Von Verlängerungen und Verabschiedungen

Bayer macht eine Vertragsverlängerung klar und die Bayern verabschieden sich.

FC Bayern München

Rückschau:

News der Woche: Eigentlich hatten viele diese Saison schon damit gerechnet, nun ist es endgültig offiziell. Javi Martinez, Held des Supercup Endspiels in Prag, Publikumsliebling und absoluter Sympathiespieler verlässt nach neun sehr erfolgreichen Jahren den FC Bayern. Man hätte sich zu seiner Primetime kaum einen besseren Abräumer und in den letzten Jahren kaum einen angenehmeren Ersatzmann wünschen können.

Die Damen des FC Bayern haben leider das Champions League Finale verpasst. Im Halbfinal Rückspiel war leider Schluss gegen Chelsea, da half auch der Traumtreffer von Sarah Zadrazil nicht.

Diverse Transfermeldungen wabern seit der Nagelsmann Verpflichtung durch den Orbit, konkret scheint es allerding selten zu werden, man wird sich also noch gedulden müssen.

Vorschau: Bundesliga Spieltag Nr. 32 steht an, der FC Bayern trifft am Samstag 18:30 auf Borussia Mönchengladbach. Das Hinspiel endete 3:2 nach 2:0 Führung. Gladbach kam zuletzt nach mehreren Niederlagen wieder etwas besser in Form. 4:0 gegen die SGE und 5:0 gegen die Arminia. Dazwischen eine 2:3 Niederlage gegen Hoffenheim bei der sie schon 2:0 in Front Lagen. Tore auf beiden Seiten sind also sehr wahrscheinlich, Lewandowski könnte das freuen. Auf der anderen Seite konnte auch Gladbach diese Saison über weite Teile der Saison auf beiden Seiten des Balls überzeugen.

Priorität 1 hat natürlich der Meistertitel und im Gegensatz zu vorletzter Woche sollte dieses mal alles reingehauen werden. Ein Sieg und die Javi macht die 9/9 voll. Keine allzu schlechte Quote möchte man meinen.


Borussia Dortmund

Rückschau: Manch eine/r hatte aufgrund des Fehlens von Stürmerstar Erling Haaland eine komplizierte Pokalpartie für den BVB erwartet. Doch überraschen durfte der Sieg über Holstein Kiel am Samstagabend nach 90 Minuten eigentlich niemanden. Dass es ein 5:0 wurde, das schon nach 45 Minuten an der Anzeigetafel stand, war allerdings ein toller Bonus. Kiel hielt 15 Minuten leidlich mit, ehe die Marschrichtung der Schwarz-Gelben Früchte trug: keine Zweifel am Ausgang aufkommen lassen, pressen, zügig nach vorne spielen. Was dem BVB gegen stärkere Teams immer mal wieder Schwierigkeiten bereitet, gelang hier in Perfektion.

So schaffte es Giovanni Reyna, mit gleich zwei Treffern seine wiedergefundene Form zu demonstrieren, Marco Reus präsentierte sich nicht nur bei seinem Tor spielfreudig; außerdem trafen der nominelle Neuner Hazard sowie Jude Bellingham. Über die unspektakuläre zweite Hälfte müsste man nicht reden, wenn es nicht die schwere Knieverletzung des eingewechselten Rechtsverteidigers Mateu Morey gegeben hätte – welche die Vorfreude auf Berlin bei allen Schwarz-Gelben sichtbar trübte.

News der Woche: Dass die Verletzung von Morey langwierig sein wird, musste man schon unmittelbar danach vermuten. Bisher haben der Spieler und der BVB bestätigt, dass sich Mateu einer Operation unterziehen muss und „lange“ ausfällt. Die erste Reaktion darauf ist, ihm gute Besserung zu wünschen, doch es wird auch bereits über die Folgen diskutiert. Schließlich hört der langjährige Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek nach der Saison in Dortmund auf, Thomas Meunier konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen und Felix Passlack wird eher als Back-up gesehen. Immerhin dürfte die Anfang der Saison kaum für möglich gehaltene Vertragsverlängerung mit Passlack nun wirklich nur noch Formsache sein.

Vorschau: Zweimal in fünf Tagen gegen Leipzig – es ist kein vergnügungssteuerpflichtiges Programm, das dem BVB nun bevorsteht. Vor dem Pokalfinale am Donnerstag nächster Woche in Berlin kommt derselbe Gegner am Samstag, 15.30 Uhr in Dortmund vorbei. Das Ligaspiel dürfte der Borussia wichtiger sein als RBL, trotz deren Mini-Chance auf die Meisterschaft. Doch das muss kein Vorteil für Schwarz-Gelb sein.

Das Hinspiel gewann der BVB mit einer der stärksten Saisonleistungen 1:3. In der Form haben sich Dortmund und Leipzig angeglichen. Dem BVB gelangen in den letzten zehn Spielen wettbewerbsübergreifend sechs Siege, RB fünf, bei jeweils drei Niederlagen. Entscheidend wird die Tagesform sein, bei der der bevorstehende Millionentransfer von Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann zum FC Bayern kaum eine Rolle spielen dürfte. Stammspieler werden den Leipzigern nach aktuellem Stand nicht fehlen. Die Borussia muss wegen seiner Gelb-Rot-Sperre auf den formstarken Jude Bellingham verzichten.


