ein. In der 67. Minute holte der grade eingewechselte Forsberg dann einen Strafstoß heraus, den er auch gleich selbst zum 2:0 und zur Entscheidung des Spiels verwandelte. Die Freude über die 3 Punkte bei RB-Fans währte allerdings nur kurz, denn bereits kurz nach dem Spiel nahmen die Gerüchte um einen vorzeitigen Weggang von Julian Nagelsmann an Fahrt auf.

News der Woche: Noch vor kurzem schien RB mit bereits fünf feststehenden Transfers und angesichts der Umbrüche in Dortmund, Gladbach und Frankfurt gut aufgestellt für die neue Saison. Und nun ist innerhalb weniger Tage die größte Zäsur der noch jungen Vereinsgeschichte nach dem Amtsantritt von Ralf Rangnick 2012 perfekt: Trainer Julian Nagelsmann weg, Sportdirektor Markus Krösche weg, ein Innenverteidiger (Upamecano) weg, der andere (Konate) auf dem Sprung nach England. Dazu kommen mögliche Abgänge von Leistungsträgern wie Kapitän Marcel Sabitzer und Emil Forsberg, die durch die neue Situation wahrscheinlicher werden. Auch bei Spielern wie Olmo, Nkunku und Angelinio, die vor allem wegen Nagelsmann nach Leipzig kamen, könnte bis zum Sommertransferfenster ein intensives Nachdenken über ihre Zukunft einsetzen. Mit dem Verlust eines der besten Trainer und eines der besten Innenverteidiger weltweit an die Bayern verabschiedet sich Leipzig auf absehbare Zeit von allen Titelambitionen. Gleichzeitig dürfte der Verein massiv an Anziehungskraft für junge Spielertalente verlieren, welche mit den Namen Nagelsmann (und zuvor) Rangnick verbunden war.

Mit Jesse Marsch kommt jemand auf die Trainerbank nach Leipzig (zurück), der zwar gegenüber seinem Vorgänger auf der externen Sympathieskala einige Punkte gut machen dürfte. Aber taktisch bedeutet der Wechsel wohl eher einen Rückschritt , der die unter Nagelsmann grade erst vollzogene Entwicklung vom reinen Pressing-Umschalt-Fußball hin zu einem dominanten Ballbesitzteam ein ganzes Stück zurückdreht. Dass der US-Amerikaner lediglich einen Zweijahresvertrag erhalten hat, darf dabei getrost als Ausdruck des Vertrauens in seine langfristigen Fähigkeiten gewertet werden...

Vorschau: Am Freitagabend trifft also im Pokalhalbfinale ein Team, dass grade seine komplette sportliche Führung eingebüßt hat auf eins, dass wieder mal – und zur Freude seiner Abstiegskonkurrenten – an seinem Trainer festhält. Ausgang ungewiss. In den danach noch ausstehenden drei Bundesliga-Partien gegen Dortmund, Wolfsburg und Union muss RB noch einen Punkt holen, um die CL-Qualifikation auch theoretisch dicht und damit einen Haken an diese verheißungsvoll gestartete und ernüchternd geendete Saison machen zu können.


Borussia Mönchengladbach

Rückschau: Eine seltsame englische Woche war das. Das überzeugende 4:0 gegen Frankfurt, das ungefährdete 5:0 gegen Bielefeld eine Woche später - alles okay also im Borussia Park für den VfL. Auch die ersten 45 Minuten in Sinsheim am Mittwoch passten in diese Reihe. Wäre da nur nicht Halbzeit zwei gewesen, als Borussia den 2:0-Pausenvorsprung komplett hergab.

Wie auch immer: Von dieser schlechten Leistung zeigte sich die Rose-Elf am Samstag dann wieder gut erholt. Und das, obwohl Kramer, Plea, Hofmann zunächst auf der Bank Platz nahmen und Stindl weiterhin verletzungsbedingt fehlte. Doch mit der Dreierkette gab es über die Außen viel Druck durch Lainer und Lazaro, und das neu zusammengestellte Angriffstrio zeigte sich spielfreudig, besonders die vielgescholtenen Hannes Wolf (auf seiner Lieblingsposition als Zehner) und Breel Embolo konnten sich neben Thuram immer wieder gute in Szene setzen. Dazu Denis Zakaria, der diesmal nicht in der Innenverteidigung aufgeboten war, sondern neben Florian Neuhaus als Sechser ebenfalls in seiner Paraderolle stark aufspielte.

Gladbach ging zwar etwas glücklich in Führung, legte aber sofort nach und zog der seltsam phlegmatischen Arminia mit drei Toren in den ersten 18 Minuten den Zahn, hier etwas mitnehmen zu können. Im Gegenteil, Schlussmann Ortega verhinderte deutlich Schlimmeres. So kam Embolo „nur“ auf zwei Treffer, die anderen Tore steuerten Thuram, Bensebaini und Plea bei.

News der Woche: Als Breel Embolo im Spiel gegen Bielefeld das 1:0 erzielt hatte, ließ er sich im Jubel von der Bank ein Trikot mit der Nummer 4 reichen und hielt es in die Kameras. Schon vor dem Spiel hatte die Mannschaft sich mit mehreren Trikots von Mamadou Doucouré zum Foto gestellt und den jungen Kollegen damit über die sozialen Netzwerke gegrüßt.

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Das hat seinen Grund, denn der Franzose, der liebevoll Mams genannt wird, hat eine Horrorzeit hinter sich, seit er 2016 – schon kurz vor seinem Wechsel mit einer Verletzung – aus der Jugend von PSG an den Niederrhein kam. Immer wieder kämpfte sich der Innenverteidiger heran an den Kader, überstand insgesamt vier Muskelbündelrisse und andere Muskelverletzungen. Im vergangenen Mai erst feierte er mit zwei Kurzeinsätzen sein Debüt in der Bundesliga. Auch vorher hatte er in einzelnen Testspielen zwischen den Verletzungen gezeigt, dass er einer für die Bundesliga ist. Doch schon im vergangenen Herbst kamen Beschwerden wieder, er musste das Training reduzieren. Und jetzt das: Wieder im Training, riss er sich vergangene Woche die Achillessehne. Was macht so eine Leidenszeit mit einem jungen Menschen? In den sozialen Medien lässt sich das erahnen. Dort löschte er alle Instagram-Beiträge und stellte sein Konto auf privat. Doch nur kurz: Dann meldete er sich mit einem kämpferischen - älteren - Beitrag wieder zu Wort.

Es ist wirklich bewundernswert, wie der 22-Jährige bis jetzt jeden Rückschlag überwunden hat, auch mit der Hilfe und dem Vertrauen des Vereins, der seinen auslaufenden Vertrag schon bis 2024 verlängert hat. Aber ob es ein Happy End für den Pechvogel in dieser traurigen Geschichte geben wird, darauf wagt keiner mehr so richtig zu wetten.