RB Leipzig

Rückschau: Zum zweiten Mal nach 2019 bot sich für RB Leipzig am Freitagabend die Chance, das DFB-Pokal-Finale zu erreichen. Es wurde gegen der erwartet schwere und spannende Pokalfight gegen kämpferisch, taktisch und emotional gut eingestellte Bremer. Trotz gutem Beginn und grundlegender Spielkontrolle (66 Prozent Ballbesitz) schaffte es RB über 90 Minuten nicht diese in Tore umzumünzen. Auch weil wieder einmal ein Großteil der abgegebenen Schüsse (21 von 28) nicht den Weg aufs Tor fanden. Auf der Gegenseite verteidigte Bremen sehr kompakt und brachte durch Selke und Sargent die Leipziger Abwehrkette, allen voran Upamecano ein ums andere Mal in größere Bedrängnis. Kurz vor der Pause versuchte dann der Ex-Leipziger Selke auf allzu plumpe Weise, einen Strafstoß gegen Mukiele herauszuholen, was VAR Bibiana Steinhaus-Webb durch ihre Intervention verhinderte.

Ein ähnliches Bild in der 2. Halbzeit. RB begann druckvoll, blieb aber bis auf einen Freistoß durch Angelino und einen Latten-Kopfball im Angriff eher harmlos. Bremen kam gegen Ende zunehmend besser ins Spiel. In den Schlussminuten hatte beide Teams durch Selassie und Poulsen noch die Chance auf den Siegtreffer. Die Entscheidung für RB brachten dann in der Verlängerung die jeweils kurz zuvor eingewechselten Hwang (93. min) und Emil Forsberg mit einem artistischen Torschuss nach Kopfballvorlage von Hwang (121. min), der so in letzter Sekunde ein Elfmeterschießen verhinderte. Zwischendurch sorgte Bittencourt nach einem groben Patzer von Upamecano für den Bremer Ausgleich (105. min).

Trotz der Spannung bis in die Schlusssekunden war es unterm Strich ein verdienter Sieg von Leipzig gegen eine spielerisch klar unterlegene aber aufopferungsvoll kämpfende Bremer Mannschaft. Mit dem Finaleinzug bleit das große Ziel eines Titelgewinns, mit dem sich Trainer Julian Nagelsmann aus Leipzig Richtung München verabschieden will, weiter in Reichweite.

News der Woche: Laut Medienberichten will RB in den kommenden Tagen und Wochen mit Peter Gulacsi sowie Sabitzer, Halstenberg und Forsberg Vertragsgespräche aufnehmen. Während der Vertrag des ungarischen Nationaltorwarts zwar noch bis 2023 läuft aber eine Ausstiegsklausel von rund 13 Millionen Euro enthält, laufen die Arbeitspapiere der drei anderen, bisherigen Stammspieler bereits 2022 aus. Bei Sabitzer und Halstenberg stehen die Zeichen eher auf Abschied, bei den anderen beiden ist noch keine Tendenz erkennbar. Klar ist aber, dass angesichts des erklärten Ziels den Kader auf 21-22 Feldspieler zu verkleinern, noch drei bis vier Spieler zur neuen Saison gehen müssen.

Dagegen könnte es für den bereits nach nur einer verkorksten Saison mit lediglich zwei Startelfeinsätzen abgeschriebenen Hee-chan Hwang eine neue Perspektive bei RB geben. Grund dafür dürften weniger seine zwei Scorerpunkte im Pokalhalbfinale als vielmehr der neue Trainer Jesse Marsch sein. Der trainierte den südkoreanischen Stürmer bereits bei RB Salzburg und gilt als sein Förderer.

Vorschau: Nach zweimal Bremen jetzt also zweimal Dortmund innerhalb weniger Tage. Zuerst geht es Samstag (15:30 Uhr) in der Bundesliga für RB darum, die erneute CL-Qualifikation final festzumachen und Platz 2 zu verteidigen. Im Pokalfinale am darauffolgenden Donnerstag (20:45 Uhr) winkt der erste nationale Titel für die Leipziger. Beide Ziele werden gegen wieder erstarkte Dortmunder alles andere als leicht zu erreichen sein. Angesichts der offensiven Probleme bei RB und der aktuellen Form des BVB ist letzterer in beiden Partien leichter Favorit. Spannend wird sein, inwieweit Julian Nagelsmann die Bundesligapartie als taktisches und personelle Experimentierfeld für das Pokalfinale nutzt oder ob er in beiden Partien aufs Ganze gehen wird. Ziemlich sicher ist dagegen, dass es in und rund um die beiden Spielen auch emotional hoch her gehen wird. Geht es doch um nicht mehr oder weniger als den Anspruch beider Klubs die sportliche Nr. 2 in Deutschland zu sein.   


Borussia Mönchengladbach

News der Woche: Abseits des sportlichen Geschehens am inzwischen zum Quarantänelager umfunktionierten Borussia Park geht es mal wieder um ein Stück Vereinsgeschichte, dass es angemessen zu würdigen gilt. „Ein Denkmal für Manolo“ ist die Aktion von einigen Fans, die dem 2013 verstorbenen legendären Trommler aus der Nordkurve gilt. Manolo, der eigentlich aus der Türkei stammte und Ethem Özerenler hieß, war von 1977 an jahrzehntelang mit seiner der Einpeitscher am alten Bökelberg. Und er ist dort bis heute unvergessen.

Der Mönchengladbacher Autor Dirk Dillenberger („Fohlenkultur“), dem es wie kaum einem anderen immer wieder gelingt, die unverbrüchliche Liebe zum Verein und zum Spiel und den Spielern in emotionale Worte zu fassen, ist einer derjenigen, die dafür werben. Dillenberger hat erst vor kurzem ein Buch („Manolo – wir hören dich“) über den Trommler geschrieben, der als Gastarbeiter an den Niederrhein kam und sein Herz an die Fohlenelf verlor. Wer Manolo nicht selbst erlebt hat, dem sei dieses Filmschätzchen empfohlen:

Um den Traum vom Denkmal für Manolo Wirklichkeit werden zu lassen, sammeln die Fans nun Unterschriften, um den Verein aufzufordern, ein Denkmal an oder in der Nordkurve des Borussia Parks zu errichten. Knapp 1000 Unterschriften sind schon zusammengekommen, um dem die Ehre zu erweisen – der der Mannschaft und den Fans den Takt vorgab und der selbst vom Spiel meist nicht so viel mitbekam. Wie sagt er so schön im Film: „Ich mach‘ bumm-bumm – Borussia macht Tor!“ Wie könnte man so einem Mann kein Denkmal setzen wollen? Ich denke, da wird man beim Verein offene Ohren finden. Der Link zur Petition

Vorschau: Nachdem durch die Siege von Leipzig und Dortmund im DFB-Pokal feststeht, dass auch Platz 7 in der kommenden Saison für einen internationalen Startplatz reichen wird, gilt es für die Borussia umso mehr, in den letzten drei Saisonspielen noch möglichst optimal zu punkten.

Der Gegner am Samstag um 18.30 Uhr ist dafür im Normalfall der denkbar Schlechteste. Doch andererseits hat Gladbach gerade gegen den Rekordmeister Bayern München in den vergangenen Jahren eine fast schon herausragende Bilanz, nämlich eine ausgeglichene. In den letzten sieben Jahren gab es 6 Siege, 6 Niederlagen und zwei Unentschieden gegen die Übermannschaft der Liga. Allerdings wird in München gespielt. Und dort gelang dem VfL in dieser Zeit nur ein Sieg - mit 3:0 im Oktober 2018.

So wie es derzeit aussieht, kann Marco Rose auf den kompletten Kader zurückgreifen. Kapitän Lars Stindl meldete sich am Montag nach seiner Muskelverletzung im Training zurück. Zuvor hatte er drei Bundesligapartien verpasst. An Stindls letztes Comeback gegen München haben die Borussia-Fans übrigens sehr gute Erinnerungen. Es war vor drei Jahren besagtes 3:0 in der Allianz-Arena.


Bayer Leverkusen

News der Woche: Dass Aleksandar Dragović den Verein nach dieser Saison verlassen wird, gilt als sicher. Damit ist er ein Teil eines großen Umbruchs in der Innenverteidigung, da neben ihm Sven Bender seine Karriere beendet und auch ein Abgang von Jonathan Tah nicht unrealistisch erscheint. Bis heute ist hingegen aber unklar, wohin es den österreichischen Nationalspieler zieht. Roter Stern Belgrad ist schon länger an ihm interessiert, man soll auch schon sehr weit in den Gesprächen sein, doch womöglich schreckt ihn ein Abstieg in die serbische Liga ab. Dynamo Moskau, wo mittlerweile Sandro Schwarz Cheftrainer ist, war bereits im Winter interessiert, damals schob Bayer Leverkusen einen Riegel vor, nun scheint Dragović nicht besonders interessiert. Jüngst tauchte auch noch der 1. FC Köln auf. Für den Effzeh spricht die attraktive und bekannte Liga, sollte sie denn gehalten werden. Näheren Kontakt soll es aber noch nicht gegeben haben.

Länger bleiben wird hingegen Florian Wirtz. Wie erwartet unterschrieb er an seinem 18. Geburtstag einen neuen Vertrag, nun ist er bis 2026 gebunden.

Vorschau: Seit letzter Woche steht fest, dass Bayer Leverkusen am Samstag um 15:30 Uhr nicht nur gegen Werder Bremen spielt, sondern gegen ein von Florian Kohfeldt trainiertes Bremen. Werder braucht dringend noch Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern und dürfte sich gegen Leverkusen dabei auf die Tugend besinnen, die auch gegen RaBa Leipzig zu 120 Minuten führte: den Kampf. Denn spielerisch wirkte dieses Spiel, was als einer der besseren Bremen-Spiele der jüngeren Zeit gilt, noch sehr beschränkt.


TSG Hoffenheim

Vorschau: Nach der einwöchigen Spielpause empfängt die TSG am 8. Mai um 15:30 Uhr den FC Schalke 04 in der Pre-Zero-Arena. Gegen die bereits sicher abgestiegenen Schalker wäre alles andere als ein Sieg eine mittelgroße Blamage. In der Hinrunde verloren die Kraichgauer kläglich mit 0:4, weshalb das Team von Sebastian Hoeneß auf Wiedergutmachung aus sein sollte. 

Personell lässt sich außer den Ausfällen der Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Kostas Stafylidis, Dennis Geiger und Ermin Bicakcic noch nichts mit Sicherheit sagen.


VfL Wolfsburg

Rückschau: [ca. 100 Wörter, inkl. Gegner und Ergebnis und evtl. 1, 2 Statistiken, die darüber hinausgehen]

News der Woche: [ca. 100 Wörter]

Vorschau: [ca. 100 Wörter, inkl. Gegner und Datum/Uhrzeit und evtl. den Schlüsselspielern]


SC Freiburg

News der Woche: Der SC Freiburg hat den Vertrag mit dem ewigen Stehaufmännchen Lukas Kübler verlängert, der sich trotz einer Vielzahl unglücklicher Verletzungen immer wieder in die Mannschaft kämpfen und dort stets stabile Leistungen abliefern konnte.

Der SC Freiburg positioniert sich mit den vielen Vertragsverlängerungen für einen relativ ereignislosen Sommer, da im aktuellen Kader wenig Platz für Neuverpflichtungen sein dürfte und man mit Nico Schlotterbeck auch eine Bundesliga-Stammkraft zurückerhält. Je nachdem wie viel Interesse die teils starken Leistungen einiger Freiburger Spieler jedoch bei anderen Vereinen geweckt haben, könnten sich die Pläne natürlich ändern.