Vorschau: Noch einmal ein Topspiel in dieser Saison. Zwar nicht auf dem Papier, wenn der Erste auf den Siebten trifft beim immergrünen Klassiker beim FC Bayern München. Aber die Spielzeit am Samstag, 8. Mai, um 18.30 Uhr verleiht der Partie den Stempel Topspiel – und die Bedeutung, die der Ausgang des Spiels für beide Teams haben dürfte. Die Bayern könnten die Meisterschaft perfekt machen oder bei einer Niederlage wieder darum zittern müssen. Für Gladbach geht es um die letzte Chance, vielleicht doch noch zu Leverkusen auf Platz sechs aufschließen zu können. Und wenn das schon nicht gelingt, dann wenigstens den möglichen Conference-League-Platz 7 zu sichern. Wie es bis dahin personell aussieht, ist nicht genau zu prognostizieren. Sperren wegen Gelber Karten gibt es nicht, über die Schwere der Verletzung von Lars Stindl ist nicht genug bekannt, um sagen zu können, ob er für das Spiel in München wieder eine Option ist. Alle anderen aus dem engeren Kader sind - Stand jetzt – spielfit.


Bayer Leverkusen

Rückschau: Hannes Wolf nahm im Vergleich zur Partie bei Bayern München gegen Eintracht Frankfurt vier Veränderungen in seiner Startelf vor. Für Sven Bender (Probleme am Sprunggelenk), Jeremie Frimpong (nicht im Kader), Charles Aránguiz und Moussa Diaby (beide auf der Bank) kamen Aleksandar Dragović, Karim Bellarabi, Kerem Demirbay und Florian Wirtz neu ins Team. Jonathan Tah war nicht nur Kapitän, sondern agierte im 3-2-4-1 auch als Rechtsverteidiger, was erstaunlich gut funktionierte. Damit ist er auch tatsächlich der achte Rechtsverteidiger dieser Saison.

Zwar ging Bayer 04 erst in der 70. Minute durch Bailey in Führung, hatte im Gegensatz zu vorherigen Spielen aber auch zuvor schon ein paar vielversprechende Angriffe. Frankfurts Offensivbemühungen konnten dabei ordentlich unterdrückt werden. Als Silva zum zwischenzeitlichen 2:1 in der 90. Minute traf, schien es noch einmal kurz spannend zu werden, was aber mit Demirbays Schlusstreffer eine Minute später wieder früh unterbunden wurde.

Tabellarisch sichert Leverkusen damit den sechsten Rang mit vier Punkten Vorsprung auf Gladbach und Union Berlin.

News der Woche: Das Trainerkarussell dreht sich gerade gewaltig in der Bundesliga, aktuell scheint es möglich, dass die aktuell sieben bestplatzierten Mannschaften der Bundesliga zur neunen Saison alle mit einem neuen Trainer starten könnten. Auch Leverkusen befindet sich auf der Suche, wenngleich Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Zukunft von Hannes Wolf noch offen ließ. Der Express brachte nun Gerardo Seoane von den Young Boys Bern ins Gespräch, Rudi Völler verneinte aber, dass sich die Leverkusener bereits auf einen Kandidaten festgelegt hätten. Der „kicker“ berichtet indes, dass die Verantwortlichen erst nach dem Ende der laufenden Saison über einen neuen Trainer entscheiden wollen.

Vorschau: Am zweiten Maiwochenende geht es für die Werkself bei Werder Bremen weiter. Wäre das Spiel in den nächsten Tagen angesetzt, ließe sich leichter etwas darüber schreiben. Werder Bremen ist aktuell mit Schalke das formschwächste Team der Liga und Trainer Florian Kohfeldt machte in den letzten Wochen von Außen nicht den Eindruck, dass einen Plan hat, wie sich die Situation für Werder bessern könne. Nun ist das Spiel allerdings nicht in den nächsten Tagen und es ist völlig unklar, ob Kohfeldt gegen Leverkusen überhaupt noch Trainer sein wird. Dementsprechend schwierig wäre es, jetzt genaueres zum Spiel zu schreiben.


TSG Hoffenheim

Rückschau: Vergangenen Samstag war die TSG um 15:30 Uhr im Freiburger Schwarzwald-Stadion zu Gast. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß war über weite Teile des Spiels die bessere Mannschaft, scheiterte aber wie so oft an der fast schon traditionell miserablen Chancenverwertung. Kurz vor der Pause klingelte es im Freiburger Gehäuse dann schließlich doch; nach starker Vorarbeit von Bebou nickte Kramaric zur 1:0 Führung ein (40’). Auch nach der Pause waren die Gäste überlegen, konnten die Führung jedoch nicht weiter ausbauen, was der Ex-Hoffenheimer Grifo nach 81 Minuten eiskalt vom Elfmeterpunkt bestrafte. Letztendlich endete das Spiel 1:1, ein Ergebnis, das keiner der beiden Mannschaften wirklich weiterhilft.

News der Woche: Mit seinem 17. Saisontreffer gegen Freiburg stellte Rekordtorschütze Andrej Kramaric seinen persönlichen Bestwert aus der Saison 2018/19 ein. In dieser Saison benötigte er für diese überragende Marke sogar nur 25 Spiele und somit fünf Spiele weniger als noch vor zwei Jahren.

Als bisher einziger Bundesligist schließt sich die TSG einer Initiative der englischen Premier League an und wird ihre Social-Media-Kanäle vom 30. April bis zum 3. Mai abschalten. Mit dieser Aktion soll ein Zeichen gegen steigenden Hass und Diskriminierung im Netz gesetzt werden, der auch Mitglieder der TSG in jüngerer Vergangenheit ausgesetzt waren. So sind zum Beispiel Ryan Sessegnon, Chris Richards und Diadie Samassekou via Instagram rassistisch beleidigt worden.

Vorschau: Nach der zweiwöchigen Spielpause empfängt die TSG am 8. Mai um 15:30 Uhr den FC Schalke 04 in der Pre-Zero Arena. Gegen die bereits sicher abgestiegenen Schalker wäre alles andere als ein Sieg eine mittelgroße Blamage. In der Hinrunde verloren die Kraichgauer kläglich mit 0:4, weshalb das Team von Sebastian Hoeneß auf Wiedergutmachung aus sein sollte. 

Personell lässt sich außer den Ausfällen der Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Kostas Stafylidis, Dennis Geiger und Ermin Bicakcic noch nichts mit Sicherheit sagen.