Vorschau: Nachdem der SC Freiburg am Donnerstagabend sein Nachholspiel gegen Hertha BSC absolvieren wird (siehe Vorschau in der letzten Kehrwoche), steht am Sonntag, den 09.05. um 13:30 Uhr ein Auswärtsspiel beim 1. FC Köln auf dem Programm. Die kurze Taktung zweier Auswärtsspiele ist sicherlich kein Vorteil, und die unter Funkel zuletzt stabileren Kölner werden ums Überleben kämpfen müssen.

Christian Streich hatte bereits angekündigt, auch im Sinne des Wettbewerbs die restlichen Saisonspiele nicht zu einem Schaulaufen junger Talenten nutzen zu wollen, daher ist mit der bestmöglichen Freiburger Elf zu rechnen. Der designierte Stammtorhüter Mark Flekken könnte jedoch gegen Köln zu seinem ersten Einsatz nach seiner langen Verletzungspause kommen. Ansonsten ist Freiburg nach aktuellem Stand personell nicht eingeschränkt, könnte aber nach nach dem Hertha Spiel ein wenig rotieren, um eine möglichst fitte Startelf auf dem Platz zu haben.


Eintracht Frankfurt

News der Woche: Am spielfreien Wochenende meldete Eintracht Frankfurt Vollzug: Markus Krösche wird ab 1. Juni neuer Sportvorstand bei den Hessen. Der 40-Jährige war zuletzt bei RB Leipzig als Sportdirektor tätig. Sein Vertrag wurde erst kürzlich aufgelöst. In Frankfurt unterschreibt Krösche bis 2025. 

Die Suche nach einem neuen Trainer geht derweil weiter. Zuletzt kamen Gerüchte auf, Oliver Glasner könnte den VfL Wolfsburg zum Saisonende verlassen und den Posten bei der Eintracht übernehmen. In diversen Medienberichten gilt er als heißester Kandidat auf die Hütter-Nachfolge.

Auch Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) und Roger Schmidt (PSV Eindhoven) wurden zuletzt mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht. Beide bekannten sich aber erst kürzlich zu ihren Vereinen.

Vorschau: Am Sonntag um 15:30 Uhr trifft Eintracht Frankfurt auf Mainz 05. Die Mainzer machten es der Eintracht in der Vergangenheit oftmals schwer und auch das kommende Spiel könnte die Frankfurter vor eine Herausforderung stellen. 

Nachdem Mainz 05 eine katastrophale Hinrunde spielte, formte Bo Svensson eine konkurrenzfähige Mannschaft, die in der Rückrunde bisher starke Leistungen ablieferte. Mit 28 Punkten stehen die 05er auf Platz 5 der Rückrundentabelle – nur einen Punkt hinter Eintracht Frankfurt auf Platz 3. Zuletzt verloren haben die Mainzer Ende Februar gegen Augsburg.

Bei den Frankfurtern könnte Amin Younes erneut zum Schlüsselspieler werden. Schon nach seinem Wechsel an den Main brachte der 27-Jährige Schwung in die Offensive. Kreative Impulse wurden nach seinem Verschwinden aus der Startelf des Öfteren vermisst. Zuletzt kämpfte er mit leichten Adduktorenproblemen und arbeitete in der kurzen Pause mit einem Reha-Spezialisten in Belgien an seiner Genesung – für Sonntag meldet sich Younes nun zurück. 


Hertha BSC

Rückschau: Als Herthafan gab es wahrscheinlich lange kein Spiel mehr, auf das man dermaßen nervös hinfieberte. In Herthas Abwesenheit punktete die Konkurrenz, Hertha wurde auf Platz 17 runtergereicht und nicht nur Pál Dárdai rechnete, dass man aus den drei Nachholspielen mindestens 4 Punkte bräuchte. Diese würden nämlich für einen Sprung auf Platz 14 reichen. Skepsis war allerdings angebracht, ob man mit dem Punkten bei den zuletzt so starken Mainzern beginnen würde. Die Anfangsphase schien dann diese Bedenken zu bestätigen. Mainz hatte den Plan, unfassbar aggressiv zu pressen und die Herthaner zu jeder Zeit in Stresssituationen zu bringen. Der Plan wäre aufgegangen, wenn Mainz nicht so verschwenderisch mit seinen Chancen umgegangen wäre.

Mit ein bisschen Glück und einem herausragenden Schwolow im Tor konnte Hertha die Anfangsphase überstehen und kam immer besser ins Spiel. Zusätzlich strahlte Hertha endlich Gefahr nach Standards aus und konnte nach einer Freistoßflanke von Marton Dardai durch Lucas Tousart in Führung gehen. Kurz darauf hatte Hertha sogar die Riesenmöglichkeit, die Führung zu erhöhen, doch Matheus Cunha steht momentan nicht in Verdacht, mehrheitlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im direkten Gegenzug erzielten die Mainzer durch ein Traumtor von Mwene (gefühlt der zehnte Sonntagsschuss, den Hertha in dieser Saison kassiert) den Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit gab es ein offenes Spiel, in dem Hertha – auch dank der Wechsel – sich ein leichtes Übergewicht erkämpfen konnte. Das macht Mut für die kommenden Wochen. Der Mannschaft gelang zwar bei weitem nicht alles, aber sie trat als Einheit auf, kämpfte um jeden Ball, war körperlich fit und hatte durch Piatek noch die Riesenchance, drei Punkte mit nach Berlin zu nehmen. Am Ende geht der Punkt in Ordnung, da Mainz zwar ganz klar die Anfangsphase gehörte, sie aber in der zweiten Halbzeit und explizit bei der eigentlich fälligen gelb-roten Karte für Bell das Glück auf ihrer Seite hatten. Abhaken, weitermachen!

News der Woche: Die Sehnsucht nach einer ruhigen Saison bleibt bei Hertha aktuell nicht nur sportlich, sondern auch neben dem Platz unbefriedet. Das neueste Kapitel schrieb Jens Lehmann. Dass Windhorst – für dessen Tennor-Group Lehmann in den Aufsichtsrat der KGaA berufen wurde – sich von großen Namen blenden lässt, war spätestens nach der Klinsmann-Posse klar. Bei Jens Lehmann war auch schon vor Hertha nicht nur dessen sportliche Qualifikation für einen solchen Posten fraglich, er machte auch durch diverse Auftritte nicht gerade als Sympathieträger Werbung für sich.

Dass es um ihn so schlimm steht, dass er rassistische Kommentare über Dennis Aogo versehentlich an ihn selbst schickt, setzt dem ganzen aber nochmal die Krone auf. Sein Entschuldigungsversuch ist so erbärmlich, dass er an dieser Stelle nicht nochmal wiederholt wird. Würde man es positiv mit Jens Lehmann halten, könnte man sagen, dass da jemand dringend Hilfe bei der Selbstreflektion benötigt. Die Hilfe kann er sich dann allerdings zukünftig außerhalb von Berlin suchen. Tennor trennte sich am Morgen nach der Äußerung von Jens Lehmann, Hertha begrüßte diese Äußerung und bekundete wohl auch selbst Interesse an diesem Schritt.

Vorschau: Spiele gegen Freiburg laufen für Hertha selten angenehm. Im zweiten Spiel Páls erster Amtszeit ging es zu Hause gegen den Sportclub. Dárdai vercoachte sich heftig, stellte Ronny auf die 6 und wollte Freiburg an die Wand spielen. Das misslang, Hertha verlor und musste bis zum letzten Saisonspiel um den Klassenerhalt zittern.

Dass Dárdai diesmal versucht, den Gegner offensiv zu überrennen, steht nicht zu erwarten. Abhängig von der Regeneration wird er vermutlich auf ein paar Positionen rotieren. Ein Sieg würde Hertha wieder über den Strich bringen – mit dem Nachholspiel gegen Schalke in der Hinterhand.

Freiburg fehlen, wenn man das Torverhältnis einberechnet, 6 Punkte auf Platz 7, welcher zur neuen Conference League berechtigt. Mit einem Sieg würden sie sich eine Minimalchance auf diesen Platz wahren. Die Freiburger spielen eine sehr ordentliche Saison, haben aber nicht mehr die Konstanz, mit der sie unter anderem das Hinspiel gegen Hertha klar gewannen und eine Phase einläuteten, welche Freiburg aller Sorgen entledigte und bei den Berlinern letztlich zur Trennung von Bruno Labbadia und Michael Preetz führte.


Union Berlin

Vorschau: Am 8. Mai 15.30 Uhr geht es für den 1. FC Union Berlin gegen den Verein für Leibesübungen Wolfsburg e. V. in eine Arena mit dem schicken Namen eines großen deutschen Autobauers. Die bisherigen drei Begegnungen konnten beide Mannschaften bisher relativ ausgeglichen gestalten. Die erste Begegnung beider Mannschaften in der 1. Bundesliga am 6.10.2019 gewann der VfL noch knapp mit 1:0, die beiden folgenden Partien endeten salomonisch jeweils 2:2. Die Favoritenrolle sollte in diesem Spiel klar auf der Seite von Wolfsburg liegen, immerhin nimmt der VfL aktuell Kurs in Richtung Champions League und steht unter Druck, dass Spiel auch gegen die Köpenicker gewinnen zu müssen, denn hinter den Wölfen drückt vor allem der BVB auch auf die Tube, um das Ziel CL irgendwie noch zu erreichen. Union dagegen hat nicht nur sein Saisonziel mit dem Klassenerhalt bereits frühzeitig erreicht, sondern toppt gerade auch noch mit bereits erreichten 46 Punkten sein Vorjahresziel von 41 Punkten. Mit anderen Worten gilt für Union: Alles kann - nichts muss. Somit sollte der VfL mit seiner Spielweise den Berlinern sehr entgegenkommen.

Wichtig für die Unioner muss sein, Wolfsburgs Wout Weghorst in den Griff zu bekommen. Erschwerend für Union: Das Krankenlazarett hat sich wieder etwas verschärft. Nach wie vor fallen beim stürmenden Personal Anthony Ujah, Taiwo Awonihi, Sheraldo Becker, Leon Dajaku und seit dem letzten Spiel – schwer am Knie verletzt - Cedric Teuchert aus. Unter guten Umständen könnte vielleicht Awonihi das Krankenlager verlassen und vielleicht für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stehen.


Schalke 04

Rückschau: Spielfrei.

News der Woche: Auf Schalke nimmt die Planung für die kommende Saison langsam Gestalt an. Am Dienstag wurde der Posten des Sportdirektors nach ausgiebiger Suche besetzt. Schröder übernimmt das Amt ab 01. Juni und bekommt die Hauptaufgabe eine neue Mannschaft aufzubauen. In ähnlicher Weise war er zuvor auch schon bei Fürth, Bremen und in der Anfangsphase bei Mainz tätig, ehe er dort zum Vorstand aufstieg.

Schober, der zuvor Teil des Planungsteams für die kommende Saison war, bekam gleichzeitig ebenfalls eine neues Aufgabenfeld zugeteilt. Er steigt zum Direktor der Knappenschmiede auf. Dieser Posten war, seitdem Knäbel den Vorstandsposten übernommen hatte, übergangsweise unbesetzt geblieben. Nun sollten im sportlichen Bereich erstmal wieder alle Positionen besetzt sein. Und hierbei - wie auch schon bei den bisherigen Spielerverpflichtungen - war im Vornherein nicht schon Alles in der Presse gelandet. Stattdessen gelingt dem Verein seit langem mal wieder eine selbstbestimmte Kommunikation.