VfL Wolfsburg

Rückschau: Es wird noch mal knapp im Rennen um die Champions League: Nach dem 0:2 gegen Borussia Dortmund, wird quasi jedes der drei noch ausstehenden Spiele für den VfL zum Endspiel. Der Vorsprung ist geschmolzen, auch aufgrund zu vieler entscheidender individueller Fehler in den Top-Spielen. Gegen Dortmund patzten mit Baku und Brooks gleich zwei Spieler, Haaland war zwei Mal der Nutznießer. So nutzte den Wölfen auch eine Überzahlsituation in der zweiten Halbzeit nach Gelb-Rot für Bellingham nur wenig. Die Effektivität stimmte an diesem Tag einfach nicht. 21:8 Torschüsse für Wolfsburg und 10:2 Ecken für den VfL sagen viel darüber aus, welche Mannschaft offensiver zu Werke ging - aber leider ohne die nötige Kaltschnäuzigkeit agierte.

News der Woche: Bereits nach dem Spiel sandte Manager Jörg Schmadtke eine Kampfansage an die Konkurrenz: Man werde die zwei Punkte Vorsprung auf den BvB nicht verlieren. Damit wurde natürlich auch der Druck erhöht. Zwar steht der europäische Startplatz für kommende Saison schon fest, aber sollte auf den letzten Metern doch noch die CL verspielt werden, könnte das weitreichende Folgen für den Club haben. Schon jetzt läuft die Gerüchteküche auf Hochtouren vor allem um Trainer Oliver Glasner. Hier scheint in den Medien der Abschied schon beschlossene Sache zu sein. Angeblich habe Glasner auch schon um die Freigabe gebeten, die ihm durch eine Ausstiegsklausel möglich sei. Offiziell bestätigt ist nichts, die Unruhe ist trotzdem da.

Vorschau: Am übernächsten Samstag kommt Union Berlin in die Volkswagen Arena. Hier wartet auf die Wölfe wahrscheinlich ähnlich wie im Hinspiel eine schwere Aufgabe (2:2). Doch eine abermalige Punkteteilung ist für den VfL nahezu ausgeschlossen, dann wären die Ziele tatsächlich massiv gefährdet. Die Pokal-Pause kommt dem Team nach drei Niederlagen in vier Spielen vielleicht gerade Recht, um sich vor den letzten Partien noch mal zu sammeln. Bitter: Nachwuchstalent Bialek, der regelmäßig als Joker in dieser Saison zum Einsatz kam, riss sich im Training unter der Woche das Kreuzband und fällt länger aus.


SC Freiburg

Rückschau: Nachdem der SC Freiburg die englische Woche wegen Herthas Corona-Quarantäne aussetzen musste, erkämpfte man sich gegen die TSG Hoffenheim im heimischen Dreisamstadion ein letztlich verdientes 1:1 Unentschieden. Dabei ließ Freiburg wie so oft nach recht gutem Beginn immer mehr nach und kassierte durch einen stark ausgespielten Konter der TSG kurz vor Ende der Halbzeit das 0:1 durch Kramaric. In der zweiten Halbzeit wurde zunächst der vermeintliche Ausgleichstreffer von Demirovic durch eine Abseitsstellung kassiert, bevor Hoffenheim mehrere gute Chancen zum zweiten Treffer vergab. Erst nach der Einwechslung von u.a. Ex-Hoffenheimer Vincenzo Grifo 25 Minuten vor dem Ende begann der Sport-Club mit seiner Druckphase und bekam nach VAR-Intervention einen Elfmeter, da Vogt bei seiner Klärungsaktion nur die Hacken des starken Demirovics traf und so einen bitteren Strafstoß kassierte. Grifo verwandelte unhaltbar zum 1:1, bevor die Partie etwas kraftlos austrudelte. Durch die späte Drangphase gelang dem SC Freiburg so immerhin noch ein nicht unverdientes Unentschieden, ohne dass beide Mannschaften sich so recht über den Punkt freuen dürften.

News der Woche: Beim SC Freiburg gibt es im Moment wenig zu berichten. Der SC steht recht sicher im Niemandsland der Tabelle, auch wenn das eine Spiel Rückstand durchaus noch den Anschluss an Platz 7 offenhält. Sollte das Nachholspiel gegen Hertha allerdings nicht gewonnen werden, könnte die Zeit des Experimentierens und der Nachwuchsforschung beginnen. Interessant wird dabei auch die Rolle der Torhüter sein: Mark Flekken (siehe letzte Woche) ist wieder gesund und soll noch ein paar Chancen auf Erstligaeinsätze bekommen, bevor im Sommer wohl eine Entscheidung fallen muss, ob man sich um den von Mainz ausgeliehenen Florian Müller bemüht oder auf Mark Flekken vertraut. Wie so oft in den letzten Jahren hat der Sport-Club auf der Torhüterposition damit ein Luxusproblem.

Vorschau: Am Donnerstag, den 06. Mai holt der Sport-Club sein Auswärtsspiel gegen Hertha BSC Berlin nach. Die Herthaner werden ihren knallharten Spielplan bereits drei Tage vorher gegen Mainz beginnen. Wie die ohnehin angeknacksten Berliner die Quarantäne verkraftet haben, lässt sich dann wohl schon besser beurteilen. So oder so wird der SC Freiburg auf einen Gegner treffen, der recht wenig Interesse an konstruktiver Spielbeteiligung hat, aber mit dem Rücken zur Wand steht und unbedingt gewinnen muss – für Freiburg meist eine sehr unbequeme Kombination.

Nach zuletzt ordentlichen Auftritten im 3-4-3 dürfte es außer der Rückkehr von Baptiste Santamaria nach seiner 5. gelben Karte nur wenig Veränderungen geben. Vincenzo Grifo wird wohl von Beginn an spielen und dem linken Flügel die gewohnte Spielfreude verleihen. Freiburg kann nach aktuellem Stand spielerisch aus dem Vollen schöpfen und hoffentlich die Chance nutzen, um mit einem Sieg noch am Rennen um Platz 7 beteiligt zu sein.


Eintracht Frankfurt

Rückschau: Nachdem der SC Freiburg die englische Woche wegen Herthas Corona-Quarantäne aussetzen musste, erkämpfte man sich gegen die TSG Hoffenheim im heimischen Dreisamstadion ein letztlich verdientes 1:1 Unentschieden. Dabei ließ Freiburg wie so oft nach recht gutem Beginn immer mehr nach und kassierte durch einen stark ausgespielten Konter der TSG kurz vor Ende der Halbzeit das 0:1 durch Kramaric. In der zweiten Halbzeit wurde zunächst der vermeintliche Ausgleichstreffer von Demirovic durch eine Abseitsstellung kassiert, bevor Hoffenheim mehrere gute Chancen zum zweiten Treffer vergab. Erst nach der Einwechslung von u.a. Ex-Hoffenheimer Vincenzo Grifo 25 Minuten vor dem Ende begann der Sport-Club mit seiner Druckphase und bekam nach VAR-Intervention einen Elfmeter, da Vogt bei seiner Klärungsaktion nur die Hacken des starken Demirovics traf und so einen bitteren Strafstoß kassierte. Grifo verwandelte unhaltbar zum 1:1, bevor die Partie etwas kraftlos austrudelte. Durch die späte Drangphase gelang dem SC Freiburg so immerhin noch ein nicht unverdientes Unentschieden, ohne dass beide Mannschaften sich so recht über den Punkt freuen dürften.