Lediglich ein Nachfolger für den zum Saisonende gehenden Marketingvorstand Jobst wird noch gesucht. Allerdings wird diese Personalie wohl erst nach der Mitgliederversammlung Mitte Juni neu besetzt. Ebenso könnte dann auch im Gebiet Kommunikation eine neue Personalie folgen.

Schon vor Schröders Einstellung gab Schalke bekannt, Terodde für die nächste Saison und mit Option auf ein weiteres Jahr verpflichtet zu haben. Mit ihm sollen die Offensivprobleme der Mannschaft in Angriff genommen werden. Terodde, wie auch Latza zuvor, sollen wohl Teile eines soliden Gerüsts bilden um das herum junge Spieler aufgebaut werden. Gleichzeitig spricht diese Personalie aber auch für ein Commitment, den Wiederaufstieg möglichst schnell zu schaffen. Ob diese Gradwanderung zwischen langfristiger Aufbauarbeit und kurzfristigem Erfolgsdruck gelingt, wird sich zeigen.

Beitragen dazu könnte auch die neu dazugewonnene sportliche Kompetenz im Aufsichtsrat - Youri Mulder wurde in das Gremium kooptiert. Er spielte über neun Jahre im Schalker Sturm, war Teil der Eurofighter und schaffte es bis in die niederländische Nationalmannschaft, nach seiner aktiven Karriere war er zeitweise als Assistenztrainer bei Twente Enschede und Schalke. Nun soll er die Neuausrichtung in Liga zwei mitgestalten.

Natürlich kann keine Personalie im Alleingang die zahlreichen Problemfelder auf Schalke beseitigen, wer diese Hoffnung an Schröder, Terodde, Mulder oder sonst wen bindet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Aber es wird langsam ein gangbarer Weg zurück in die erste Liga erkennbar. Jetzt gilt es, diesen geduldig zu verfolgen - besonders wir Fans werden dabei gefragt sein!

Vorschau: Am Samstag um 15:30 Uhr steht nun das Auswärtsspiel in Hoffenheim an, ehe am folgenden Mittwoch um 18:00 Uhr die Partie gegen Hertha nachgeholt wird. Um Punkte geht es bei Schalke zwar nicht mehr wirklich, aber ansehnliche Leistungen würden dem Trainerteam einiges an Kredit verschaffen. Es war den Spielern freigestellt worden, ob sie die letzten vier Partien überhaupt bestreiten wollen. Spannend wird also vor Allem zu sehen, wer auf Schalker Seite überhaupt auf dem Platz stehen wird.

Definitiv nicht dabei sein werden aber einige Verletzte. Leihspieler William zog sich erneut einen Kreuzbandriss zu, Stambouli wurde operiert und fällt mindestens für den Samstag aus und auch Mascarell verletzte sich im Training und fehlt ebenfalls am Wochenende. Nastasic, Mendyl, Boujellab, Mercan, Raman und Skrzybski waren schon verletzt in die spielfreie Woche gegangen. Schalke setzte unter anderem wegen der vielen Verletzungen bisher 36 Spieler diese Saison ein, der Rekord von 37 könnte in den letzten Partien aber anscheinend noch gebrochen werden.


FSV Mainz 05

Rückschau: Am hoffentlich letzten Montagsspiel der Bundesliga-Geschichte konnte Mainz 05 den Konkurrenten Hertha BSC Berlin im Abstiegsrennen auf Abstand halten. Vor dem Spiel war viel spekuliert worden, ob Berlin gestärkt oder mit Handicap aus ihrer Corona-Quarantäne kommen würde. Im Endeffekt lief das Spiel ähnlich ab, wie man sich das auch vor 2 Woche erwartet hätten. In der Mainzer Startelf waren im Vergleich zum Bayern Spiel 4 mit Bell, Kohr, Boëtius und Szalaí vier Stammkräfte zurück in der Aufstellung.

Die Mainzer hatten, wie so oft in der Rückrunde den besseren Start ins Spiel und hätten nach Chancen von Boëtius und Szalaí schon nach 20 Minuten 2:0 führen müssen. Wie so oft machte den Nullfünfern dabei aber die Chancenverwertung einen Strich durch die Rechnung. In der 36. Minute hatte man zusätzlich noch Glück, dass Stefan Bell nicht mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde und Sascha Stegemann es bei einer letzten Ermahnung beließ. Die verunsicherte Mainzer Mannschaft kassierte, noch bevor Bell für Hack ausgewechselt werden konnte, in der anschließenden Freistoßsituation einen zu diesem Zeitpunkt vollkommen unverdienten Gegentreffer. Mainz zeichnet in dieser Rückrunde aber eine enorme Comeback-Fähigkeit aus und nur 4 Minuten später konnte Philipp Mwene mit einem Traumtor von außerhalb des 16ers ausgleichen.

Die zweite Hälfte der Partie war ereignisarm, die Hertha wurde dabei aber immer stärker und spielte mit den Mainzern ebenbürtig auf den Sieg. In der 82. Minute konnte dann Piątek die beste Chance der 2. Hälfte, brachte aber freistehend vor Zentner den Ball nicht aufs Tor. In der 91. Minute hatte dann Moussa Niakhaté die letzte Chance des Spiels, platzierte den Kopfball nach einer Brosinski-Ecke den Ball aber zu ungenau und direkt auf Schwolow.

News der Woche: In den letzten Tagen wurde die Nachricht bekannt, dass Bayer Leverkusen Interesse am niederländischen 05-Verteidiger Jeremiah St. Juste habe. Sein Vertrag, der bei Mainz noch bis 2023 geht, hat anscheinend eine Ausstiegsklausel, die wegen der wirtschaftlichen Lage unter Corona aber wohl nicht zum Tragen kommen wird. Bei St. Justes Marktwert von rund 10 Mio. € wird die mögliche Ablösesumme aber trotzdem auf ca. 15-20 Mio. € geschätzt.

Jeremiah St. Juste ist dieses Jahr das erste Mal für die niederländische Nationalmannschaft nominiert worden und spielt seit seiner Verpflichtung 2019 eine tragende Rolle in der Mainzer Defensive. Ein Weggang wäre dementsprechend nur schwer zu kompensieren.

Vorschau: Am Sonntag 15:30 Uhr tritt Mainz 05 zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt an. Mainz spielt gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel in dieser Rückrunde extrem gut und braucht sich vor dem Champions League Aspiranten nicht zu verstecken.

Mainz hat in dieser Saison noch etwas gegen die Eintracht gut zu machen, weil Frankfurt einen Auswärtssieg aus Mainz entführen konnte und somit seit 35 Jahren das erste Mal wieder in Mainz gewinnen. Außerdem sollte die Aussicht, den Nichtabstieg gegen den Rivalen quasi perfekt machen zu können, als Motivation für die Nullfünfer ausreichen.


1. FC Köln

News der Woche: Kommt er zurück oder nicht? Die Diskussionen um ein erneutes Engagement von Peter Stöger beim 1. FC Köln reißen nicht ab. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Verantwortlichen der “Geißböcke” und der einstige Erfolgscoach der Domstädter zum Zoom-Call - da aufgrund eines positiven Coronatests des Österreichers ein persönliches Treffen nicht möglich war. Warum diese Details bekannt sind? Weil alle Beteiligten rund um dieses Possenspiel die Kölner Medien im Minutentakt auf dem neuesten Stand halten. Ob Stöger tatsächlich wieder bei seinem alten Club anheuert? Noch nicht ganz klar. Klar ist jedoch eines: Nur aus rein sportlichen Gründen dürfte die Entscheidung auf beiden Seiten nicht fallen - zu viel ist in den mehr als vier gemeinsamen Jahren in Köln vorgefallen.

Vorschau: Eine Pause zum ungünstigsten Zeitpunkt? Das dürfte sich der 1. FC Köln gedacht haben, als nach den zwei Siegen in Serie (3:2 in Augsburg, zuvor 2:1 gegen Leipzig) erst einmal eine ausgiebige Pause auf dem Programm stand. Mit 29 Punkten sind die “Geißböcke” wieder mittendrin im Rennen um den Klassenerhalt, Aushilfsfeuerwehrmann Friedhelm Funkel hat der Mannschaft offensichtlich neues Leben eingehaucht. Das muss allerdings auch gegen Freiburg nachgewiesen werden, denn trotz der zwei eher überraschend daherkommenden Erfolgen muss der FC weiterhin dringend punkten. Zum Glück steht nun mit dem Duell gegen die Breisgau-Brasilianer ein Heimspiel an, in Freiburg war das Glück den “Geißböcken” in der Vergangenheit nämlich nicht so oft hold. Ein Erfolg muss her gegen die Streich-Elf, sonst könnte es nächste Saison nicht in den Schwarzwald gehen.


FC Augsburg

Vorschau: Wie gut kehrt der neue Besen denn nun? Diese Frage beschäftigt das FCA-Umfeld vor dem ersten Spiel von Rückkehrer Markus Weinzierl am Freitagabend in Stuttgart (7.5. -20:30 Uhr). Für die Fuggerstädter ist es das erste von zwei Endspielen um den Klassenerhalt. Dabei geht es jedoch gegen einen sehr unbequemen Gegner: für den VfB geht es in dieser Saison faktisch um nichts mehr. Der Klassenerhalt ist längst gesichert, der Europapokal inzwischen außer Reichweite. Gut möglich, dass die Canstätter ganz befreit aufspielen werden. Schließlich möchte sich niemand nachsagen lassen lustlos in den Abstiegskampf eingegriffen zu haben.Weinzierls große Herausforderung liegt darin seinen Spielern eine offensive Spielidee zu vermitteln. Daran haperte es ja bislang in der kompletten Saison. Fraglich bleibt natürlich welcher Fortschritt nach gerade einmal zwei Wochen Trainingszeit erwartet werden darf. Dabei fehlen werden wahrscheinlich Felix Uduokhai und Rani Khedira, die beide angeschlagen sind.Sollte es für den FC Augsburg wieder nicht zu Punkten reichen, wird es ganz, ganz eng.


SV Werder Bremen

Rückschau: Am Freitag kam es im Weserstadion zu einer denkbar Unglücklichen 1:2-Niederlage im Halbfinal Spiel gegen RB Leipzig. In einem beherzten leidenschaftlichen Spiel zeigte sich Werder ganz anders als in den Spielen zuvor. Sie wirkten wie ausgewechselt. Ob sie für Kohfeldt gespielt haben oder nur in Pokalfinal wollten, wird man in 1-2 Wochen sehen. Natürlich war RB Leipzig das spielerisch bessere Team und hatte mehr von der Partie. Nach 90 Minuten stand es noch torlos 0:0. Vermutlich auch deshalb, weil Manuel Gräfe einen erst gegebene Elfmeter in der 43. Minute nach minutenlanger Video Sichtung zurücknahm. Der nicht gegeben Elfmeter war keineswegs eine Fehlentscheidung.Wäre der gefoulte nicht Selke gewesen, sonder z. B. Lewandowski hätte es den Strafstoß bestimmt gegeben. In diesem Fall hätte man ihn für das rausholen des Elfmeters auch noch gelobt. So ging es torlos in die Verlängerung. Dort kam es dann in der 93. Minute durch den Ex-HSV Spieler Hwang zum 0:1 für RB Leipzig. Doch Werder ließ sich von dem Gegentreffer nicht beeindrucken und kämpfte weiter. Werder belohnte sich dann in der 105. Minute mit dem 1:1 durch Leo Bittencourt, dessen Vater Franklin früher selber für den VfB Leipzig spielte, selber.