News der Woche: Beim SC Freiburg gibt es im Moment wenig zu berichten. Der SC steht recht sicher im Niemandsland der Tabelle, auch wenn das eine Spiel Rückstand durchaus noch den Anschluss an Platz 7 offenhält. Sollte das Nachholspiel gegen Hertha allerdings nicht gewonnen werden, könnte die Zeit des Experimentierens und der Nachwuchsforschung beginnen. Interessant wird dabei auch die Rolle der Torhüter sein: Mark Flekken (siehe letzte Woche) ist wieder gesund und soll noch ein paar Chancen auf Erstligaeinsätze bekommen, bevor im Sommer wohl eine Entscheidung fallen muss, ob man sich um den von Mainz ausgeliehenen Florian Müller bemüht oder auf Mark Flekken vertraut. Wie so oft in den letzten Jahren hat der Sport-Club auf der Torhüterposition damit ein Luxusproblem.

Vorschau: Am Donnerstag, den 06. Mai holt der Sport-Club sein Auswärtsspiel gegen Hertha BSC Berlin nach. Die Herthaner werden ihren knallharten Spielplan bereits drei Tage vorher gegen Mainz beginnen. Wie die ohnehin angeknacksten Berliner die Quarantäne verkraftet haben, lässt sich dann wohl schon besser beurteilen. So oder so wird der SC Freiburg auf einen Gegner treffen, der recht wenig Interesse an konstruktiver Spielbeteiligung hat, aber mit dem Rücken zur Wand steht und unbedingt gewinnen muss – für Freiburg meist eine sehr unbequeme Kombination.

Nach zuletzt ordentlichen Auftritten im 3-4-3 dürfte es außer der Rückkehr von Baptiste Santamaria nach seiner 5. gelben Karte nur wenig Veränderungen geben. Vincenzo Grifo wird wohl von Beginn an spielen und dem linken Flügel die gewohnte Spielfreude verleihen. Freiburg kann nach aktuellem Stand spielerisch aus dem Vollen schöpfen und hoffentlich die Chance nutzen, um mit einem Sieg noch am Rennen um Platz 7 beteiligt zu sein.


Hertha BSC

Rückschau:

News der Woche: Am Freitag endet für Hertha die 14-tägige Quarantäne. Drei Tage Mannschaftstraining bleiben dann, ehe die Mannschaft nach Mainz reist um die Aufholjagd zu starten. Da sich der FC Bayern und RB Leipzig nicht mehr allzu viel Mühe geben, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen, stellt sich für Hertha eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe dar. Platz 17 ist es aktuell bei noch drei zusätzlichen Spielen in der Hinterhand. Holt man aus diesen Spielen 4 Punkte, ist man – dank des besseren Torverhältnisses – auf Platz 14. Jeder weitere Punkt würde die Sache natürlich komfortabler machen, aber als Herthafan nimmt man nach dieser erneuten Chaos-Saison sicherlich alles, was am Ende den Klassenerhalt bedeutet.

Vorschau: Am Montag hat Hertha die „Ehre“ das nun hoffentlich wirklich letzte Montagsspiel der Bundesliga zu bestreiten. Gegner ist der FSV Mainz 05. Während die Partie vor Herthas Corona-Pause noch die Vorzeichen eines absoluten Abstiegs-Endspiels hatte, haben sich die Mainzer mittlerweile eine sehr gute Ausgangsposition erarbeitet. Selbst das schwere Restprogramm (neben Hertha stehen noch Spiele gegen Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg an), scheint kein Hindernis für die Mainzer zu sein, welche am Wochenende den FC Bayern bezwangen. Ein Sieg wäre für beide Mannschaften Gold wert. Die Mainzer würden sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf befreien, Hertha würde sich wieder vor die Kölner platzieren und hat dann die Aussicht, dass bereits ein Punkt aus dem zweiten Nachholspiel gegen Freiburg (Donnerstag, 06.05.) für Platz 14 reichen und die Konkurrenz wieder unter Druck setzen würde.

Personell ist aktuell kaum etwas vorherzusagen. Neben Rune Jarstein wird vermeintlich auch Marvin Plattenhardt nicht mitwirken können. Beim letzten Spiel vor der Corona-Pause setzte Dardai in der zweiten Halbzeit auf eine 4er-Kette, welche deutlich besser funktionierte, als die zuvor eigentlich bewährte 5er-Kette.  

Ein schönes Spiel ist so oder so nicht zu erwarten. Hertha konnte sich unter Pál Dárdai zwar stabilisieren und tritt geschlossener auf, konstante Leistungen und ein konsequentes Festhalten an taktischen Vorgaben, sind aber weiterhin eher nicht zu beobachten. Wenn es am Ende die individuelle Qualität ist, die uns in der Liga hält, soll es so sein. Ab dem Sommer wird wohl in beiden Fällen eine relativ schonungslose Analyse erfolgen müssen, welche Fredi Bobic dann in den nächsten Umbruch umsetzen darf, muss und wird.


Union Berlin

Rückschau: Als der Schiri das Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den SV Werder Bremen am 24. April in der Alten Försterei in Berlins Südosten abgepfiffen hat, sicherte sich Unions Stürmer Joel Pohjanpalo sofort das Spielgerät, um seine Mannschaftskameraden auf dem Ball unterschreiben zu lassen: Jolle hatte einen lupenreinen Hattrick fabriziert, der dazu noch der 1. Hattrick in der noch jungen Bundesligageschichte war.

Dass der SVW zum Punktspiel in die Alte Försterei kommen durfte, hatten die Bremer ausschließlich Union zu verdanken, weil die Köpenicker am letzten Spieltag der vergangenen Saison Schützenhilfe leisteten, in dem Union die Fortuna aus Düsseldorf mit 3:0 direkt in die 2. Liga schickte und Bremen somit noch den Relegationsrang klettern durfte. Leider scheint Bremen auch in diesem Jahr ähnlich desaströs ins Saisonfinale zur torkeln, denn was in der 1. Halbzeit aufs Spielfeld gezaubert wurde, war Langeweile pur. Bremen parkte alles, was an Spielern auf dem Feld war kurz vor dem Strafraum, nur darauf bedacht, kein Tor zu kassieren. Bei dieser Bremer Spielweise hätte man nie darauf kommen können, dass der SVW eigentlich dringend Punkte braucht. Union wiederum wusste nicht allzu viel mit so viel Passivität anzufangen und tat sich mächtig schwer. Damit ist auch schon alles zur 1. Spielhälfte gesagt. Die Zweite lief noch keine 5 Minuten und schon zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz der Bremer – Joel Pohjanpalo hatte zugeschlagen. DasTor schien die Bremer vollends von der Rolle zu bringen.