Der “Lucky Punch” gelang dann Emil Forsberg in der Nachspielzeit der Verlängerung, als jeder schon mit einem Elfmeterschießen gerechnet hatte. Werder hätte für diesen leidenschaftlichen Kampf das Finale verdient gehabt, aber so kann sich das Team nun voll und ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren.

News der Woche: Nach der guten Leistung gegen RB Leipzig im Pokal-Halbfinale besteht die Hoffnung, dass Werder wieder zur alten Stärke vor der Niederlagenserie zurückfindet. Noch kann Werder den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Nachdem das Präsidium nach dem Pokalspiel Kohfeldt das Vertrauen ausgesprochen hat, hoffen viele, dass wieder Ruhe bei Werder einkehrt und der Klassenerhalt geschafft wird. Gerade in dieser Phase kommt nun das Gerücht auf, dass Bayer Leverkusen angeblich über Florian Kohfeldt als neuen Trainer in der kommenden Saison nachdenkt. Mit Rudi Völler, Simon Rolfes, Tim Steidten und Thomas Eichin befinden sich schon vier Mitarbeiter mit Werder Vergangenheit beim Werksklub. Zudem kennt Kohfeldt Steidten noch als Kaderplaner bei Werder und kennt auch Eichin noch aus gemeinsamen Zeiten bei Werder. Was an dem Gerücht dran ist, wird die Zukunft zeigen.

Vorschau: Am Samstag, den 8.05.2021 um 15:30 Uhr empfängt der SV Werder Bremen im heimischen Weserstadion Bayer 04 Leverkusen. In den vergangenen 81 Bundesligapartien gab es 22 Siege für Leverkusen. Dem gegenüber stehen 32 Unentschieden und 27 Siege für Werder. In der Hinrunde gelang Werder ein 1:1. Das zeigt, dass es möglich ist, gegen Leverkusen zu punkten. Was gegen Werder spricht, ist die aktuelle Schwäche und das Leverkusen seit dem Trainerwechsel wieder zur alten Stärke gefunden hat.

Für Werder zählen jetzt im Abstiegskampf nur Punkte und am hilfreichsten sind dabei Siege.


Arminia Bielefeld

News der Woche: Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Am 3. Mai feierte Arminia den 116. Geburtstag. Natürlich alles digital, mit einem Filmchen bei YouTube und vielen Menschen rund um Arminia, die zu Wort kommen durften. Weil alles digital ablief, dürfte der Kater ausgeblieben sein. Nun geht es darum, dass sich der DSC gegen Hertha im besten Fall noch einmal selbst beschenkt.

Vorschau: Nach der Quarantäne und dem 1:1 gegen Mainz ist Hertha wohl DIE Wundertüte im Tabellenkeller. Nur weiß man vor dem Duell mit dem DSC am Sonntag (18 Uhr, Olympiastadion) auch nicht so recht, wie es um die Arminia eigentlich aktuell bestellt ist. Das 0:5 in Gladbach dürfte als zusätzliches, schweres Gepäck mit nach Berlin reisen. Zudem gab es am spielfreien Wochenende noch eine 0:1-Niederlage gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig. Optimal läuft es also gerade nicht beim Aufsteiger. Entsprechend groß dürfte die Bedeutung der Partie gegen Hertha als Gradmesser für das Saisonfinale sein.


VfB Stuttgart

News der Woche: Nahirou Ahamada wird nach seiner roten Karte im letzten Spiel für zwei Spiele gesperrt werden.

Unter der Woche wurden die Verträge von den Nachwuchsspielern David Hummel (bis 2025) und Sebastian Hornung (bis 2023) verlängert. David Hummel gilt als Top-Nachwuchsspieler und könnte nächstes Jahr schon in die erste Mannschaft nachrücken während Sebastian Hornung weiterhin für die U21- Spielpraxis sammeln wird.

Apropos Innenverteidigung: Dino Mavropanos könnte dem Kicker zufolge noch länger im Brustring aktiv sein. Die Schwaben möchten die Leihe des griechischen Nationalspielers verlängern und eine Kaufoption miteinbinden. Im Sommer 2020 war Mavropanos für eine Leihgebühr von 250.000 Euro vom FC Arsenal London gekommen.

Vorschau: Der Aufsteiger trifft Freitagabend um 20:30 Uhr im heimischen Neckarstadion auf den abstiegsgefährdeten FC Augsburg zum Schwaben-Duell. Die Fuggerstädter reisen mit 4 sieglosen Spielen in die Schwabenmetropole und bringen gleich mal einen neuen Trainer mit. Dieser ist gleich mal ein alter Bekannter der Canstatter: Markus Weinzierl, der den VfB in der Saison 19/20 trainierte aber den Abstieg nicht verhindern konnte, kehrt zu seiner alten Wirkungsstätte zurück und trainiert seit letzter Woche die Ausgburger. Kurios dabei: Sein letztes Spiel als VfB-Trainer war gegen Augsburg, dieses verlor er 6:0 und wurde daraufhin entlassen.

Verzichten müssen die Gäste wohl auf Alfred Finnbogason (Patellasehne) und Felix Udohkai (Sehnenoperation). Der VfB dagegen kann mit den Comeback von Sportsfreund Sosa rechnen. Zwar wird es wohl für den Linksverteidiger nicht für die Startelf reichen, aber er könnte als Joker eine Option für Pellegrino Matarazzo sein.

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