Keine 3 Minuten später bediente Petar Musa Pohjanpalo vorbildlich mit dem Kopf und Jolle verwandelte mit Rechts zum 2:0. 15 Minuten nach dem zweiten Tor legte Musa erneut auf Pohjanpalo, dieses Mal mit Links einnetzte. Zwar war der Wille der Bremer zu erkennen, etwas Gegenwehr zu leisten, aber irgendwie gelang den Norddeutschen an diesem Nachmittag so gut wie gar nichts. Selbst der Ehrentreffer war eher das Ergebnis eines Zufalls. Nach 3 Minuten Nachspielzeit stand fest: Bremen wird nicht nur über den Trainer diskutieren, sondern auch nach einem Rezept zu suchen, möglichst die Klasse noch zu halten. Union hingegen ist auf Kurs Europa.    

News der Woche: Union hat seine erste Neuverpflichtung für die kommende Saison vorgestellt: Rani Khedira kommt zur nächsten Saison ablösefrei von den Fuggerstädtern aus Augsburg. Die Verpflichtung von Khedira scheint sehr stark darauf hinzudeuten, dass es im bisherigen Union-Kader auf dieser Position Veränderungen geben könnte. Das Robert Andrich durch seine überragende Saison Begehrlichkeiten anderer Klubs geweckt hat, ist normal und eine Auszeichnung für Oliver Ruhnert‘s Weitblick bei den vergangenen Verpflichtungen. Bleibt nur die Hoffnung, dass ein möglicher Abgang von Andrich nicht nur versilbert, sondern vergoldet wird und sein Ziel hoffentlich England ist. Denn Andrich will man nicht wirklich als Gegenspieler in der Bundeliga haben. Ob Khedira mit seiner Vergangenheit bei Markranstädt unbedingt zu Union passt, muss sich erweisen. Auch hier gilt: we trust in Oli. Sollte Khedira Unions Tugenden verinnerlichen (Rasen umpflügen & kämpfen) und sich für den Verein reinhauen, wird man ihm den Fehler Markranstädt bestimmt schnell als Jugendsünde verzeihen. Geben wir ihm eine Chance!

Unions Vereinspräsident Dirk Zingler hat sich in einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung über das ganze Projekt Super League und Champions League geäußert und angemerkt, dass sich in dem ganzen Bums um dieses Projekt Super League völlig untergegangen ist, dass die „Reform“ der Champions League fast geräuschlos von der UEFA durchgewunken wurde. Zu Recht kritisiert Zingler, dass auf einmal die „Reform“ der Champions League völlig ok ist, obwohl vorher sich viele Vertreter der involvierten Verbände und Klubs gerade kritisch über die geplanten Veränderungen innerhalb der CL geäußert hatten. Zingler zum Thema SL: „Die hochgezüchteten Fußballmonster, die nur mit 3,5 Milliarden Euro aus einer Super League zu retten sind, müssen sterben, bevor sie den schönsten Sport der Welt vollends verschlingen.“ Recht hat er! Punkt!!

Vorschau: Am 8. Mai 15.30 Uhr geht es für den 1. FC Union Berlin gegen den Verein für Leibesübungen Wolfsburg e. V. in eine Arena mit dem schicken Namen eines großen deutschen Autobauers. Die bisherigen drei Begegnungen konnten beide Mannschaften bisher relativ ausgeglichen gestalten. Die erste Begegnung beider Mannschaften in der 1. Bundesliga am 6.10.2019 gewann der VfL noch knapp mit 1:0, die beiden folgenden Partien endeten salomonisch jeweils 2:2. Die Favoritenrolle sollte in diesem Spiel klar auf der Seite von Wolfsburg liegen, immerhin nimmt der VfL aktuell Kurs in Richtung Champions League und steht unter Druck, dass Spiel auch gegen die Köpenicker gewinnen zu müssen, denn hinter den Wölfen drückt vor allem der BVB auch auf die Tube, um das Ziel CL irgendwie noch zu erreichen. Union dagegen hat nicht nur sein Saisonziel mit dem Klassenerhalt bereits frühzeitig erreicht, sondern toppt gerade auch noch mit bereits erreichten 46 Punkten sein Vorjahresziel von 41 Punkten. Mit anderen Worten gilt für Union: Alles kann - nichts muss. Somit sollte der VfL mit seiner Spielweise den Berlinern sehr entgegenkommen. Wichtig für die Unioner muss sein, Wolfsburgs Wout Weghorst in den Griff zu bekommen. Erschwerend für Union: Das Krankenlazarett hat sich wieder etwas verschärft. Nach wie vor fallen beim stürmenden Personal Anthony Ujah, Taiwo Awonihi, Sheraldo Becker, Leon Dajaku und seit dem letzten Spiel – schwer am Knie verletzt - Cedric Teuchert aus. Unter guten Umständen könnte vielleicht Awonihi das Krankenlager verlassen und vielleicht für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stehen.


Schalke 04

Rückschau: Spiel gegen Hertha auf den 12.05. verlegt.

News der Woche: Schalke beschäftigt noch immer vor Allem die Aufarbeitung der Geschehnisse nach dem Abstiegsspiel in Bielefeld. Sportvorstand Knäbel bat die Spieler nochmals in aller Öffentlickeit um Entschuldigung und stellte es jedem frei, ob er an den verbleibenden vier Partien teilnehmen mag. Einige Profis gedenken wohl, davon Gebrauch zu machen - und wer mag es ihnen verdenken.

Dies werden voraussichtlich auch nicht die einzigen Schwächungen des Kaders für die kommenden Matches sein. Am Dienstag verkündete der Verein, dass zwei Personen, ein Spieler und ein Mitglied des Funktionsteam, am vorherigen Tag einen positiven Coronatest hatten. Ein zweiter Testlauf ergab daraufhin ausschließlich negative Testergebnisse, auch bei den beiden zuvor Positiven.

Außerdem wurde in der Zwischenzeit bestätigt, dass Schalke die Lizenz für die kommende Saison unter Auflagen erhalten hat. Zuletzt wurde außerdem vermeldet, dass Daniela Ulbing ihre Tätigkeit als Leiterin der Stabsstelle Kommunikation wieder beendet hat. Über ihre Einstellung Anfang Februar wurde im Newsletter #10 berichtet. Nach 73 Tagen kam nun bereits die einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

Vorschau: Spielfrei.


FSV Mainz 05

Rückschau: Mainz 05 reitet aktuell voll auf der Erfolgswelle. Selbst Spiele, die man eigentlich nicht gewinnen sollte, können auf einmal für sich entschieden werden. In der BoRückschau: Bo Svensson hatte gegen Bayern München einen klaren Matchplan, der von allen Spielern gut umgesetzt wurde. Es fing an mit für ihn untypischen 5 Wechseln in der Startelf. Die schnellen und variablen Quaison, Burkart und Da Costa kamen für Szalaí, Boëtius und Brosinski, außerdem Latza und Hack für Kohr und Bell, die beide schon ihre 4. Gelbe Karte haben und im Abstiegskampf noch wichtig werden. Bos Plan ging voll auf. Schon in der 3. Minute traf Burkart nach der unglücklich von Alaba abgewehrten Mwene Flanke ins Tor. Manuel Neuer hatte wohl nicht, wie von Sky vermutet Sichtprobleme, sondern einfach einen klassischen Torwartfehler gemacht. Die Münchner kamen auch danach nicht wirklich ins Spiel, weil die Mainzer Defensivarbeit einfach zu gut war. Lediglich Lewandowski kam zu einem guten Abschluss, wohingegen die Mainzer einige gute inklusive 2 Alu-Treffern hatten. In der 37. Minute folgte dann der zweite Mainzer Streich. Mwenes Freistoß kam präzise auf Robin Quaison, der gekonnt einköpfte. Er ist seit Samstag damit Mainzer Bundesliga Rekordtorschütze mit 29 Treffern.

Bayern hatte dagegen nicht wirklich viel entgegenzusetzen, deswegen wurde die Partie von Münchner Seite aus sehr körperlich. Leon Goretzka kann sich glücklich schätzen, dass Alaba Harm Osmers nach einem rüden Foul noch ablenkte. Er hätte sonst schon in der 1. Halbzeit Gelb-Rot bekommen können. Besonders der flinke Johnny Burkart musste mächtig einstecken und wurde wegen Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Halbzeit ausgewechselt. Auch Robert Lewandowski hätte sich nach 2 Fouls an Leandro Barreiro, bei denen er eine Platzwunde am Kopf davontrug, nicht über eine Gelb-Rote Karte beschweren dürfen.

Die 2. Halbzeit war dann eher ereignisarm, es gab auf beiden Seiten keine wirklich großen Chancen mehr. Die frischen Öztunali, Boëtius und Glatzel konnten den Druck aufrechthalten, die von ihnen vorgetragenen Konter verpufften aber immer kurz vor der Münchner Abwehr. In der 93. Minute konnte Lewandowski nach einem Abwehrfehler von Alexander Hack das Ergebnis dann noch verkürzen, doch Schiedsrichter Harm Osmers pfiff kurz danach ab.

Mainz 05 ist tatsächlich das Kunststück geglückt. Durch einen hart erkämpften Sieg gegen Bayern München ist Mainz, das mit 34 Punkten auf Platz 12 der Tabelle sitzt, auf einmal der Favorit auf einen Nicht-Abstiegsplatz auf den Zielgeraden der Bundesliga. Die Formtabelle für Mainz zeigt steil nach oben, seit 7 Spielen ist Mainz bereits ungeschlagen.

News der Woche: Durch einen Sieg gegen München krönte sich Mainz am Wochenende zum inoffiziellen Fußball Club Weltmeister. Diesen Titel gilt es nun möglichst lange zu verteidigen. Die erste solche Titelverteidigung folgt schon am 3. Mai, wenn Mainz im letzten Montagabend Spiel der Bundesligasaison gegen Hertha antritt.

Vorschau: Hertha BSC kommt am Montag, 3. Mai um 18:00 Uhr, zum Nachholspiel vom 29. Spieltag nach Mainz. Das Spiel ist für beide Mannschaften richtungsweisend, vor allem aber Hertha muss als aktueller Tabellensiebzehnter, mit 3 Punkten Abstand zum Relegationsplatz, punkten. Für Mainz kommt das Spiel zu einem guten Zeitpunkt. Durch die Spielverlegung kann der normale Rhythmus vor dem Bundesligafinale aufrechterhalten werden und Mainz durch einen Sieg vielleicht schon aus dem engen Abstiegskampf aussteigen. Mainz ist mit aktuell 34 Punkten auf Platz 12 und könnte durch einen Sieg sogar auf Rang 11 vorrücken. Vor den wichtigen letzten 3 Spielen gegen die Champions-League Anwärter Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg wäre dieser Schritt enorm wichtig und könnte für etwas mehr Planungssicherheit in der Mainzer Geschäftsstelle sorgen. Nach einer so katastrophalen Hinrunde war eine mögliche Vorentscheidung am 31. Spieltag noch unerreichbare Utopie gewesen.-Svensson-Tabelle von Spieltag 15 bis 28, belegt Mainz 05 Platz 5 und spielt wie ein Europa-League-Aspirant. Das zeigt, wie viel sich im Spiel und der Mentalität seit Weihnachten verändert hat.

Köln war über weite Teile der Partie die bessere Mannschaft, hatte doppelt so viele Torschüsse und wesentlich bessere Passstatistiken wie Mainz, gerade im Mittelfeld. Das Mainz trotzdem durch den Präzisionsschuss von Boëtius in Führung ging, hätte eigentlich das Mainzer Spiel stärken sollen, liegt der Mannschaft von Bo Svensson doch das Spiel gegen einen Gegner, der das Spiel macht, wesentlich mehr. Doch Köln wurde immer stärker und hatte viele Chancen und nach einer langen Angriffsstafette das Glück auf seiner Seite. Philipp Mwene drehte sich nach einem Schuss von Ehizibue nicht schnell genug aus der Schussbahn und wurde aus 3m an der linken Hand getroffen. Der VAR griff, wohl wegen fehlender Wahrnehmung Brychs, ein und dieser entschied nach eigener Betrachtung der Bilder auf Elfmeter. Eine Entscheidung, die hitzige Diskussionen auslöste, auch weil in der kommenden Saison derselbe Elfmeter wohl nicht mehr gepfiffen würde, weil es eine Änderung der Regel gibt. Den Elfmeter verwandelte Duda zum 1:1. Das Unentschieden zur Halbzeit war für Mainz schmeichelhaft.

Für Mainz folgte in der 2. Halbzeit der nächste Schock, weil Johnny Burkart nach einem Zusammenprall mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Er war nach St. Juste und Ezihibue der 3. Spieler, der eine Verletzung dieser Art im Spiel erlitten hat. Genau in diesen Schock hinein trafen Skhiri per Kopfball zum 2:1 nach einem Freistoß von Hector. Doch die Mainzer, die in der 2. Hälfte besser auftraten, wurden durch das Tor aufgeweckt und konterten nur vier Minuten später blitzsauber über Mwene und Boëtius, der maß genau für den durchgelaufenen Onisiwo zum 2:2 vorlegte. In der Folge war für beide Mannschaften ein Sieg möglich, jedoch die Mainzer konnten den letzten Stich in der 91. Minute setzen. Moussa Niakhaté setzte sich im Mittelfeld gegen drei Kölner durch, ehe er Mwene steil schickte, der nur noch auf den blank an der 16er Grenze stehenden Barreiro zurücklegen musste. Barreiro traf den Ball zwar nicht perfekt, jedoch war der Schuss für Timo Horn unhaltbar.

News der Woche: Es ist die Bewerbung für das Sportfoto und die Fair-Play-Geste des Jahres: Danny Da Costa sitzt neben dem sichtlich emotional angeschlagenen Jonas Hector an der Bande und leistet ihm Beistand. Nebenan im Sechzehner sitzt Timo Horn und wird von Moussa Niakhaté getröstet. Für 90 Minuten alles zu geben, aber nach dem Abpfiff dem Gegner menschlich und würdevoll Respekt zu zeigen sind Werte, die für Trainer Bo Svensson besonders wichtig sind. Das sind auch die Werte von Mainz 05, denn gerade hat die Mitgliederversammlung das über mehrere Jahre erarbeitete Leitbild des Vereins verabschiedet, in dem diese Werte auch festgeschrieben sind. Schön, dass die Spieler und die Verantwortlichen das Leitbild so leben.

Vorschau: Die Endspielwochen der Mainzer gehen weiter. Nach Spielen gegen Bielefeld und Köln folgt nun der dritte Abstiegskracher in ebenso vielen Wochen gegen den Tabellennachbarn Hertha BSC. Mainz hatte bisher in Spielen gegen Abstiegskonkurrenten keine so guten Karten, doch die letzten Wochen haben diese Statistik merklich verbessert. Die letzten fünf Spiele der Hertha waren dabei fast so gut wie die der Mainzer. Lediglich ein Spiel wurde verloren (2S, 2U, 1N), Mainz ist gar seit 5 Spielen ungeschlagen (3S, 2U). Mainz könnte durch einen Sieg sogar auf Tabellenplatz 13 springen und die Abstiegssorgen fast komplett vergessen machen. Wichtig wäre es, die nötigen Punkte für den Nichtabstieg jetzt einzufahren, denn ab Spieltag 30 kommen mit Bayern, Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg nur noch Gegner aus dem oberen Tabellendrittel.


1. FC Köln

Rückschau: Die Englische Woche früh abgeschlossen, die Englische Woche erfolgreich abgeschlossen: In einer Achterbahnfahrt der Gefühle gewinnt der 1. FC Köln zum Auftakt des 31. Spieltags am Freitagabend beim FC Augsburg mit 3:2, verspielt dabei aber fast eine komfortabel wirkende 3:0-Pausenführung. Ondrej Duda führt die “Geißböcke” mit einem Doppelpack (8. / 33.) zum eminent wichtigen Auswärtssieg, auch Florian Kainz traf noch vor der Pause für eine furios aufspielende Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel. Nach dem Seitenwechsel wackelte der FC allerdings bedenklich, Tore von Robert Gumny (54.) und Ruben Vargas (62.) ließen den eigentlich beruhigenden Vorsprung gewaltig schrumpfen. Letztlich aber brachten die Kölner das 3:2 mit etwas Glück sowie viel Leidenschaft über die Runden und sind nun wieder mittendrin im Abstiegskampf. An Hertha BSC vorbeigezogen, die anderen wieder in Schlagdistanz: Es wird extrem spannend da unten!

“Sorry for the late drama in the end.”

News der Woche: Der 1. FC Köln hat den ersten Transfer für die kommende Saison eingetütet: Von Rapid Wien wechselt Dejan Ljubicic ablösefrei zu den “Geißböcken”, der 23 Jahre alte Kapitän der Hütteldorfer unterschreibt einen Vierjahresvertrag beim abstiegsbedrohten Bundesligisten. „Es freut uns sehr, dass wir Dejan davon überzeugen konnten, zum FC zu wechseln. Er hat eine unglaublich starke Saison gespielt und Rapid Wien mit seinen 23 Jahren bereits als Kapitän aufs Feld geführt. Das weckt natürlich Interesse. Ab Sommer wird er uns mit seinen herausragenden Qualitäten im defensiven Mittelfeld verstärken“, sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt. „Ich habe mich bewusst früh für den 1. FC Köln entschieden. Das ist ein großer Traditionsclub, und unabhängig davon, in welcher Liga der FC spielen wird, hat mir Horst Heldt eine sehr gute Perspektive aufgezeigt. Das ist der nächste richtige Schritt für mich, um mich fußballerisch und menschlich weiterzuentwickeln“, betonte Dejan Ljubicic, der für Rapid Wien bereits über 125 Pflichtspiele absolviert hat und seit dieser Saison Kapitän der Grün-Weißen ist.

Vorschau: Es kommen nur noch sogenannte Do-or-Die-Spiele auf den 1. FC Köln zu. Alles oder nichts, Sekt oder Selters, Barfuß oder Lackschuh: Die “Geißböcke” müssen möglichst viele Punkte in den abschließenden drei Spielen einheimsen, wollen sie den Klassenerhalt noch einfahren. Die erste Aufgabe heißt: Sonntag, 13.30 Uhr. Müngersdorfer Stadion. Sport-Club Freiburg. Mit einem Sieg gegen die Streich-Elf könnte der FC die Abstiegsränge vorerst verlassen und den Druck auf die Konkurrenz noch einmal maßgeblich erhöhen. Allerdings dürfte ein Erfolg über die Freiburger für Friedhelm Funkel und Co. auch zum Pflichtprogramm gehören, wenn denn am Ende der Ligaverbleib verbucht werden soll. Einfach wird das nicht, spielen die Breisgauer doch eine tadellose Saison und schielen sogar immer noch ein wenig Richtung Europapokal. “Es gibt noch keinen Grund zum Feiern, denn wir sind noch lange nicht durch”, bewies Ondrej Duda nach seiner Galavorstellung in Augsburg Realitätssinn. Aber am Geißbockheim gilt: The trend is your friend, wie Uli Hoeneß einst so schön sagte.


FC Augsburg

Rückschau: Eine an Höhepunkte arme Saison fand im Heimspiel am Freitagabend gegen den 1. FC Köln ihren absoluten Tiefpunkt. Die Hausherren unterlagen dem Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt am Ende mit 2:3. Doch das Ergebnis klingt viel knapper als es letztlich war. Vor allem in der ersten Hälfte präsentierten sich die Fuggerstädter desolat.Offensiv trat man, wie schon so häufig, zunächst gar nicht in Erscheinung. Defensiv bot der FCA ein erschreckendes Bild. Bereits nach einer guten halben Stunde führten die Gäste mit 3:0 (Duda (8.), Kainz (23.), Duda (33.))! Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren stabiler und kamen durch den starken Gumny (54.) und Vargas (62.) zum Anschluss. Durch Hahn und Gumny hatte man sogar hervorragende Chancen zum Ausgleich, der aber unter dem Strich nicht verdient gewesen wäre.

News der Woche: Am Montag war es endlich so weit, nachdem es bereits das ganze Wochenende rumort hatte. Trainer Heiko Herrlich wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Als Nachfolger kehrt ein alter Bekannter an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit Markus Weinzierl verpflichtete der FC Augsburg den erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte. Der Straubinger, von 2012 - 2016 in der Fuggerstadt, führte den FCA sogar bis ins Sechzehntelfinale der Europa League, wo man gegen den FC Liverpool respektabel mit 0:1 scheiterte.Große Teile der Fanszene begrüßten den alten Neuen mit großem Enthusiasmus. Dem kann sich der Verfasser dieser Zeilen durchaus anschließen, wobei allerdings die Befürchtung, dass dieser Schritt zu spät kam etwas überwiegt.

Vorschau: Das erste von zwei Endspielen um den Klassenerhalt steigt im Freitagsspiel beim VfB Stuttgart. (7.5. - 20:30 Uhr) Die Schwaben haben den Klassenverbleib längst gesichert, befinden sich aber im Niemandsland der Tabelle, nachdem es eine ganze Weile danach ausgesehen hatte, dass man sich berechtigte Europapokal-Hoffnungen machen durfte.Zuletzt setzte es - gegen zugegeben starke Gegner - vier Niederlagen in Folge. Da kommt der FCA als Aufbaugegner gerade recht. Die große Herausforderung für Markus Weinzierl wird es sein das schnelle Aufbauspiel der Stuttgarter zu stoppen, um dann irgendwann endlich selbst einmal die Initiative zu ergreifen. Die Qualität dafür ist im Kader definitiv vorhanden. Nach seiner abgesessenen Gelbsperre kehrt Felix Uduokhai wieder in die Mannschaft zurück.Unterliegt der FC Augsburg erneut, wird es ganz, ganz eng.


SV Werder Bremen

Rückschau: Mit einem 3:1 ging Werder Bremen bei Union Berlin baden. Mit einem lupenreinen Hattrick zerlegte der Ex-HSV Spieler Pohjanpalo Werder im Alleingang. Nach der ersten Halbzeit stand es noch 0:0 und Werder wusste bis dahin defensiv ordentlich zu stehen. Union schaffte es aber binnen 17 Minuten Werder wieder ihre Grenzen aufzuzeigen. In der 82. Minute gelang Gebre Selassie noch der Anschlusstreffer zum 3:1, aber das war zu wenig. Wie die ganze “Leistung” von Werder zu wenig war. Wie schon in den vergangenen Spielen war es eine erbärmliche Vorstellung, welches das Team im Spiel nach vorne zeigte. Mit 16:9, Torschüssen und 11:2 Ecken spiegelt die Statistik das Spiel schon sehr gut wieder.  Der Bremer Torhüter Jiri Pavlenka verhinderte noch Schlimmeres und konnte einem leidtun. Mit dieser Leistung wird es für Werder schwierig, die Klasse zu halten.

News der Woche: Nach der desaströsen Leistung der vergangenen Wochen kam es am Sonntag und Montag zum Krisengipfel im Weserstadion. Mit dem überraschenden Ergebnis, dass Kohfeldt nicht freigestellt wird. Nach Gesprächen mit dem Trainer, dem Aufsichtsrat und dem Spielerrat darf Kohfeldt bis zum Pokalspiel am Freitag gegen RB Leipzig Trainer bleiben. Die sportliche Führung erwartet von Trainer und Team eine Reaktion. Sollte diese ausbleiben, kann es sein, dass es nächste Woche doch noch zum Trainerwechsel kommt. Die Fans haben sich schon klar geäußert, dass es einen Wechsel auf Trainerposition geben muss, wenn man nicht absteigen will.

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Vorschau: DFB-Pokal Am Freitag kommt es um 20:30 Uhr im Weserstadion zum Halbfinalspiel gegen RB Leipzig. Es spricht nur wenig dafür, dass Werder ins Finale einziehen wird. Nach 2 deutlichen Niederlagen gegen Leipzig in der Liga und 7 Bundesliga Niederlagen am Stück muss man als Mut machen, schon lange suchen. Das eine ist, das Werder nach Bayern München die meisten Pokal Titel geholt hat. Des Weiteren kann man es sich schönreden und auf die Personalwechsel bei RB Leipzig hinweisen. Nachdem jetzt klar ist, dass Julian Nagelsmann nach der Saison zu den Bayern wechselt und auch Sportdirektor Markus Krösche RB Leipzig verlässt, könnte man vermuten, dass Unruhe ins Team kommt. Aber das ist schon sehr weit hergeholt. Da ist es schon eher möglich, das, dass Werder Team ihre Chancen auf den Titelgewinn wahren möchte und/oder für Kohfeldt spielt, damit er bleiben kann.

Vorschau: Spieltag 32. Am Samstag, den 8.05.2021 um 15:30 Uhr empfängt der SV Werder Bremen im heimischen Weserstadion Bayer 04 Leverkusen. In den vergangenen 81 Bundesligapartien gab es 22 Siege für Leverkusen. Dem gegenüber stehen 32 Unentschieden und 27 Siege für Werder. In der Hinrunde gelang Werder ein 1:1. Das zeigt, dass es möglich ist, gegen Leverkusen zu punkten. Was gegen Werder spricht, ist die aktuelle Schwäche und das Leverkusen seit dem Trainerwechsel wieder zur alten Stärke gefunden hat.

Für Werder zählen jetzt im Abstiegskampf nur Punkte und am hilfreichsten sind dabei Siege.


Arminia Bielefeld

Rückschau: Über den Bielefelder Auftritt in Mönchengladbach dürfte man eigentlich nur so wenig Worte verlieren wie die Arminen Leistung auf dem Platz gezeigt haben. Tatsächlich gab es bei der 0:5-Klatsche wirklich gar nichts Gutes über den Auftritt des Aufsteigers zu berichten, der nur dank Torwart Stefan Ortega Moreno nicht noch deutlich höher verlor. Die Arminia war der Borussia am Sonntagabend in allen Belangen unterlegen und hat sich auf diese Weise sportlich und emotional mehr Druck im Abstiegskampf auferlegt. 

Vorschau: Wie stark oder aus dem Tritt kommt Hertha BSC aus der Quarantäne zurück? Es wird die große Frage sein, die über Arminias Spiel bei den Berlinern am Sonntag, 9. Mai (18 Uhr) schwebt. Es ist ein bisschen wundertütig, was die kommenden Gegner der Hertha erwartet. So oder so ist Arminia nach dem 0:5 gefordert, um nicht noch mehr Federn im Abstiegskampf zu lassen. Erst recht nicht gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller. 


VfB Stuttgart

  • Von Andreas

Andreas ist nächste Woche wieder dabei :)

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